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Sensibilisierungsthread: Zukunftsorientierter Umgang mit persönlichen Daten




Gast
20.01.2011, 15:30 Uhr
Der Thread ist jetzt vollkommen aus der Luft gegriffen und ich habe zu dem Thema keine wirkliche Ahnung. Aber es scheint mir angebracht darüber mal etwas ernsthaft zu reden, auch wenn das Thema steinalt ist.

Was Heute gang und gebe ist, ist z.B. seine Mails online zu speichern, und zusätzlich auf einem lokalen Mailprogramm: Sollte man sich da ausführlich schützen damit einem in Zukunft nicht etwa gewisse private Korrespondenzen (zB mit einem Seitensprung :fresse zur Last fallen können? Zumindestens empfinde ich die Sicherheit aller meiner Dateien auf meinem PC als gering. Ich mache mir keine Gedanken darüber, eben weil ich mir nicht als interessant (dh. selbst wenn jemand viele sensible Daten von mir hätte, wird sie mir niemand zuordnen da ich ein kleines Licht bin) vorkomme. Aber es verfolgt mich die Paranoja, dass man im Allgemeinen keinen Plan mehr hat, ob die eigenen Dateien auf dem eigenen PC und Online nun geschützt sind oder nicht.

Was ist in 20 Jahren mit unserem heutigen Mailverkehr? Was ist in 20 Jahren mit unseren politischen Einstellungen zB auf Facebook? Überhaupt alle unsere Daten die überall gespeichert werden im Netz. Wird uns irgendwann mal jeder per Gesichtserkennungssoftware überall identifizieren können und mit etwas krimineller Aktivität dann unserere Mails von irgendeinem jamaikanischen Server runterladen? Ja vielleicht auch noch unsere Dateinamen auf dem PC und deren grobe Inhalte via Google kennt? Was ist wenn die Server von Godfather Google mal geknackt werden?

Wusstet ihr, dass es schon Monitore mit einer Auflösung von 800x600 in der Form und Anwendung einer gewöhnlichen Sonnenbrille gibt? Darauf noch eine Webcam und das beschriebene Geschehen könnte im Alltag passieren.

Das klingt zwar zu aller erst etwas paranoid, aber ihr werdet mir zustimmen: es ist wird bestimmt möglich sein und ist gar nicht so aus der Luft gegriffen.

Sollte man da nicht noch etwas sensibler selbst über die Dateien auf dem eigenen PC und dem sogar unbedeutenden privaten alltäglichen Mailverkehr denken?
#1




Gast
20.01.2011, 18:02 Uhr
Ja, sollte man.(ein weiterlaufendes DU bezieht sich nicht auf Da1men sondern auf jeden der das liest - also nicht 100% angesprochen fühlen)

Schütze deine Emails mit PGP, verschlüssel deine IMs mi otr und surfe über tor, gib niemals echte namen an und gottverdammt lass deine partybilder von facebook weg. Mein Beitrag

[Zur Link-Ansicht bitte registrieren.]

hat bis heute Aktualität und hilft zumidnest etwas!

Das Problem an den beschriebenen Verfahren: sie halten keiner wahren Rechenpower stand, quantencomputer sind noch zukunftsmusik, doch wie sieht es in 20 jahren aus? AES ist vieleicht nicht geknackt in 20 jahren, aber mit der Rechenpower ist ein 10 stelliges Passwort in windeseile gebruteforced! Also pass auf wo du welche Daten angibst und lösche sie sobald sie nichtmehr benötigt werden. Sicherheitskopien sind zwar auf Servern bequem, doch ein Backup + löschen der Originale ist immer besser! Keine Verschlüsselung ist so sicher wie ein USB-Stick in der Hosentasche oder im Safe! Auch solltest du Dienste in Anspruch nehmen, die wirklich nicht mitlogen und wenn du Datien löschst auch diese auf ihren Servern wirklich löschen und nich nur den eintrag dder datenbank und die Dateien behalten. Verteil.es ist z.B. in Henrys hand und benutzt wirklich einen unlink statt nur den Eintrag zu löschen und zu warten bis eine neue Datei mit dem gleichen md5 kommt und die alte neu zu verlinken. Allgemein ist eher die Wahl kleinerer Anbieter vozuziehen, da die mit den paar Daten, die sie machen kaum Profit schlagen können und somit es meist auch nicht tun!

Und nochmal: Pfoten weg von Facebook, studiKZ und wie sie alle heißen - mit seinen Freunden kannst du auch per E-Mail, Jabber, verschlüsseltem ICQ, oder sonstwas in Kontakt bleiben! Lies dir AGBs durch bevor du sie abnickst, du wirst dich erschrecken was du alles bestätigst.
#2

Gast
20.01.2011, 19:31 Uhr
Das wichtigste (gerade im Umgang mit Facebook z.B.) ist, was du da hochlädst. Ich kenne etliche "heavy" Facebook-User, die die wildesten Partys feiern und nicht mit Partyfotos da auftauchen. Vorteil, wenn man mit Leuten unterwegs ist, die die Problematik kennen.

Bei so Sachen wie den Emails des Seitensprungs ist es das einfachste, es zu lassen. Ich hab auf meinem PC schlicht keine Daten, die so sensibel sind, dass meine Freundin die nicht lesen dürfte. Ansonsten eben das übliche: Passwörter ausreichend lang wählen, ggf. TrueCrypt verwenden etc. Was meine Daten in 20 Jahren angeht: das ist mir vollkommen egal
#3

Gast
20.01.2011, 19:45 Uhr
Und jetzt stell dir mal vor in 20 Jahren ist China incl. ihrer kranken Diktatur Weltmacht.
#4




Gast
20.01.2011, 19:55 Uhr
Zitat:
Zitat von Da1meN
Und jetzt stell dir mal vor in 20 Jahren ist China incl. ihrer kranken Diktatur Weltmacht.
Dann sind meine Daten wahrscheinlich das geringste Problem, was ich habe Dann wäre die Welt, wie wir sie kennen, wohl deutlich unbequemer...
#5

Gast
20.01.2011, 21:03 Uhr
Kommt mir das nur so vor, oder seid ihr ein wenig paranoid?
#6

Gast
20.01.2011, 21:20 Uhr
Nein, steht nur in meinem ersten Post. ;D
#7

little_peanut
20.01.2011, 22:49 Uhr
Ach wieso gleich von Paranoia reden? Durch mein Studium habe ich echt viel Einblick in die Arbeitsweise von Polizei und Gerichten. Ein Durchsuchungs- und Beschlagnahme-Beschluss ist heutzutage eher Formsache (leider!).

Und ich habe ne Menge Sachen, die niemanden was angehen. Das fängt bei journalistischem Recherchematerial, bei Interna von Vereinen und Verbänden, bei deinen ich arbeite, an und hört bei juristischem Aktenmaterial noch lange nicht auf. Da sind ne Menge sensibler Daten dabei, die nichtmal irgendwelche Strafrichter was angehen. Dementsprechend ist das Datenmaterial auch umfassend mit Truecrypt abgesichert.

Was studi und facebook angeht, bin ich leider nicht so konsequent. Zwar habe ich schon lange Mal den Beschluss gefasst, dort aufzuräumen und zumindest die wenigern schönen Daten / Bilder, die über mich kursieren entfernen zu lassen, aber bisher habe ich es noch nicht gemacht. Vielleicht ist dieser Thread ja Anstoß genug, dass ich es doch mal die kommenden Tage in Angriff nehme.

Komplett von studi und facebook will ich mich momentan nicht fernhalten. Dazu bin ich viel zu sehr Herdentier.

Hinzu kommt, dass ich echt sehr viel über Google und seine Tools erledige. Das merke ich unglaublich bei der Werbung, die mir eingeblendet wird. Das ist schon fast gruselig, wie nah es oft an den Dingen dran ist, die gerade in meinem Kopf geplant sind, aber noch nichtmal in einer Suchanfrage oder Mail o.ä. gelandet sind. Dort muss ein umfangreiches Profil über mich da sein. Dennoch bietet mir Google eben sehr sehr nützliche Tools - und auch wenn es objektiv wohl kein guter Deal ist, nehme ich den Tausch meiner Daten gegen die kostenlose Nutzung dieser Tools gern an.

Etwas beunruhigt mich aber schon seit ein paar Jahren: Es wäre ohne Umwege möglich für einen Angreifer meine Identität anzunehmen. Hinreichende Informationen darüber stehen im Netz. Wer sich wirklich die Mühe machen würde, Details über mich herauszufinden, würde es sicherlich auch schaffen. Welcher Schabernack da mit der eigenen Identität gemacht werden könnte, kann ich mir nichtmal ausmalen.
#8


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