In den USA stehen den Grafikgiganten AMD (mit ATi) und nVidia wohl rechtliche Schritte ins Haus, nachdem Beschuldigungen aufgetaucht sind, dass beide Firmen möglicherweise durch illegale Absprachen künstlich den Preis für Grafikkarten hoch gehalten haben sollen. Beide Firmen haben inzwischen Vorladungen vom amerikanischen Justizministerium erhalten. Die angesehene Fachzeitschrift Business Week hatte bereits Anfang des Monats über eine gerichtliche Untersuchung seitens des Ministeriums berichtet, wonach es konkret um Kartellverstöße beider Firmen geht. So sollen sich Vorstandsmitglieder beider Firmen getroffen und derartige Absprachen vereinbart haben. Im Gegensatz zu anderen Hardware-Bereichen hat es in den letzten Jahren keinen nennenswerten Preisverfall im Grafikkarten-Segment gegeben. Besonders die Listung von High End-Grafikkarten stützt demnach den Verdacht, da diese in Vergangenheit fast immer bei beiden Firmen mit einem Preis um die 500 US-Dollar gehandelt wurden. Das Justizministerium untersucht aktuell nur Verstöße gegen geltendes Recht in den USA. Es ist jedoch sicher nicht abwegig anzunehmen, dass es auch auf europäischer und globaler Ebene zu solchen Vorgängen gekommen ist. Ob durch das aktuelle Untersuchungsverfahren auch Ermittlungen in anderen Ländern angeregt werden, bleibt abzuwarten.
Posted by HolyFetzer Quelle: uk.theinquirer.net