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Urheberrecht: Provider aus Österreich muss Kino.to sperren

Es war nur eine Frage der Zeit. Ein österreichischer Provider muss das Web-Angebot "kino-to" sperren. Das berichtet das Online-Magazin Golem.de. Kunden des Anbieters würden bei Sperrung nicht mehr auf die Video-Seite gelangen.

Der Verband "Verein Anti-Piraterie" hat eine einstweilige Verfügung durchgebracht, die einen Provider aus Österreich dazu verpflichtet, die Seite Kino.to abzuschalten. Laut Golem klagt der Verband seit November 2010 gegen das Portal oder vielmehr gegen den Internet-Anbieter, der dem Portal den Space zur Verfügung stellt. Grund: Österreichische Filme, die dazu urheberrechtlich geschützt sind, seien kostenfrei und illegal auf dem Portal streambar.

Auch IPs sollen gesperrt werden

Nach österreichischem Gesetzt sind die Provider dort verpflichtet, bei Urheberrechtsverletzungen, betroffene Seiten zu sperren und vom Netz zu nehmen. Der Anbieter UPC wartet jetzt nur noch auf die so genannten Sicherheitsleistungen der Filmwirtschaft. Diese müssen beim Gericht hinterlegt werden. Erst dann darf der Anbieter die Seite sperren. Golem berichtet weiter, dass nicht nur die Domain gesperrt werden soll. Vielmehr sollen auch alle IPs geblockt werden, über die die Seite erreichbar ist. Bisher können die Nutzer allerdings noch den Inhalt der Seite nutzen.

Der Betreiber von kino.to bietet ein Link-Pool von Filmen an, die dann meist per Flash im Browser gestreamt werden können. Bei den Inhalten handelt es sich in den meisten Fällen um urheberrechtlich geschütztes Material, welche oftmals auf Servern in Russland liegt. Dort ist der Staat noch nicht bereit, gegen die Rechtsverstöße vorzugehen. Die Sperren sind in Deutschland umstritten, weil dadurch auch andere Seiten verschwinden können, die mit den Verstößen nicht behaftet sind. Zudem werden auch gerne mal falsche Seiten vom Netz genommen.

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