AMD Athlon64 x2 6400+ Review
1.Einleitung/Ersteindruck/Lieferumfang
2.System/Eckdaten
3.Testverhältnisse
4.Leistungstest
5.Benchmarks
6.Fazit
1.Einleitung/Ersteindruck/Lieferumfang Einleitung
So, da es hier jetzt schon einige interessante Tests und Reviews gab und mein letzter Test schon eine ganze Weile her ist, möchte ich euch mal wieder mit etwas neuem erfreuen.
Bislang hatte ich einen AMD Athlon 4600+, der aber leider meine Grafikkarte nicht ganz ausgereizt hat. Jetzt bin ich mal gespannt, wie mein neuer abschneidet und um euch daran teilhaben zu lassen, hab ich schon mal was vorbereitet!^^
Die Kosten für den 6400+ tray fallen mittlerweile recht moderat aus. Etwa bei
[Zur Link-Ansicht bitte registrieren.] ist er schon für knapp 140 Euro zu haben und damit kostet er gut ein drittel weniger, als noch vor zweieinhalb Monaten. So wird also der 6400+ eine echte Alternative zu Intels DualCore Pendant E6750, welcher aber auch im Preis gesenkt wurde. Der Mindestpreis dieses Prozessors liegt bei 148,68 (Quelle:
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Ersteindruck
Der erste Eindruck fällt sehr positiv aus. Der Athlon Prozessor wird ausschließlich in der Black Edition verkauft. Diese ist mattiert und mit Hologrammsiegeln etc. versehen. Dadurch wirkt sie sehr edel und vermittelt einen sehr kraftvollen Eindruck. Der Prozessor selbst ist in einer Art durchsichtigem Seitenfenster untergebracht, wie es bei AMD so üblich ist. Er ist gebettet auf einer Stoffunterlage, um den Abbruch von Konnektoren zu vermeiden. Ob er diesen ersten Eindruck bestätigen wird, zeigen die weiteren Tests.
Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehören, neben der Schachtel natürlich, ein Handbuch mit Garantieschein etc., ein Sticker von AMD und eine Art Sammelaufkleber, mit einem kunstvoll gestaltetem Aufdruck. Hinzu kommt noch kleiner Prospekt mit den verschiedensten Modellen von AMD in Sachen Gaming.
2.System/Eckdaten
Prozessor: AMD Athlon™ 64 X2 6400+
Arbeitsspeicher: 2 x 1GB GEIL BlackDragon 800MHz DC (Timings: 4-4-4-12 T2)
Mainboard: Asus M2N-E SLi
Grafikkarte: nVIDIA GeForce 8800 GTS 320MB
Netzteil: Seasonic S12-II 380Watt
HDD: 1x Maxtor 250Gb; 1x Samsung 250Gb
Grafiktreiber: nVIDIA ForceWare 169.09
Betriebssystem: Windows XP SP2 Homex86
Hier die Konfiguration zum Nachlesen:
[Zur Link-Ansicht bitte registrieren.] Zur CPU:
Technische Daten:
• CPU: Athlon 64 X2
• Packungstyp: Tray
• Sockel: Sockel AM2
• Taktfrequenz: 3.200 MHz
• Prozessortyp: Dual-Core
• Prozessorkern: Windsor
• Front Side Bus: 1.000 MHz L
• 2-Cache: 2 x 1.024 KB
• Spannung: 1,4 V
• Verwendung: AMD-Systeme
• TDP: 125 W
• Strukturbreite: 90 nm
3.Testverhältnisse
Die Hardware ist verbaut in einem Gehäuse der Marke Enermax. Genauer im Modell Vostok. Gekühlt wird die Hardware von einem 120mm Lüfter in der Front und von einem 120mm Lüfter hinten. Auf der CPU sitzt ein Scythe Mugen, mit dem dazugehörigen 120mm Lüfter. Zudem gibt es noch einen 80mm Lüfter über der Grafikkarte, welcher Luft zur CPU bläst.
4.Leistungstest
So, hier geht’s dann endlich an die Leistung. Um möglichst viel abzudecken, habe ich die CPU mit Prime95 auf Stabilität und Temperatur, mit SuperPI auf die „Geschwindigkeit“ und mit Futuremark auf die reine Leistung getestet.
Prime 95 habe ich genau eine Stunde laufen lassen und jede viertel Stunde die Temperatur abgelesen. Bei Super PI gibt es drei verschiedene Berechnungen, zum einen den 512k Wert, dann den 1m Wert und als letztes den 8m Wert.
SuperPI
Für den 512k Wert ergibt sich eine Zahl von 11 Sekunden, bei 1m haben wir bereits 27 Sekunden und bei 8m sind es 5min 14sek.
Prime95
Prime läuft stabil über eine Stunde, das reicht zwar noch nicht so ganz aus, um wirklich eine Aussage über die Stabilität machen zu können, aber die Maximalen Temperaturen sind damit schon zu erkennen. Also, im Idle Modus habe ich eine Kerntemperatur von 30° C und unter Volllast eine Temperatur von 51° C. Wie oben beschrieben, wird der Prozessor mit einem Scythe Mugen gekühlt. Dieser war während des gesamten Tests über auf 100% eingestellt und hatte somit die gesamte Kühlleistung zur Verfügung. Im Vergleich zu einem 4600+ x2 kann der neue Prozessor zwar in Sachen Kühltemperatur nicht mithalten, aber dafür schlägt er ihn in Sachen Leistung um einiges. Bei dem Test hatte ich eine Zimmertemperatur von 24° C.
Futuremark 3DMark06
Getestet wurde der Prozessor mit den Standarteinstellungen des Benchmark Tools 3DMark06. Soll heißen mit einer Auflösung von 1280x1024 und ohne AA/AF. Hierbei ergab sich ein stolzer Gesamtwert von 9217 Punkten und ein CPU Score von 2478. Im Vergleich, mein alter AMD Athlon64 x2 4600+ kam hier nach leichter Übertaktung von 2,4GHz auf 2,6GHz auf einen Wert von 1942 Punkten. Immerhin ergibt sich ein Vorsprung von über 500 Punkten, genauer von 536 Punkten, was in Sachen CPU schon eine kleine Welt ist. Damit kann er zumindest im synthetischen Benchmark zum teureren Core2Duo E6750 von Intel aufschließen.
5.Benchmarks
So, es gibt erste Benchmarks und zwar zu Crysis. Die Benches wurden mit dem Crysis Benchmark Tool gemacht und dort unter den Einstellungen von 1280x1024 medium bis high 8xAA laufen gelassen. Bei 1280x1024 medium ergab das einen Wert von 49,58 fps, bei 1280x1024 high einen Wert von 26,8fps, bei 1280x1024 high 4xAA einen Wert von 22,74fps und beim letzten Test 1280x1024 high 8xAA einen Wert von 18,48 fps.
Solange Crysis nur auf High läuft ist das Spiel also noch einigermaßen gut spielbar, schaltet man aber doch auf 4xAA, so gibt es einen Leistungsverlust, der flüssiges Spielen doch sehr erschwert. Zudem hatte ich bei meinem Tests bei 4xAA Grafikfehler, welche aber weder vorher ohne AA und später beim 8 fachen AA aufgetaucht sind. Echte Framefanatiker spielen Crysis auf Medium, um wirklich flüssig spielen zu können.
6.Fazit
Der AMD Athlon64 x2 6400+ kann auf der ganzen Linie überzeugen. Zwar war sein Preis von über 200 Euro bei Markteinführung etwas zu hoch gegriffen, aber dieses Manko hat sich in den letzten drei Monaten relativiert und AMD kann nun mit einem durchaus sehr wettbewerbstauglichen Flaggschiff 6400+, in die Schlacht der Zweikerner gehen. Die direkte Konkurrenz von Intel in Form des E6750 hat zwar leicht die Nase vorn, kostet allerdings auch etwas mehr. Letztendlich bleibt es also jedem selbst überlassen, welcher Prozessor einem gefällt. Mein Fazit ist aber, dass die Anschaffung von AMD´s DualCore Spitzenmodell auf keinen Fall ein Fehleinkauf war und auch zu Zeiten von QuadCore und Co. tut man nicht falsch daran, sich für diesen Prozessor zu entscheiden. Er bietet für wenig Geld jede Menge Spielepower und macht eine Menge Freude. Zudem ist er stark genug, um die meisten Grafikkarten voll auszulasten, was ein weiteres Argument für einen Kauf sein dürfte. Allerdings ist eine angegebene Leistungsaufnahme von 125 Watt schon eine ziemliche Menge. In meinem Test hat aber ein Seasonic S12-II mit 380 Watt zu jeder Zeit ausgereicht, um den Prozessor in Verbindung mit den angegebenen Komponenten, mit genügend Strom zu versorgen.
Pro ---Note---
Morgen gibt’s noch ein Benchmark mit Crysis und ggf. auch COD4. Habs zur Zeit leider noch nicht, aber bekomms morgen.