1. Windows 2003 - Noch nie gehört!
Windows 2003(NT5.2) ist der direkte Nachfolger von Windows 2000 Server. Das Windows 2000 Server "nur" die Server-Variante von Windows 2000 war, ist einleuchtend. Nun hat sich Microsoft allerdings als Marketing Gründen dazu entschlossen die Client-Version von Windows 2003 Windows XP zu nennen.
Allerdings ist Windows 2003 kein XP mit Serverapplications, sondern vielmehr eine strikte Weiterentwicklung von XP, was sich anhand der internen Bezeichnungen auch sehr schön nachvollziehen lässt.
- Windows NT3.5
- Windows NT4
- Windows 2000 (Windows NT5)
- Windows 2000 Server (Windows NT5)
- Windows XP (Windows NT5.1)
- Windows 2003 (Windows NT5.2)
- Windows XP 64bit (Windows NT5.2)
An den internen Bezeichnungen läßt sich wunderbar nachvolziehen, das Windows 2000 Server "lediglich" ein erweitertes Windows 2000 (Pro) war, 2003 allerings eine Weiterentwicklung darstellt.
Auf Winows XP 64bit, das ja augenscheinlich die gleiche Entwicklung durchgemacht hat, gehe ich später noch kurz ein.
2. Wieso sollte/sollte man nicht ein Server Betriebssystem auf dem Client einsetzen?
2.1 Vorteile
Im Gegensatz zur, sicherlich berechtigten, ersten Annahme der Meisten ist Windows 2003 nicht mit unnötigen Extras, die der normale User nicht braucht, vollgestopft. Ganz im Gegenteil, Windows 2003 (ab jetzt nurnoch W2k3) kommt sehr schlank daher in der Standardinstallation und wird später erst für seinen Einsatzzweck modular aufgerüstet. Daraus resultieren außerordentlich schnelle Bootzeiten und ein sehr flott laufenden OS.
Desweiteren läuft W2k3 außerordentlich stabil. Nichtnur das dank der Weiterentwicklung des Kernels der Unterbau stabiler läuft als beim Client, auch aufgehangene Programme werden besser abgefangen. Hat sich beim Client ein Programm "aufgehangen" steht meist das ganze system, da sich das programm einfach die ganze Leistung schnappt und für Fehlberechnungen benötigt, oft sind dann nichteinmal genügend Ressourcen vorhanden um das fehlerhafte Programm zu beenden, dann hilft nurnoch ein Kaltstart, das ist beim Server nicht so, selbst wenn sich die Komplette GUI "abgeschossen" hat hält sich das System und seine Dienste noch auf den Beinen.
Eines der größten Vorteile ist der Lange Support. mindestens noch bis 2013, vorraussichtlich jedoch deutlich länger, da der Nachfolger sehr lang hat auf sich warten lassen(bzw immernoch nicht "raus" ist).
Zu guter letzt ein Vorteil auf den bereits an anderer Stelle tiefer eingegangen wurde: Trotzdem W2k3 ein 32bit betriebssystem ist (und somit die Treiberunterstützung sowie der Support von Software extrem hoch ist, da 2k3 unteranderem nahezu alle XP Treiber unterstützt) kann es dank PAE biszu 64GB ram adressieren und ist somit auch noch einige Jahre für den einsatz als Gaming und Powerusersystem geeignet.
2.2 Nachteile
Wo Licht ist, da ist auch Schatten, das weiß jeder Fünftklässler der schonmal Physik hatte. Natürlich ist das auch hier der Fall.
Den größten und schockierendsten Nachteil zuerst. Windows 2003 Kostet in der Enterpise Edition (die als Einzige, neben der Datacenter edition, die für normale PCs nicht geeignet ist, die alle genannten Vorteile bietet) ca. 4000€.
Das das natürlich für ein Client-OS völlig inakzeptabel ist, ist klar. Allerdigns kann der Privatanwender auch eine "günstige" Version für ca. 250€ erstehen, was immernoch ein stolzer Preis ist, aber nicht unbezahlbar.
Freunde von dunklen Gassen und illegalen Machenschaften wird es freuen, dass W2k3 nahezu keine Kopierschutzmechanismen wie WGA hat.
Ein weiterer Nachteil ist der Aufwand den man zu betreiben hat um es Client fähig zu bekommen, eine Installation eines XP (das Schließt die Konfiguration mit ein!) dauert ca. 2-3 Stunden, bei W2k3 sitzt man gut und gerne eine Stunde länger dran. Dafür sollte man bedenken: Ein XP installiert der Durchschnittsuser mindestens einmal im Jahr neu, meist öfter. In der Regel wird W2k3 aber nur einmal isntalliert und läuft dann ewig.
Es gibt noch einige weitere Nachteile, die aber allesamt im Punkt 3 aus dem Weg geräumt werden.