Konvertieren leicht gemacht: PDFCreator im Test

Das Portable Document Format (PDF) ist ein Format zum Austausch von Dokumenten, welches von Adobe Systems entwickelt wurde. Es agiert systemübergreifend und sorgt, bei dem heutzutage immer öfter vorkommenden Datei-Wahnsinn für die Eine-Datei-Lösung. Um PDFs erstellen zu müssen, bedarf es zudem keine teure Software. Freeware wie der "PDFCreator" machen es nicht nur einfach - es gibt auch nichts, was nicht zum PDF umgewandelt werden kann. Wir haben uns die Software mal etwas genauer angeschaut.

Der PDCreator lässt in Sachen bearbeiten im Portable Document Format keine Wünsche offen.
Der PDCreator lässt in Sachen bearbeiten im Portable Document Format keine Wünsche offen.

Das freie Anwendungsprogramm dient zur Erstellung von PDF-Dateien. Zudem darf der Anwender auch Bilder (JPG, PNG) aus beliebigen Programmen erstellen. Das Besondere an der Software: Lizenziert ist das Programm als Freie Software unter der GNU General Public License. Aber bevor wir uns das Programm näher anschauen, etwas zum PDF selbst. Das Portable Document Format. kurz PDF, ist ein Format zum Austausch von Dokumenten, welches von Adobe Systems entwickelt wurde. PDF ist heute der globale Standard für die Erfassung, Abstimmung und Bereitstellung vielfältiger Inhalte aus nahezu jeder Anwendung auf nahezu jeder Plattform. Nutzt der Anwender einen PC mit Windows oder Linux, nutzt er einen Mac oder gar Android oder iOS? Es spielt am Ende keine Rolle. Das unter Windows 7 erstellte PDF lässt sich problemlos auf alles Systemen öffnen. Es ist zudem "fast" sicher vor Virenbefall.

Oberfläche von PDFCreator

Die Oberfläche der Software wirkt nach der Installation etwas unübersichtlich. So erscheint nach dem Öffnen des PDFCreators ein Fenster, das zum einen eine leere Tabelle beinhaltet, sowie die oberhalb angebrachte Symbolleiste. Um diese Tabelle mit den zu konvertierenden Dokumenten zu befüllen, klickt der Nutzer auf das Pluszeichen/Hinzufügen. Leider sind die Buttons etwas klein geraten. Gerade bei neueren Rechnern mit hoher Auflösung nerven die kleinen Bilder. Hat man sich an die fehlende Übersicht gewöhnt, ist die Software aber leicht zu bedienen. Das liegt vor allem daran, dass sie automatisch eine Toolbar mit sich bringt. Im Browser (IE) beispielsweise, ist diese unter der Adresszeile zu sehen. Ein Klick auf "Drucken" und schon startet die Software ein Script, über das ein PDF erzeugt wird. Unter Word und anderen Anwendungen gaukelt das Tool Windows einen Drucker vor, mit dessen Hilfe aus beliebigen Anwendungen heraus Dokumente automatisch als PDF abgespeichert werden können. Die erzeugte Datei kann sogar gleich als E-Mail verschickt werden. Die angezeigte Tabelle unterhalb der Buttons ist lediglich der Druckerfortschritt des Auftrages. Will der Anwender also mehrere PDFs erstellen, werden diese dort untereinander angezeigt und nacheinander bearbeitet.

PDFCreator in der Praxis

Hier kann der PDFCreator absolut überzeugen und sogar kostenpflichtige Programme um Längen abhängen. Bevor allerdings losgelegt wird, sollten einige Einstellungen vorab eingestellt werden. Dazu klickt der Anwender im Hauptfenster des Programms auf "Drucker, Einstellungen". Im Register "Allgemeine Einstellungen" kann dem PDFCreator gesagt werden, wie viel Rechenleistung er beim Erstellen eines PDFs nutzen darf. Zudem sollte vorab eingestellt sein, dass die Software als Standarddrucker agiert.

Wie bereits erwähnt, muss der Nutzer auf den "Hinzufügen"-Button klicken um dann anschließend die Dokumente, welche zu PDF-Files umgewandelt werden sollen, auszuwählen. Um zu gewährleisten, dass bei mehreren PDFs keines vergessen wird, klickt man einfach unten rechts auf "Alle Dateien" - ansonsten werden nur PS-Dateien angezeigt. Über alle Dateien ist ein Selektieren der Dateien kinderleicht. Ist ein Dokument ausgewählt, erscheint dieses nun in der Druckerwarteschlange. Das ist sehr nützlich, da so mehrere Dokumente auf einfachem Wege konvertieren können und der Nutzer nicht die Übersicht verliert. In wenigen Fällen/Testdrucks wurde die Warteschleife nicht angezeigt. In diesem Falle sprang das Menü direkt zum "speichern unter" und konnte auf dem Desktop abgespeichert werden. Im Normalfall sind aber noch spezielle Einstellungen möglich. Denn kurz vor dem Konvertiervorgang können noch kleine Zusatzinformationen für das PDF eingestellt, oder über den E-Mail-Button gleich verschicket werden. Der Button "Speichern" startet den Konvertiervorgang. Nachdem das Speichern bestätigt worden ist, wird der Speicherort festgelegt und in wenigen Sekunden ist der Vorgang abgeschlossen. Was eigentlich nett gedacht ist, aber hin und wieder nicht funktionierte ist der integrierte PDF-Anzeiger. Denn mit dem in den Einstellungen festgelegten PDF-Viewer konnten gerade transformierte Word-Dokumente, mit speziellen Abständen und Zeichen, nicht ordentlich angezeigt werden. Hier empfiehlt es sich tatsächlich, die Adobe-Software "Adobe-Reader" zu nutzen.

Fazit

Überblick und Download

Version 1.2.3
Sprache Deutsch
Website www.pdfforge.org
Mirror www.soft-ware.net
OS ab Windows 98
Lizenz Freeware, GNU General Public License
Dateigröße 18.155 MB

Die Software PDFCreator ist schlichtweg die beste Freeware, die es zurzeit für Windows 98, ME, NT, 2000, XP, 2003, Vista sowie Windows 7 gibt. Weil das Dateiformat so vielseitig einsetzbar ist und systemübergreifend ist, ist auch ein professioneller Einsatz denkbar. Denn PDF-Dokumente können nahezu auf jeder Plattform ohne Qualitätsverlust gelesen werden. Perfekt also für Aufsätze, Facharbeiten, Präsentationen oder andere wichtige Dokumente, die weitergegeben oder veröffentlicht werden.

Die Software ist mit wenigen Klicks installiert und lediglich am Anfang, bei höherer Auflösung, unübersichtlich - auch weil die Software sich auf das wesentliche konzentriert und auf viele Hilfestellungen verzichtet. Was besonders gefällt: Der Anwender kann aus beliebigen Programmen heraus mit der Druck-Funktion ein PDF-Dokument erstellen. Der gesamte Ablauf ist automatisiert und muss nur mit "Speichern" abgeschlossen werden. Die Software ist kostenlos und sollte auf keinem Windows-Rechner fehlen. Auf den Adobe-Reader sollte dennoch nicht verzichtet werden, gerade im professionellen Bereich. Spezielle Dokumente werden halt immer mal wieder falsch transformiert und im eigenen Viewer falsch dargestellt. Damit also keine fehlerhaften PDFs den Rechner vorzeitig verlassen gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Ist eine Firewall oder eine Spybot-Search auf dem Rechner installiert, kann es zu nervenden Warnungen kommen. Das liegt am System, in das sich leider die Software ihren Weg bahnt. Hier sollte ein Haken bei "Merke diese Entscheidung“ oder ähnlichem gesetzt sein.

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