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Das muss eine Plastikkarte aushalten

Plastikkarten sind klein und unscheinbar und doch gehören sie zu unverzichtbaren Begleitern im Alltag – ganz gleich, ob es sich um den Personalausweis oder die EC-Karte handelt, die Bargeld schon längst als beliebtestes Zahlungsmittel abgelöst hat. Und selbst Visitenkarten werden inzwischen oft nicht mehr auf Papier, sondern auf Plastik gedruckt. Der Grund: Plastikkarten sind um einiges strapazierfähiger als Karten aus Kartonagen. Verschütten Sie beispielsweise einmal versehentlich Kaffee, sind die Informationen auf klassischen Visitenkarten im schlimmsten Fall unleserlich. Bei einer Plastikkarte hingegen reicht es, wenn Sie mit einem Lappen darüber wischen, um die Feuchtigkeit zu beseitigen. Doch was muss eine Plastikkarte wirklich aushalten?

Auf das Herstellungsverfahren kommt es an

Wie strapazierfähig eine Plastikkarte tatsächlich sein muss, hängt wesentlich davon ab, für welchen Zweck sie genutzt wird. So muss eine Karte mit eingebautem Chip, die sensible persönliche Daten enthält, wesentlich belastbarer sein, als etwa eine Visitenkarte oder eine Spielkarte aus Plastik. 

Beispielsweise wird zwischen Ein- und mehrschichtigen Plastikkarten unterschieden. Erstere werden im sogenannten Spritzgießverfahren produziert. Allerdings sind diese Karten qualitativ nicht sonderlich hochwertig und sehr kurzlebig, weshalb sie meist nur für Werbeaktionen und Mailings verwendet werden. Mehrschichtige Karten bestehen dagegen – wie der Name schon sagt – aus mehreren Schichten Kunststoff, die miteinander verschweißt werden. Weil diese äußerst stabil sind, stellen Mehrschicht-Karten auch die Basis dafür dar, wenn weitere Elemente in die Karte integriert werden sollen.

Die Belastbarkeit am Beispiel von Spielkarten

Ein einheitliches Kriterium, was Plastikkarten aushalten können müssen, gibt es folglich nicht. Denn bei einschichtigen Karten etwa gehen die Hersteller ohnehin nur von einer kurzen Lebensdauer aus, während ein Personalausweis mehrere Jahre lang halten muss. Das PC Magazin testete die Qualität von Plastikkarten anhand von Spielkarten. Diese wurden befühlt, aber auch gewaschen und zerrissen.

Die Tester stellten dabei fest, dass sich Spielkarten aus chinesischer Herstellung äußerst hart anfühlen und die Motive zwar qualitativ hochwertig gedruckt, die Karten jedoch schlecht beschnitten waren. Als hochwertiger schätzen die Tester dagegen die Spielkarten des Herstellers Copagein, der die Sets in Brasilien produzieren lässt. Diese Karten fühlen sich weicher an und sind sowohl sauber gedruckt als auch geschnitten. Gleiches gilt für den traditionsreichen italienischen Hersteller Modiano, der jedoch ein etwas dickeres Rohmaterial verwendet.

Den Härtetest, nämlich die Zerreißprobe, haben jedoch alle Hersteller bestanden. Wer die Karten zerreißen möchte, läuft im Gegenteil sogar Gefahr, dass er sich bei dem Versuch schneiden oder anderweitig verletzen könnte. Ähnlich dürfte das Ergebnis wohl auch bei den stabileren Mehrschichtkarten, die ohnehin aus dickerem Material bestehen, aussehen.

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