Pro und Contra: IPTV
Warum ist das sogenannte IPTV das bessere TV? Über Prozent der Deutschen finden die Funktion des zeitversetzten Fernsehens sehr interessant. Wer sich mal eben eine Pizza bestellt, der muss die spannensten Stellen einer Sendung nicht mehr verpassen, denn durch das Timeshifting ist es möglich, aktuell laufende Sendungen mit der Fernbedienung zu pausieren. Arcor hat eine ebenfalls sehr interessante Idee für das zeitversetzte Fernsehen. Eine bereits begonnene Sendung kann man neu von Anfang starten, wenn man schon ein paar Minuten verpasst hat.
Video-on-Demand ermöglicht es, Sendungen und Filme zu dem Zeitpunkt zu sehen, wann auch immer man möchte. Die beste Sendezeit muss nicht unbedingt 20.15 Uhr sein, wer möchte, kann sich einen Film auch schon 13.42 Uhr ansehen. Alle sogenannten IPTV-Anbieter ermöglichen Zugriff auf eine sogenannte Onlinevideothek. Das bisher größte Angebot bietet T-Home mit derzeit über 5.000 Titeln. Zur Riesenauswahl zählen Kino-Highlights, aber auch alte Klassiker.
IPTV wird schon bald neue Features wie das interaktive Agieren ermöglichen. Das bedeutet, dass man zum Beispiel bei Wer wird Millionär aktiv mitraten kann. Außerdem ist geplant, dass die Shopping-Sender ausführlichere Produktinformationen per Knopfdruck bereitstellen. Mit einem Klick auf die Fernbedienung kann dann bestellt werden. Bisher stellt man sich das alles vor, wie lange es aber noch dauern wird, bleibt nur zu erahnen.
IPTV bietet heute schon Fernsehen in HD. HDTV steht für hochauflösendes Fernsehen in bester digitaler Qualität mit ungesehener Schärfe und brillanten Farben. Allerdings ist HDTV bisher nur über VDSL und T-Home Entertainment möglich. Man benötigt nämlich einen besonders schnellen Internetanschluss, damit alle Sendungen und Fernsehinhalte ordnungsgemäß dargestellt werden.
Leider gibt es bei dem neuen IPTV auch einige Nachteile. Zum einen benötigt man sehr gute IPTV-Verfügbarkeit und einen schnellen DSL-Anschluss. Zudem muss natürlich der Provider IPTV anbieten. Außerdem muss jedes TV-Gerät im Haushalt über eine eigene IPTV-Set-Top-Box verfügen, damit jeder individuell Fernsehen gucken kann. Von den erhöhten Kosten und den besonders hohen Ressourcenverbrauch der Internetbandbreite muss man gar nicht sprechen, das versteht sich von selbst.
Insgesamt finde ich, dass IPTV das Fernsehen der Zukunft ist. Alles entwickelt sich weiter, statt Fernsehen ohne Farbe guckt man nun hochauflösendes TV. Zwar kostet die Anschaffung der Hardware wie Router und Receiver relativ viel Geld, dennoch bieten viele Provider diese in Verbindung mit einem Langzeitvertrag wesentlich günstiger an. Damit später alle Fernsehen über den Telefonanschluss oder das Fernsehkabel empfangen, müssen die Leitungen noch erheblich ausgebaut werden. Mein Haushalt kann leider kein IPTV bewältigen.
Kommentare
18.07.2009, 22:50
Hallo,
ein interessanter Artikel und mich interessiert das Thema VDSL und das Empfangen von Online-TV in bester Qualität besonders. Du hattest schon recht, dass die Technik dafür zwar schon sein 1-2 Jahren ausgereift ist, aber die Verfügbarkeit von schnellem VDSL mit 25-100MB/s sich doch auf Grossstädte und eventuell dazugehörige Ballungsräume begrenzt.
Ich glaube derzeit ist nur der Raum von Rhein-Neckar, wo KabelBW einen Bandbreite von 100MB/s anbietet. In vielen anderen deutschen Grosstädten ist KabelDeutschland mit 32MB/s am Start und Telekom mit eigenen VDSL-Anschlüssen via 25-50MB/s verfügbar.
VDSL ist aber für IP-TV zwingend erforderlich und die Hardware daheim muss unbedingt stimmen, sodass das Erlebnis auch wahrgenommen werden kann. Gehört habe ich jetzt auch, dass der DSL-Anbieter 1und1 demnächst VDSL-Anschlüsse anbieten wird. Da wird Telekom sicher kooperieren, denn es mitunter beiden Seiten Pluspunkte und vor allem Einnahmen bringen kann.
Mein ADSL2+ Anschluss läuft im Herbst aus und dann möchte ich in die technische DSL-Innovation nämlich VDSL vordringen. Da bin ich gespannt, was mir der V-DSL-Markt in Rostock bieten kann.
GRüsse..