AMD 6900
Aufgewärmter Cypress oder was neues?!
Einleitung
Nachdem Nvidia den GF100 überarbeitet hat, hat AMD am 15.12.2010 nach gelegt und den Nachfolger des Cypress vorgestellt. Dieser hört auf dem Namen Cayman und viele dachten an eine kleine Überarbeitung, doch der Schein trügt.
AMD hat kräftig an der Tessellation Performance geschraubt und hat einen Teil der Architektur überarbeitet. Der Chip kommt auch mit 2.64 Mrd. Transistoren daher, was für AMD Verhältnisse ein Monster Chip ist.
Wie das Bild schon erkennen lässt, wird in dem Test die 6950 auf Herz und Nieren getestet. Doch wir testen nicht nur Eine davon, nein es werden Zwei getestet.
Doch das ist noch nicht alles, wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und testen die Karten auf zwei unterschiedlichen Systemen um zu zeigen, ob und wie groß die Unterschiede sind.
Technische Daten des Cayman - Grafikprozessor: Cayman
- Herstellung: 40nm
- Transistoren: 2.64Mrd.
- Speicher: 2048MB GDDR5
- Speicherinterface: 256 Bit
- Chiptakt: 800MHZ
- Speichertakt: 1250MHZ
- Shadertakt: 800MHZ
- Streamprozessoren: 352 4D
- ROPs (Raster Operation Units): 32
- DirectX Api: DX 11 (Kompatibel mit DX 9 & DX 10)
- Shader Version: SM 5
- AF (Anisotropischer Filter): Bis zu 16x AF
- AA (Anti Aliasing): MSAA, Adaptive AA, MLAA, EQ AA, Edge Detect
- CF (CrossFire): Ja / Max. 4 Way CrossFire
- PCI-Express: V 2.1 / 16x (Kompatibel mit V 1.0, 1.1 & 2.0)
- Chip-interne Ramdacs: 2x je 400MHZ
- Max. Auflösung: 2560 x 1600 @ 32 Bit 60HZ Dual Link
- Anschlüsse: 2x DVI, 1x HDMI, 2x Mini DP
- Preis: 280€
Erscheinungsbild der Grafikkarte
Da es sich um eine Referenzkarte handelt, gibt es nicht viele Unterschiede zu anderen 6950er Modellen. Sapphire hat ein anderes Logo auf die Kühlerabdeckung geklebt und auf dem Radiallüfter prangt das Sapphire Logo.
Ansonsten unterscheidet sich die Karte nicht von anderen 6950 Beschleunigern. Das PCB ist in Schwarz gehalten und wird auch auf der Rückseite von einer Metallplatte bedeckt.
Da die Grafikkarte auch Eyefinity unterstützt, sind entsprechend viele Monitor Anschlüsse vorhanden. Neben 2 DVI Anschlüssen, befinden sich auch 2 Mini Display Port Anschlüsse und ein HDMI Anschluss auf der Grafikkarte. Desweiteren befindet sich ein ominöser Schalter auf dem PCB, dazu aber später mehr.
Das Zubehör ist nicht gerade üppig, aber ausreichend. Sapphire legt 2 Stromadapter, eine Treiber CD, eine CrossFire Brücke, einen Mini DP zu DP Adapter, einen DVI zu VGA Adapter, ein 1.8m langes HDMI Kabel, sowie einen Coupon für die Registrierung der Grafikkarte.
Wer die Karte registriert, kann sich das Spiel Rainbow Six Vegas 2 sowie das Game Raynman Raving Rabits 2 kostenlos downloaden.
Für registrierte User bietet Sapphire auch das Übertaktungstool TRIXX an, welches sich allerdings noch im BETA Stadium befindet, dazu aber später mehr.
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Wie wir schon zu Beginn erwähnt haben, testen wir dieses Mal mit 2 Testsystemen. Zum Einen haben wir einen AMD Phenom II X6 1090T, zum Anderen muss der neue Core I5 2500K zeigen, was in ihm steckt. Beide CPUs liefen während der Tests mit 4,2GHz, was das Maximum beim 1090T war. Im Bios stellten wir lediglich die VCore ein und wählten die SSD als Bootplatte, alle restlichen Einstellungen wie etwa HT oder BCLK liefen auf Standard. Der RAM wurden auf beiden Systemen mit 1600 CL8 betrieben.
AMD - CPU: AMD Phenom II X6 1090T
- RAM: Corsair 2x 4GB DDR3 1600 CL8
- Mainboard: Asus Crosshair IV Formula
- Grafikkarte/n: Sapphire 6950 Single / Multi GPU
- Netzteil: Corsair HX 750W
- SSD/HDD: Crucial Real SSD 64GB / Hitachi 500GB
- Laufwerk: LG BH10LS30
- Betriebssystem: WIN 7 Ultimate
- Treiber: 11.1a Hotfix
- Sonstiges: Alle Treiber auf dem neuesten stand
Intel - CPU: Intel Core I5 2500K
- RAM: Corsair 2x 4GB DDR3 1600 CL8
- Mainboard: Asus P8P67 Pro
- Grafikkarte/n: Sapphire 6950 Single / Multi GPU
- Netzteil: Corsair HX 750W
- SSD/HDD: Crucial Real SSD 64GB / Hitachi 500GB
- Laufwerk: LG BH10LS30
- Betriebssystem: WIN 7 Ultimate
- Treiber: 11.1a Hotfix
- Sonstiges: Alle Treiber auf dem neuesten Stand
Anmerkung
Den Turbo Modus haben wir bei beiden Systemen deaktiviert, da der 1090T sowie schon am Limit lief und das Asus P8P67 schaltete immer alle 4 Kerne um 3 Stufen höher, somit hätte das Intel System einen unfairen Vorteil gehabt.
Benchmarks Synthetische Benchmarks - 3D Mark Vantage DX10
- 3D Mark 11 DX11
- Unigine Heaven 2.1 DX11
Spiele DX9 - Call of Duty Modern Warefare 2
- Gothic III inkl. Community Patch 1.74
- Mafia II
Spiele DX10 - Anno 1404
- Crysis Warhead
- FarCry 2
- Just Cause 2
Spiele DX11 - Alien vs. Predator
- Battlefield Bad Company 2
- Colin McRea DiRT2
- Metro 2033
- S.T.A.L.K.E.R Call of Pripyat
Für die Benchmarks wählten wir den brandneuen 11.1a Hotfix, der eine neue Funktion einführt, aber dazu später mehr.
Im Test wird auch eine 6970 bzw. 6970 CrossFire auftauchen. Eines vorweg, nein wir haben weder eine 6970 noch zwei. Es wurde auf die beiden 6950 Karten ein modifiziertes Bios aufgespielt, welches alle Shader aktiviert und mit dem MSI Afterburner wurden die Taktraten der 6970 eingestellt.
3D Mark Vantage Intel 2500K @ 4,2GHz
Dank der 4200MHz ist das CPU Limit nach oben gerückt, wodurch die Grafikkarten ihre Leistung besser entfalten können. Dennoch limitiert immer noch die CPU. Beim Vantage werden quasi 100MHz mehr Takt auf der CPU mit 200 - 300 Punkten belohnt.
AMD 1090T @ 4,2GHZ
Wie unschwer zu erkennen ist fehlt es dem X6 etwas an der Pro MHz Leistung. Je höher die Auflösung ist desto geringer wird der Unterschied.
AMD & Intel @ 3,3GHZ
Bei 3,3GHz ist der Unterschied zwischen der 6950 und 6970 sehr gering. Beide Plattformen bremsen die Karten aus was auch an der Auflösung liegt. Bei 1280 x 1024 spielen die MHz der CPU noch eine sehr große Rolle. Doch in so geringen Auflösungen verwendet keiner ein Multi GPU Setup, außer eben für Benchmarks.
3D Mark 11 AMD 1090T / Intel 2500K @ 4,2GHZ
Beim 3D Mark 11 sind die Ergebnisse schon enger beieinander, die CPU spielt hier bei weiten nicht so eine große Rolle als noch beim 3D Mark 06 oder Vantage das der Fall ist.
Auf einen Run mit 3,3GHz haben wir verzichtet da die Unterschiede marginal ausfallen. Die Unterschiede schwanken im Bereich von 200 – 300 Punkten.
Unigine Heaven 2.1 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Der Heaven Benchmark nutzt den vollen Umfang von DX11 und lässt sich in Punkto Qualität frei einstellen, deshalb haben wir uns für 2 Settings entschieden, um den Unterschied zwischen einer Karte und zwei Karten zu verdeutlichen.
Tessellation Normal: Full HD, 4x MSAA, 16x AF, DX11
Tessellation Extreme: Full HD, 8x MSAA, 16x AF, DX11
Der Test wurde immer 2x ausgeführt, da beim ersten Run immer wieder Daten in den RAM geladen werden. Auch hier zeigt sich die bessere Pro MHz Leistung des Intel trotz hoher Auflösung.
Call of Duty Modern Warfare 2 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Modern Warfare 2 erfreut sich dank der großen Community weiter großer Beliebtheit. Hier haben wir uns für uwei Settings entschieden, die den Unterschied zwischen Single GPU und Multi GPU deutlich machen sollen.
Setting 1: Full HD, 8x MSAA, 16x AF. In Game alles auf Max.
Setting 2: Full HD, 24x Edge Detect AA + Adaptive AA, 16x AF. In Game alles auf Max.
Wie man schön sieht, ist der Unterschied recht deutlich. Mit dem zweiten Setting kann es mit einer Single Karte schon eng werden wenn gerade viel los ist. Wer also auf höchste Qualität achtet, der wird sofern er denn ein Mainboard hat was zei Karten aufnehmen kann, auf Multi GPU setzen.
Diejenen denen es reicht in Game alles auf max. zu stellen oder gar mit weniger AA spielen weil sie einfach nur spielen wollen, reicht eine Karte mehr als aus.
Anmerkung
Auffällig war, dass beim AMD System die FPS bei extremen Rauch einbrachen, das konnten wir beim Intel System nicht beobachten. Dieses Verhalten ließ sich bei dem Level Washington D.C. immer reproduzieren.
Gothic III AMD & Intel @ 4,2GHZ
Die Gothic Community ist hart im Nehmen, doch was 2006 JoWood da auf die Kunden los ließ, war der Super Gau. Noch nie hatte ein Game so viele Fehler wie Gothic III und ohne Patch war an Spielen nicht zu denken.
Dennoch wurde es 2006 zum Spiel des Jahre gekürt.
Setting 1: Full HD, 2x SGSSAA, 16x AF, in Game alles auf max. + Ultra ini
Setting 2: Full HD, 8x SGSSAA, 16x AF, in Game alles auf max. + Ultra ini
Dank des Community Patches der satte 2GB groß ist, ist Gothic III so ziemlich BUG frei und sieht grafisch immer noch gut aus. Die Kollegen von der PCGH haben dazu noch an der ini gefeilt, was sich bei der Weitsicht bemerkbar macht. Dank dieser Modifikationen kann Gothic III auch noch heutige Grafikkarten ins Schwitzen bringen, wobei das CrossFire nicht ganz ausgelastet wurde.
Anmerkung
SGSSAA wurde absichtlich benutzt, da MSAA oder Edge Detect Schattenfehler hervorrufen. Und niemand spielt mit solchen Fehlern. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass Gothic III auf der SSD lag, das grenzt die Nachladeruckler auf ein Minimum ein und steigert den Spielspaß.
Mafia II AMD & Intel @ 4,2GHZ
Der lang ersehnte Nachfolger vom Action Hit aus dem Jahre 2002 sorgte für viel Aufregung. Leider kann das Game nicht ganz mit dem 1. Teil mithalten, was an der eher schwachen Story liegt.
Auch Grafisch findet man genug zu kritisieren, denn im Jahre 2010 sind matschige Texturen ein klares NO GO.
Zum Glück erbarmten sich Hobby-Programmierer und schoben hochauflösende Texturen nach.
Setting 1: Full HD, 2x SGSSAA, 16x AF, in Game alles auf Max.
Setting 2: Full HD, 8x SGSSAA, 16x AF, in Game alles auf Max.
Beim zweiten Setting sind die beiden Systeme wieder näher beieinander, da die Grafikkarten da eher limitieren. Mit einer Karte wird es mit dem zweiten Setting schon eng, das liegt daran, dass das SGSSAA sehr viel Leistung kostet.
Anmerkung
Trotz SGSSAA sieht man immer noch Treppchen, das liegt leider daran, dass die verwendete LS3D Engine so ihre Probleme mit AA hat. Viel mehr als das AA ist aber die Tatsache, dass viele Objekte matschig sind. Im Jahr 2010 muss das nicht mehr sein.
Anno 1404 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Der Strategiehit aus Deutschland darf oder sollte in keiner Sammlung fehlen. Mit Anno 1404 gelang Entwickler Blue Byte ein sehr gutes Strategie Spiel welches auch in Punkto Grafik überzeugen weiß.
Setting 1: Full HD, 4x MSAA + Adaptive AA, 16x AF, alles in Game auf max. DX 10
Setting 2: Full HD, 12x Edge Detect AA, 16x AF, alles in Game auf max. DX 10
Als typisches Strategie Spiel ist Anno 1404 CPU limitierend, aber Anno kann auch anders. Im Setting 2 liegt das Limit bei den Grafikkarten, hier zeigt sich auch, dass das AMD System etwas im Vorteil ist.
Anmerkung
Gelegentlich traten schwarze Flecken auf die aber schnell wieder verschwanden. Gerade bei nicht erforschten Gebieten war dass der Fall. Dieser Phänomen trat bei beiden System und sowohl im Single als auch im CrossFire betrieb auf, weshalb wir den Treiber dafür verantwortlich halten. Zumal ein Gegentest mit dem 10.12a Hotfix dieses Verhalten nicht zeigte.
Crysis Warhead AMD & Intel @ 4,2GHZ
Crysis Warhead ist der Nachfolger von Crysis das 2008 mit eindrucksvoller Grafik jede Grafikkarte das Fürchten lehrte. Warhead ist aber nicht genügsamer, denn in Punkto Grafik haben die Entwickler nochmal etwas nachgebessert und gerade mit allen Details, braucht das Spiel sehr viel VRAM.
Setting 1: Full HD, 4x MSAA, 16x AF, DX 10 Enthusiast, Level Ambush
Setting 2: Full HD, 8x MSAA + Adaptive AA, 16x AF, DX 10 Enthusiast, Level Ambush
Crysis & Crysis Warhead sind nach wie vor echte Grafikhammer, doch nicht nur die Grafikkarte sollte potent sein. Was viele nicht wissen: Trotz der mangelnden Multi Core Optimierung ist eine schnelle CPU von Vorteil. Hier kann sich der 2500K mit seiner sehr guten Pro MHz Leistung deutlich behaupten, gerade was Multi GPU angeht führt kein Weg an der Intel CPU vorbei.
Anmerkung
Beim CrossFire Test konnte das AMD System die beiden Karten nicht ganz auslasten was erklärt, dass da so ein großer Unterschied ist. Während des Benchmarks lag die Auslastung beim AMD bei 75%, die Intel CPU hingegen konnte beide Karten mit 100% auslasten.
Die AMD CPU konnten wir noch um 100MHZ auf 4300MHZ takten, mehr wollte dann aber auch nicht stabil laufen und mit 4300MHZ war kein Unterschied festzustellen.
Far Cry 2 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Der vermeintliche Far Cry Nachfolger konnte zwar grafisch einige ins Staunen versetzen, doch die Story überzeugte nur wenige. Das Spiel wurde schnell eintönig.
Setting 1: Full HD, 8x MSAA, 16x AF, DX 10, max. Settings, Level Ranch Small
Setting 2: Full HD, 24x Edge Detect AA, 16x AF, DX 10, max. Settings, Level Ranch Small
Auch hier wieder das gewohnte Bild. Mit einer Karte sind beide Systeme eng beieinander, bei CrossFire hat der Intel einen Vorteil. In der Praxis wird man jedoch keinen Unterschied feststellen.
Anmerkung
Wir konnten keine Auffälligkeiten feststellen, der integrierte Benchmark lief auf beiden Systemen ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Just Cause 2 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Am Nachfolger zu Just Cause haben die Entwickler von den Avalanche Studios zwar fast vier Jahre gearbeitet, auf den ersten Blick wirkt trotzdem vieles vertraut. Wieder gibt es eine große Insel, erneut soll ein Regime gestürzt und dafür so viel Chaos wie möglich angerichtet werden.
Setting 1: Full HD, 8x MSAA, 16x AF, DX 10, alles auf Max.
Setting 2: Full HD, 12x Edge Detect AA, 16x AF, DX 10, alles auf Max.
Die Avalanche Engine welche bei Just Cause 2 zum Einsatz kommt, bringt dank des massiven Einsatzes von SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) immer noch High End Systeme ins Schwitzen.
Anmerkung
Während des Tests kam es beim AMD System zu gelegentlichen Slow Downs auf bis zu 10 FPS, die Ursache konnten wir allerdings nicht ausmachen. Wären diese Aussetzer nicht gewesen, dann wären beide Systeme auf gleichen Level und man würde keinen Unterschied merken, da bei dem Spiel die Grafikkarte limitiert.
Alien vs Predator AMD & Intel @ 4,2GHZ
Schleimige Aliens, Unsichtbare Jäger und mitten drin die Space Marines. Alien vs. Predator zündet ein Action Feuerwerk, dass dank DX11 optisch ansprechend umgesetzt wird.
Setting 1: Full HD, 4x FSAA, 16x AF, SSAO off, DX 11
Setting 2: Full HD, 8x MSAA, 16x AF, SSAO on, DX 11
Alien vs. Predator war eines der ersten Games welches auf DX11 setzte und somit auch mit Tessellation Effekte glänzte. Doch die Engine protzt auch mit Volumetrischen Rauch & sehr schönen Schatten Effekten. All das setzt natürlich einer GPU schwer zu, was man auch am Ergebnis sehen kann.
Anmerkung
Während des Tests traten keine Überraschungen oder Probleme auf
Beide Systeme zeigen im zweiten Setting annähernd die gleiche Performance.
Battlefield Bad Company 2 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Einer der beliebtesten Multiplayer Shooter geht mit einer Frischzellenkur und zerstörbaren Objekten auf Kundenjagd.
Setting 1: Full HD, 8x MSAA, 16x AF, in Game alles max. DX 11
Setting 2: Full HD, 12x Edge Detect AA + Adaptive AA, 16x AF, in Game alles max. DX 11
Der Online Shooter verlangt nicht nur den Grafikkarten so einiges ab. Nein, auch der Prozessor spielt eine sehr wichtige Rolle.
Bad Company 2 ist das erste Spiel, wo der Unterschied auch mit einer Karte sehr groß ist. Vom Multi GPU Setup ganz zu schweigen. Der X6 kann selbst mit 4,2GHz die beiden Karten nicht auslasten und so brechen die FPS bei extremen Feuergefechten schon mal ein.
Anmerkung
Trotz AA sieht man immer noch Treppchen, das liegt leider an der verwendeten Engine. Dennoch sieht das Bild mit AA viel besser aus, vor allem das Gras sieht sehr schön aus.
Colin McRae DiRT2 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Das Rally Spektakel geht mit DiRT2 in die nächste Runde und Codemasters setzt dabei auf DX11. Doch nicht nur grafisch bietet DiRT2 einiges, so reist der Protagonist mit einem Wohnwagen der unordentlich aussieht. Und die Rennevents wählt man auf einer Landkarte die nur so vor Kaffeeflecken strotzt.
Setting 1: Full HD, 8x MSAA, 16x AF, DX 11, in Game alles Max.
Setting 2: Full HD, 24x Edge Detect AA, 16x AF, DX 11, in Game alles Max.
Auch DiRT2 verlangt der CPU so einiges ab, so kann sich der 2500K im Multi GPU Setup ordentlich absetzten, aber auch mit einer Single Karte profitiert man von der besseren Pro MHz Leistung.
Anmerkung
Bei beiden Systemen lief das Spiel ohne Probleme und es gab während der Tests keine Auffälligkeiten.
Metro 2033 AMD & Intel @ 4,2GHZ
Man stelle sich mal folgendes Szenario vor: Die Welt ist nach einem Nuklearkrieg so ziemlich unbewohnbar geworden, die Menschen leben zusammengepfercht in U-Bahn Tunneln und werden von mutierten Ratten, Geistern, Anomalien, Fliegendenmonstern und als wäre das noch nicht genug auch von Banditen attakiert. Willkommen in Metro 2033.
Setting 1: Full HD, AAA, 16x AF, DX 11, in Game alles max.
Setting 2: Full HD, 4x MSAA, 16x AF, DX 11, in Games alles max.
Die Entwickler von Metro haben sich anscheinend die Aufgabe gemacht Crysis als Hardware Killer ab zu lösen. Dies ist ihnen gelungen, denn Metro fordert beiden Systemen alles ab und es gibt Situationen wo es auch mit CrossFire eng wird.
Anmerkung
Ein 100% ruckelfreies Spielerlebnis hat man selbst mit zwei Karten nicht immer, es gibt Szenen wo die FPS Richtung 30 wandern und dann kann es leicht ruckelig werden. Das Ganze hängt aber vom User ab, denn die Mikro-Ruckler nimmt jeder anders war.
S.T.A.L.K.E.R Call of Pripyat AMD & Intel @ 4,2GHZ
STALKER ist von der Atmosphäre ein absoluter Hit. Die Entwickler haben das Areal rund um den Reaktor Tschernobyl erschreckend real nachgebildet.
Setting 1: Full HD, 4x MSAA, 16x AF, DX 11, alles max.
Setting 2: Full HD, 4x MSAA, 16x AF, DX 11, SSAO, alles max.
Der Endzeit Shooter STALKER geht mit Call of Pripyat in die dritte Runde und die Entwickler haben die angestaubte XRAY Engine optisch mit DX11 Features aufgepäppelt.
Die Frischzellenkur steht STALKER gut, die Atmosphäre profitiert nochmals von der Teils düsteren Grafik was sicherlich nicht leicht umzusetzen war.
Anmerkung
Wer das Game nicht gerade auf einer SSD liegen hat, der wird auch mit Multi GPU mit gelegentlichen Nachladerucklen zu kämpfen haben. Diese sind Engine bedingt und lassen sich nicht vermeiden.
Verbrauch
Der Verbrauch von Hardware ist bei stetig steigender Strompreise ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Doch da können wir Entwarnung geben, der Cayman ist jetzt nicht ein Stromschlucker, der Verbrauch ist der Leistung angemessen.
Für den Auslastungstest haben wir uns das Spiel Bad Company 2 ausgesucht, das belastet nicht nur die CPU sondern auch die Grafikkarten gut.
Wir haben bei beiden Systemen im Bios Setup Defaults geladen, haben die SSD als Boot ausgewählt und alles so belassen wie es Asus einstellt.
Im Idle beträgt der Unterschied zwischen einer & zwei Karten sehr gute 6W, das liegt am ULPS (Ultra Low Power State) Modus. Bei der 2. Karten werden viele Teile deaktiviert um Energie zu sparen.
Unter Last sieht das ganze etwas anders aus. 60W Trennen die Systeme, was nicht wenig ist aber angesichts des neueren Fertigungsprozesses des 2500K nicht weiter verwunderlich ist.
Beide Systeme @ 4,2GHZ
Für die 4,2GHZ haben wir im Bios die v-core für die CPU angepasst und den Turbo deaktiviert. Alles andere ließen wir unangetastet.
Wer sich jetzt wundert warum das Intel System mit 4,2GHZ im Idle weniger braucht, dem können wir schon eines sagen. Ein Messfehler ist es nicht, bei 4,2GHZ braucht die Intel CPU weniger als Intel vorgibt. Anders sieht es bei der AMD CPU aus, 4,2GHZ sind da schon ein sehr guter wert und wir müssen der CPU mehr geben als AMD einstellt.
Unter Last sieht es beim Intel ähnlich aus, trotz der Mehrleistung braucht das System mit einer Karte weniger und mit zwei Karten nur unwesentlich mehr, anders hingegen beim AMD System.
Wenn man die Auslastung der beiden Karten im AMD System bedenkt, ist der Verbrauch extrem. Wir wollen auch noch anmerken das beim AMD System die Grafikkarten nicht voll ausgelastet wurden, sonst wäre der Verbrauch noch gestiegen.
Doch Moment
Aufmerksamen Lesern wird jetzt auffallen das wir auch 6970 Werte in den Benchmarks stehen. Doch wir haben keine 6970. Bei den Fotos der 6950 haben wir den kleinen Schalter erwähnt, wenn dieser auf 1 steht dann kann man das Bios überschreiben.
Der Unterschied zwischen der 6950 und der 6970 sind die Shader und die Taktraten, man kann also ein 6970 Bios auf eine 6950 flashen und schon ist die 6950 eine 6970.
Wir haben allerdings ein modifiziertes 6950 Bios mit freigeschalteten Shadereinheiten verwendet, da der VRAM der 6950 andere Spezifikationen hat als der der 6970.
So haben wir nach dem Flash lediglich die Taktraten angepasst.
Beide Systeme @ 4,2GHZ + 6950 @ 6970 Takt
Im Idle ändert sich nichts, da die 6950 und die 6970 auf 250MHZ GPU und 150MHZ VRAM runter takten. Unter Last kann man unsere Werte jetzt nicht auf eine 6970 übertragen. Die 6970 bekommt normal unter Last 1.175 ab, dank des Asus Mod Bios bleiben die Volt unter Last auf 1.10, was den geringen Unterschied erklärt.
Aber gut, warum mehr Volt geben als benötigt.
Lautstärke
Da wir keine Messinstrumente haben, geben wir unseren Eindruck wieder.
Eines vorweg, für Silent Systeme ist die 6950 im Referenzdesign nichts. Dennoch als laut können wir die 6950 auch nicht bezeichnen, die Karte ist im Idle nicht aus unserem gedämmten Gehäuse heraus zu hören was schon mal gut ist.
Unter Last dreht sie dann leicht hörbar vor sich hin, wer ein Boxensystem angeschlossen oder ein Headset hat wird die Karte nie hören. Im CrossFire nimmt die Lautstärke minimal zu, störend wird diese allerdings nie.
Hier müssen wir aber auch erwähnen dass es auf das Gehäuse, die Belüftung sowie auf das verwendete Mainboard ankommt. Unsere Mainboards lassen viel Platz zwischen den beiden Karten, somit kann die Luft besser zirkulieren und die Lautstärke hält sich in Grenzen, der 18cm Lüfter der vorne Frischluft anzieht tut sein übriges.
Bei einem Gehäuse welches schlechter Belüftet ist können die Karten oder die Karte durchaus wärmer bzw. lauter werden.
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Wie auf dem Bild gut zu erkennen ist, haben die beiden Karten genügend Abstand zu einander sodass die Luft gut zirkulieren kann. Vorne im Gehäuse sorgt ein 18cm Lüfter für Frischluft.
Temperaturverhalten
Das Temperaturverhalten hängt nicht zuletzt vom Gehäuse ab.
In unserem Fall sorgt ein 18cm Lüfter für die nötige Frischluftzufuhr und Frischluft wird auch benötigt, gerade im CrossFire Betrieb steigt die Temperatur um 11° wenn die Karten keinen Luftstrom abbekommen. Und wenn die Temperatur steigt, steigt auch die Lautstärke und ab 80° wird es merklich lauter.
Natürlich hat nicht jeder ein Case das einen 18cm Lüfter beherbergt, denn wir haben den auch nachgerüstet. Also haben wir den kurzer Hand gegen einen 12cm Lüfter getauscht.
12cm Case Lüfter
Da der 12cm Lüfter bei gleicher Lautstärke weit weniger Luft befördern kann, steigt die Temperatur etwas. Allerdings ist es immer noch besser als ohne Frischluftversorgung.
Natürlich sind die Temperaturwerte abhängig von der Raumtemperatur, während unserer Tests betrug diese 24°
OverclocGast
Wir haben ganz am Anfang das overclocGast Tool TRIXX erwähnt, das sich aktuell noch im BETA Stadium befindet. Leider konnten wir die Software nicht dazu überreden zu starten.
Also haben wir den MSI Afterburner in der aktuellen Version 2.1.0 BETA 6 verwendet. Damit lässt sich nach Lust und Laune übertakten. Beim ersten Versuch haben wir die Volt nicht verändert.
Das Limit ohne Volt Erhöhung lag bei 910MHZ GPU und 1400MHZ VRAM. Das sind 110MHZ mehr auf der GPU und 150MHZ mehr am VRAM.
OverclocGast mit Volt Erhöhung
OC - war das übertakten ohne Volt Anhebung. Wir haben bei OC + die Volt von 1.10 auf 1.175 angehoben. Es ginge zwar noch weit mehr, allerdings steht dann die Lautstärke zu keinem Verhältnis zum Performance Gewinn. Mit 1.175 konnten wir die GPU auf 950MHZ und den VRAM auf 1430MHZ anheben. Mit 1.25 Volt konnten wir noch 1000MHZ GPU herauskitzeln, aber wie schon erwähnt, die Lautstärke steigt dann auf Turbinen Niveau.
Verbrauch mit overclocGast
Natürlich steigt auch mit übertakten der Verbrauch, hält sich aber noch im Rahmen. Doch wie immer gilt, wenn ein Spiel mit einer Grafikkarte nicht spielbar ist, ändert übertakten nur bedingt was daran. Und CrossFire Besitzer profitieren durchs übertakten auch nur bedingt, klar man hat mehr FPS. Aber spielbar bleibt spielbar und keiner merkt den Unterschied zwischen 100 oder 110 FPS.
Undervolten
Hardware lässt sich nicht nur übertakten, man kann auch die Volt reduzieren um Strom zu sparen. Im Idle kann man nichts mehr sparen, da die Karten sowie schon sehr tief takten und die Volt reduzieren.
Unter Last sieht das jedoch anders aus. Bei unseren Modellen konnten wir die Volt von 1.10 auf 1.02 senken. Das spart nicht nur 30W ein, auch die Temperatur und Lautstärke sinkt, da der Lüfter nicht mehr so hoch aufdreht.
Radeon Pro Tool
Multi GPU ist toll, doch was ist wenn ein Spiel mit einer Karte besser läuft oder die FPS auf 30 limitiert werden? Nehmen wir mal an, man spielt Command & Conquer Tiberium Wars. Das Game stellt keine großen Anforderungen an die Grafikkarte und ist auf 30FPS limitiert.
Es ist also unsinnig CrossFire bei dem Spiel laufen zu lassen, doch wenn man im Treiber CrossFire deaktiviert, verstellen sich alle Symbole auf dem Desktop und es total unpraktisch.
Mit dem Radeon Pro Tool lassen sich Profile anlegen. Wenn das Profil angelegt ist, hat man allerhand verschiedene Auswahlmöglichkeiten wie Anti Aliasing, Anisotropische Filterung, Vsync, usw….
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Wir interessieren uns aber für den dritten Raster “TWEAKS“.
Da gibt es den Punkt “MVPU Mode“. Mit diesen Punkt lässt sich CrossFire aktivieren, deaktivieren und es lässt sich die Berechnungswiese von CrossFire bestimmen. Wir deaktivieren es. Der Treiber zeigt weiterhin an das CrossFire aktiviert ist aber sobald das entsprechende Game gestartet wird, geht nur eine Karte in den 3D Modus. Die 2. Karte bleibt im 2D.
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Wir können aber auch Besitzern einer Single Karte das Radeon Pro Tool empfehlen. Mit dem Tool lassen sich Profile vom MSI Afterburner einbinden. So kann man bei älteren Spielen ein Sparprofil falls vorhanden einbinden.
Tessellation
Wir haben auch zu beginn erwähnt dass der 11.1a Hotfix eine neue Funktion hat. Diese hört auf dem Namen Tessellation und steht von Haus aus auf AMD Optimzed.
Wenn man diese auf Manuell stellt, so kann man den Regler von Aus auf 64x verschieben und so den Grad der Berechnung selbst bestimmen. Je geringer dieser Wert ist, desto weniger Polygone werden berechnet.
Diese Funktion ist speziell für Karten der 1. DX11 Generation von AMD interessant, den Optisch ist oft wenig Unterschied oder zu viel Tessellation lässt oft Objekte aufgeblasen wirken.
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Das erste Bild zeigt Tessellation Extreme eingestellt im Heaven Benchmark. Das zweite Bild zeigt das im Treiber eingestellt 8x Tessellation, im Heaven ist immer noch Tessellation Extreme eingestellt. Die neue Funktion ist im Moment noch im BETA Stadium und aktuell lassen sich keine Profile damit anlegen. Heißt, man müsste bei jeden DX11 Spiel den Regler immer von Hand verschieben, wenn einen FPS wichtiger sind als Grafik.
Es bleibt also ab zu warten was AMD mit der Funktion noch macht, Potenzial hat die Funktion jeden Falls genügend. Wir das Thema weiter verfolgen.
Fazit zur 6950
Wir können die 6950 uneingeschränkt empfehlen, die Leistung ist sehr gut, die Lautstärke geht in Ordnung, obwohl Silent Freaks werden entweder auf andere Kühllösungen warten oder selber einen anderen Kühler montieren. Der Verbrauch geht für die Leistung auch in Ordnung und es ist noch Potenzial sowohl für OC als fürs undervolten.
Und natürlich lassen sich die 6950 Karten zur 6970 machen, es gibt zwar keine Garantie das es funktioniert doch es gibt schon zahlreiche User die die 6950 Karten mit 6970 Bios betreiben.
AMD hat auch nicht Grundlos den Schalter für die beiden Bios montiert. Bei der Bildqualität konnten wir keine Auffälligkeiten feststellen, der 11.1a Hotfix ist ein sehr guter ausgewogener Treiber.
Unsere beiden Karten sind Full Retail Karten, der Käufer bekommt dafür ein 1.8m Langes HDMI Kabel, einen Coupon für 2 Spiele falls die Karte registriert wird. Das restliche Zubehör ist Standard, dennoch spielt die Sapphire Karte auch Zubehör technisch in der oberen Liga.
Zum Zeitpunkt des Kaufes kosteten die Karten 280€, was schon damals ein guter Preis war. Aktuell ist dieser schon auf 240€ gesunken. Der Preis geht für die gebotene Leistung voll in Ordnung, die Karte spielt im oberen High End und im CrossFire im absoluten High End Segment mit.
Wenn man bedenkt dass 2 6950 Karten aktuell 70€ mehr kosten als eine GTX 580 und dabei dank 2GB VRAM mehr Reserven aufweisen ist der aktuelle Straßenpreis TOP.
Techfacts meint: Für Preisbewusste Hardcore zocker, die keine Kompromisse in Sachen Grafik machen und für Freunde des OverclocGast.
Bewertung Ausstattung - Mitgelieferte Kabel: ++
- Handbuch: +
- Spielebundle: +
- Extra Software: -
erreichter Prozentanteil: 11% (max. erreichbarer Prozentanteil: 15%)
Eigenschaften der Grafikkarte - Verabeitung: ++
- Lautstärke: -
- Bildqualität in 2D: ++
- Bildqualität in 3D: ++
- Temperatur: +
- Stromverbrauch: +
erreichter Prozentanteil: 25% (max. erreichbarer Prozentanteil: 30%)
Spiele Leistung - 3D Performance: ++
- Hohe Auflösung: ++
- AA Leistung: ++
- AF Leistung: ++
- Multi GPU Leistung: ++
Erreichter Prozentanteil: 55% (max. erreichbarer Prozentanteil: 55%)
Bezeichnung: HD 6950
Hersteller: Sapphire
Webseite: sapphiretech.de
Preis: ab ca. 232€
Preis/Leistung: Gut
Erreichter Gesamtprozentanteil: 91% von möglichen 100%
Legende:
-- = sehr schlecht
- = schlecht
+ = gut
++ = sehr gut
Autor: Ralf Torner alias Gast