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"Casemodding" - Was ist das?




Wenko
04.07.2010, 13:44 Uhr
Hey Forum!
Ich habe in letzter Zeit oft das Wort "Casemodding" gelesen und wüsste jetzt gerne mal was das ist. Es scheint irgendwas mit Computern zu sein und es gibt wohl riesige Wettbewerbe. Aber bis jetzt habe ich nicht rausgefunden, was das ist. Wäre nett, wenn ihr mir sagen könntet, was das ist und wie das geht. Danke.
#1




dulai^^
04.07.2010, 14:06 Uhr
Hey Wenko.
Ich bin zwar hier im Forum ziemlich neu (habe mich gerade erst angemeldet), aber ich glaube ich kann deine Frage trotzdem einigermaßen beantworten.
Casemodding generell ist alles, was du am Aussehen deines Computers bzw. deines Computergehäuses machst. Da gibt es generell zwei Möglichkeiten:

Du kannst zum einen dein Vorhandenes Gehäuse umbauen; andererseits kannst du ein neues Gehäuse selbst bauen oder irgendwelche ungewöhnlichen Dinge als Computergehäuse nutzen.


*Umbau*

Beim Umbau eines Gehäuses gibt es schon unglaublich viele Möglichkeiten:
Die einfachste Sache, die aber schon gerne gemacht wird, ist es, kleine Neonleisten im Gehäuse zu befestigen. Die brauchen relativ wenig Strom, lassen sich im Ernstfall aber auch abschalten. Die Leisten gibt es in verschiedenen Farben und Größen, es ist also für jeden etwas dabei. Und wem würde es wohl nicht gefallen, wenn sein Computer von innen leuchtet?
Eine weitere Möglichkeit ist es, Teile des Gehäuses zu bearbeiten oder sogar wegzuschneiden. Damit kann man sich unter Umständen auch Platz für neue Geräte oder Lüfter machen. Man kann auch teilweise ein anderes Material benutzen, z.B. statt einer geschlossenen Fläche ein Lochblech o.ä. - hier kann ein Neonlicht auch besser zur Geltung kommen
Natürlich besonders gerne gesehen ist das Anmalen / Besprühen des Gehäuses. Ich habe das selbst schon (mit sehr mäßigem Erfolg) versucht. Zum Glück habe ich das an einem alten PC gemacht, so dass ich jetzt weiß, was ich besser machen kann. Die einfachste Möglichkeit ist es natürlich, das ganze Gehäuse in einer Farbe zu malen. Allerdings kann man auch einfache Strukturen oder gar ganze Gemälde aufbringen. Möglich ist es auch, den PC mit Aufklebern zu verzieren. Ich habe zur Zeit auf meinem PC nur einen Autoaufkleber der Brauerei Bitburger mit dem Slogan "Bitte ein Bit", der in goldener Farbe auf meinem schwarzen Gehäuse richtig gut rauskommt.


*Neubau*

Wie schon erwähnt, kann man auch einfach etwas komplett neues als Gehäuse nehmen.
Ich habe z.B. mal mit einem Freund einen PC in einen Mülleimer transferriert. Das war zwar etwas unpraktisch, da die Lüftung problematisch war, aber es sah echt lustig aus.
Eine extrem beliebte Art dieses Casemodding ist der Bierkistencomputer. Dabei wird wiederum der ganze Computer (natürlich ohne Gehäuse o.O) so umgebaut, dass er in der Kiste platz findet. Natürlich muss man an einigen Stellen etwas aus der Kiste rausschneiden und mit der Befestigung der Hardware muss man auch sehr kreativ sein, aber die Ergebnisse sind echt hübsch anzusehen. Manche Leute schaffen es sogar, den PC so kompakt zu halten, dass in der Kiste noch Platz für Bier ist, das sogar von der Kühlung des Computers mitgekühlt wird. So hat man am Computer immer bis zu 4 kalte Flaschen Bier. Wenn das nicht eine Erfindung ist, die man(n) braucht, dann weiß ich auch nicht.
Ach ja, für die Spielkinder unter uns (wozu ich mich selbst auch zähle): Es ist ziemlich leicht und wirklich schön, seinen Computer in Lego zu kleiden. Wenn man eine genügend große Grundplatte hat, kann man nach Herzenslust um die verkabelte Hardware drumrum bauen und hat im Endeffekt unter Umständen ein richtig schönes neues Gehäuse. Auch das habe ich schonmal gemacht. Hier war das Ergebnis wesentlich schöner, als beim Sprühen; allerdings waren die ersten Versionen meines Lego-Computers ziemlich instabil
Natürlich gibt es noch jede Menge weiterer Möglichkeiten, wo man einen Computer einbauen kann, sofern man geschickt genug dazu ist: Ein defekter Röhrenmonitor bzw. Röhrenfernseher eignet sich z.B. ideal, um einen Computer einzubauen und unter Umständen sogar noch einen Flachbildschirm einzubauen, so dass der gesamte Computer aussieht wie ein einziger Röhrenmonitor.
Auch schick ist natürlich ein Einbaucomputer in einem Schrank oder einer Schublade, ganz zu schweigen vom selbsgebauten Laptop im Bauchladen... da bleibt eben die Frage der Stromversorgung: Schafft eine Autobatterie das?
#2


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