IT-Systemelektroniker

Er arbeitet für EDV-Dienstleister, im Computereinzelhandel oder in der Kun-denbetreuung. Seine Aufgaben sind vielseitig: Er plant bzw. installiert kun-denspezifische Systeme der IT-Technik, konfiguriert sie und nimmt sie in Betrieb. Er wartet die Systeme, analysiert Fehler und beseitigt Störungen. Außerdem berät und schult er Kunden. Die Rede ist vom IT-Systemelektroniker bzw. von der IT-Systemelektronikerin.

IT-Systemelektroniker/-innen zählen zu den Elektrofachkräften und sind vor allem für die technische Planung und Durchführung von IT-Projekten verantwortlich. Die bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung zu diesem Beruf erfolgt in Betrieben, die Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik anbieten. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

Was sind die Ausbildungsvoraussetzungen?

Voraussetzung für die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bzw. zur System-Elektronikerin sind die Fachoberschulreife sowie ein hohes Interesse für Computer und Elektronik. Hinzu kommen eine gute Auffassungsgabe sowie mathematische und physikalische Grundkenntnisse. Außerdem natürlich die Bereitschaft, sich im Rahmen eines Teams technisch-beratende Kompetenzen anzueignen und sie im Innen- und Außendienst flexibel einzusetzen.

Für eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker, der meistens als Grundlage für eine Spezialisierung auf Computersysteme dient, entscheidet man sich sinnvollerweise erst nach einem Praktikum in einem Betrieb der IT-Branche.

Was beinhaltet die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und bringt sehr viel Abwechslung. Auf die Frage, warum er sich für die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker entschieden hat, antwortet Julian Schulze Dieckmann, IT-Systemelektroniker bei der Vodafone D2 GmbH in Dortmund auf IT-Berufe.de: „Die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker deckt viele Teile der IT-Technik ab. Die Ausbildung wird dadurch natürlich sehr interessant, dass man von allem etwas mitkriegt und ständig neue Aufgaben findet, die einen herausfordern.“ Als Beispiele nennt er die Fehleranalyse des Funknetzes und die direkte Behebung des Problems, die Konfiguration und Optimierung von Basisstationen sowie das Prüfen der Netzabdeckung bei Kundenbeschwerden.

Struktur und Zielsetzung der Ausbildung geben vor, dass für eine Berufstätigkeit in der IT-Technik während der gesamten Ausbildungszeit 50 Prozent gemeinsame Kenntnisse und Fertigkeiten (Kernqualifikationen) und 50 Prozent berufsspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten (Fachqualifikationen) zu vermitteln sind – und zwar einerseits durch den Betrieb und andererseits durch das zuständige Berufskolleg.

Bei der Abschlussprüfung hat der Prüfling im Teil A eine betriebliche Projektarbeit von höchstens 35 Stunden durchzuführen und zu dokumentieren. Dadurch soll er belegen, dass er Arbeitsabläufe unter wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Vorgaben selbstständig planen und umsetzen kann. Durch Präsentation in einem anschließenden Fachgespräch soll der Prüfling die Vorgehensweise im Projekt begründen.

Im Teil B geht es um die schriftliche Lösung von Aufgaben zu praxisrelevanten Themen, die ihrem Inhalt nach prozessorientiert, arbeitsauftragsbezogen und/oder branchenspezifisch sind. Außerdem geht es um die Lösung von Aufgaben aus der Wirtschafts- und Sozialkunde.

Welche Aufgaben bringt der Beruf?

Nach ihrer Ausbildung können die frischgebackenen IT-Systemelektroniker/-innen in den unterschiedlichsten Bereichen eine Anstellung finden. Vor allem natürlich in Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik anbieten: bei Herstellern und Betreibern von Telekommunikationsanlagen und -netzen, bei Installationsbetrieben für Sicherheitstechnik und in Einzelhandelsunternehmen, die kundenspezifische Hardwarekonfigurationen anbieten. Außerdem sind sie in Ingenieurbüros tätig, die Netzwerke planen.

Wie schon angedeutet, sind ihre Aufgaben dabei äußerst vielseitig: Sie planen und installieren Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik einschließlich der entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke. Sie installieren die Stromversorgung und die Software und nehmen die Systeme in Betrieb. Sie realisieren kundenspezifische Lösungen durch Modifikation von Hard- und Software. Sie analysieren Fehler und beseitigen Störungen. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel Computersysteme, Festnetze, Funknetze, Endgeräte oder Sicherheitssysteme.

Verdienstmöglichkeiten und Zukunftschancen

Das monatliche Brutto-Ausbildungsgehalt eines IT-Systemelektronikers beträgt in den alten Bundesländern im ersten Ausbildungsjahr 686 Euro, im zweiten 727 Euro und im dritten 783 Euro. In den neuen Bundesländern liegt das Gehalt im ersten Ausbildungsjahr bei 663 Euro, im zweiten bei 709 Euro und im dritten bei 764 Euro.

Nach der Ausbildung verdienen IT-Systemelektroniker nach einer Umfrage von lohnspiegel.de durchschnittlich 2.833 Euro pro Monat, weiblich System-Elektronikerinnen hingegen nur 2.629 Euro. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge liegt das Gehalt in der Regel zwischen 1.935 bis 2.334 im Monat.

Die Bezahlung ist dabei wesentlich von der Qualifikation des oder der Betreffenden abhängig und lässt sich in vielen Fällen durch Weiterbildung deutlich steigern.

Zukünftige Einsatzgebiete sind z.B. die (Weiter-)Entwicklung, Installation und Wartung von funkbasierten M2M-Kommunikationssystemen und GPS-Ortungssystemen.

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