LTE in Deutschland: Telekom, Vodafone und O2 im Visier

Schnelles Internet ohne eine Kabelverbindung ist seit einiger Zeit kein Problem mehr. Das Stichwort lautet LTE. Der mobile Datendienst ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s und ist damit deutlich schneller als alles was es am Markt gibt. Doch wo gibt es LTE und wie teuer ist es?

Was ist LTE?


  • Autor: 
    mrgao
  • Quelle: 
    Depositphotos

LTE steht für Long Term Evolution und bezeichneten einen mobilen Übertragungsstandard, der in der Lage ist große Datenmengen zu übertragen. Insbesondere die geringen Latenzzeiten - also Verzögerungen der Datenpakete vom Start- zum Zielpunkt - machen LTE auch für Videotelefonie oder dergleichen einsetzbar.

Ist LTE auch in Deutschland verfügbar?

Ja, seit etwa Mitte 2010 ist auch in Deutschland der erste LTE-fähige Sendemast in Betrieb. Wenige Monate später hat der Provider Vodafone einen LTE-Surfstick für Kunden vorgestellt, mit dem diese in den Genuss eines schnellen und mobilen Internets gelangen können.

Ist LTE in Deutschland flächendeckend verfügbar?

Nein, der Ausbau von LTE geht seit der Versteigerung der Frequenzen zwar sehr gut voran, doch noch lange sind nicht alle Gebiete mit LTE versorgt. Insbesondere in großen Städten hat man von der LTE-Versorgung bisher noch Abstand genommen, da hier häufig alternative schnelle Verbindungen bereits zur Verfügung standen.

Wie gut ist die LTE-Abdeckung?

In etwa 12 Bundesländern sollen 90 Prozent der Gebiete mit sogenannten Breitband-Lücken, also ohne schnelles Internet, bereits mit LTE versorgt sein. Im Zuge des Ausbaus hält LTE auch langsam in den Vororten großer Städte sowie in Stadtzentren selbst Einzug.

Primär die Deutsche Telekom sowie Vodafone als Ersteigerer der LTE-Frequenzen treiben den Ausbau voran. Laut Angaben von Vodafone waren Mitte 2012 bereits fast 20 Millionen Haushalte mit LTE versorgt.

Ist LTE ein Ersatz für DSL und Kabel-Internet?

Bei LTE handelt es sich um einen sehr schnellen Übertragungsweg, weshalb dieser ohne größere Einschränkung auch als Alternative zu DSL und Kabel-Internet genutzt werden kann.

Problematisch ist hierbei jedoch viel häufiger der Aspekt, dass seitens der Provider bevorzugt DSL geschaltet wird, auch wenn es nur mit sehr geringen Geschwindigkeiten verfügbar ist, ehe man eine LTE-Verbindung bereitstellt. Diese Vorgehensweise hat sich inzwischen jedoch geändert.

Wofür ist LTE geeignet?

Im Kern kann man LTE als Breitband-Internetzugang für die bisher unversorgte ländliche Region betrachten. Durch LTE ist die Versorgung dieser häufig auch weitläufigen Gebiete schnell und ohne größere Probleme möglich.

Der zweite große Aufgabenbereich von LTE ist die Bereitstellung eines schnellen mobilen Internetzugangs in größeren Städten. Hier steht zwar häufig auch eine Alternative zur Verfügung, diese reicht meist jedoch nicht an die hohen Geschwindigkeiten von LTE heran.

Welche Provider bieten LTE-Surfsticks an?

LTE-Surfsticks in Verbindung mit weiteren Diensten erhalten Sie von den Providern, die auch die Frequenzbereiche ersteigert haben - das sind also die Telekom, Vodafone sowie O2.

Alle drei Provider bieten mobilen Internetzugang per LTE-Surfstick in Paketen mit anderen Dienstleistungen wie Telefon-Flat und vieles mehr.

Was kostet mich das Surfen per LTE bei den Providern?

  • Vodafone: Surfen mit rund 21 Mbit/s (15 GB Inklusivvolumen) und Telefon-Flatrate ist ab 34,99 Euro möglich. Surfstick mit rund 21 Mbit/s und unbegrenztem Volumen sind ab 24,99 Euro verfügbar.
  • Telekom: Call & Surf Comfort via Funk gibt es ab 34,95 Euro (10 GB Inklusivvolumen) zusammen mit einer Telefon-Flatrate.
  • O2: O2 Go bietet mit Surf Flat M ab 13,49 Euro ein Gigabyte Inklusivvolumen. Für 40,49 Euro stehen Ihnen mit der Surf Flat XXL zehn Gigabyte Inklusivvolumen zur Verfügung.

Die Inklusivvolumen werden monatlich betrachtet. Wird das Inklusivvolumen ausgeschöpft, fallen alle Anbieter auf eine langsamere Geschwindigkeit (meist 64 kbit/s) zurück.

Was Sie auch zum Thema interessieren könnte

Ratgeber