IrfanView Plug-Ins
Die Bildbetrachter- und Bearbeitungssoftware IrfanView ist schon lange kein kleines Programm, um nur die eigenen Bilder anzuschauen. Die Freeware trägt in ihrem knappen zwei Megabyte kleinen Zip-Kleid allerhand Plug-ins und Funktionen, die "fast" unzählig wirken.

Überblick
| Version | 4.28 |
| Sprache | Deutsch |
| Website | irfanview.com |
| Betriebssystem | Windows XP Windows Vista Windows 7 |
| Lizenz | Freeware |
| Dateigröße | 7.6 MB |
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Das Programm IrfanView sucht zurzeit vergeblich nach einer ebenbürtigen Konkurrenz. Es gibt sie schlichtweg nicht. Vor allem die Dateigröße von knapp zwei Megabyte ist bisher mit dem gebotenen Umfang einzigartig. Vor kurzem haben wir das Programm vorgestellt, die Installation sowie ein grober Rundumschlag. Die so genannten Plug-ins erweitern den Umfang der Software erheblich. Solche Zusatzsoftware fügt beispielsweise weitere Formate zu und ermöglicht den Einsatz von zusätzlichen Filtern und Effekten.
Die Installation solcher Plug-ins erinnert stark an die Installation von Software beim Mac. So werden einfach die zum Download zur Verfügung stehenden Minipakete heruntergeladen und in den Ordner Plug-ins hinein kopiert. Leider muss das Programm nach jeder Kopieraktion neu gestartet werden. Nach der Installation stehen die Erweiterungen aber sofort zur Verfügung. Das Unternehmen bietet aber auch das Gesamtpaket an. So kann der Anwender die rund acht Megabyte große Datei direkt vom IrfanView-Server ausführen lassen und auf dem eigenen Rechner installieren. Diese Variante ist aber nur zu empfehlen, wenn der PC oder das Notebook genug RAM und Prozessorleistung besitzt - andernfalls bremsen die vielen Zusatzprogramme das Programm und auch das System aus.
Flash und Shockwave
Einige Features sollten aber dennoch nicht auf dem Rechner fehlen. Die wichtigsten zehn haben wir in diesem Artikel für sie herausgepickt. Das Plug-in "Burning" beispielsweise erlaubt der Software eine CD mit der selbst erstellten Slide-Show zu brennen - inklusive der integrierten Musik. Das "Exif-Plug-in" lässt dagegen das Auslesen von zusätzlichen Informationen eines JPGs zu. Heutzutage enorm wichtig, die Erweiterung "Flash". Damit kann der Nutzer aus dem Bild-Betrachtungsprogramm gleichzeitig ein Videobetrachtungsprogramm zaubern. Das Plug-in liest ohne Probleme und flüssig Flash-, Shockwave- und FLV-Formate. Letzteres wird zum Beispiel bei YouTube-Videos verwendet.
Unterstützung von MP3 und Nero ROM
Auch nicht fehlen darf der "IV-Player". Dieser ermöglich das Abspielen von Video - und Audiofiles, die im Windows-Format vorliegen. Gerade hier haben andere Programme immer wieder Probleme mit der Wiedergabe. Ebenso sinnvoll ist das "NERO-Plug-in". Damit ist nicht nur das brennen von allgemeinen Nero-Dateien möglich, vielmehr erlaubt NERO die komplette Verknüpfung mit der Nero ROM Software. Das beinhalten auch die Image-Behandlung einer CD-ROM - also dem Auslesen dieser, ohne zusätzliche Software.
Wer immer mal mit Apples Quicktime arbeitet, vielleicht einen Windows- und Apple-Rechner parallel nutzt, sollte sich die IrfanView-Erweiterung "Quicktime" aufspielen. So muss man die auf dem Mac gespeicherten Videos nicht neu umwandeln. Sie haben keine Lust auf den Adobe-Reader? Dann installieren Sie sich doch einfach "Postscript". Damit lesen sie neben PDFs auch EPS- und PS-Dateien. Sperrige Programme wie iTunes sind ihnen ein Dorn im Auge. Dann versuchen die das Plug-in "MP3". Es spielt MP3-, MP2- und sogar noch MP1-Files ab.
Auch Exoten finden Beachtung
Einige Manipulationsprogramme haben immer wieder Probleme mit Kodak-Digital-Kamera-Dateien. Selbst die kostenpflichtigen boykottieren das spezielle Format. Die Erweiterung "KDC" zeigt ohne Probleme diese Dateien an. Ein Umwandeln in gängige Formate ist nach dem Öffnen dann kein Thema. Wer in Sachen Formate ganz sicher gehen will, spielt "Format" gleich zu Beginn der Installation auf. Es glänzt gerade bei Exoten wie PSP, G3, RAS, IFF/LBM, BioRAD, Mosaic, XBM, XPM und weitere.
Sie merken schon, wer sich intensiver mit IrfanView beschäftigen will, braucht Zeit und den Überblick. Denn Möglichkeiten für individuelle Erweiterungen gibt es "unendlich" viele. Doch nach einigen Tagen sollten die gängigsten Features bekannt sein und das Manipulieren von Dateien flüssig von der Hand gehen. In diesem Sinne viel Spaß.
