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Wie schnell ist mein Internet?

Das Internet verbindet weltweit Millionen Menschen, die wiederum milliardenfach Datenpakete verschicken. Damit Film- und Musikstreams ruckelfrei funktionieren und damit Bilder von A nach B zügig hochgeladen werden können, muss der Anschluss des jeweiligen Nutzers dementsprechend schnell sein. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Internet-Anschluss ankommt.


  • Autor: 
    zothen
  • Quelle: 
    Depositphotos

Internet: So prüfen und optimieren Sie die Geschwindigkeit Das Internet verbindet weltweit Millionen Menschen, die wiederum milliardenfach Datenpakete verschicken. Damit Film- und Musikstreams ruckelfrei funktionieren und damit Bilder von A nach B zügig hochgeladen werden können, muss der Anschluss des jeweiligen Nutzers dementsprechend schnell sein. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Internet-Anschluss ankommt.

Die Zeitungen und das Internet sind voll von Artikeln. Wie kann man sein Internet beschleunigen? Funktioniert das überhaupt? Wie messe ich meine Internet-Geschwindigkeit? Beschleunigt der Einsatz von Software die Geschwindigkeit im Internet? Gibt es Unterschiede bei der Wahl der Hardware, des Routers? Fragen, die seit DSL recht einfach zu beantworten sind.

Wie beschleunige ich das Internet?

Wie kann man beispielsweise seinen Internetzugang beschleunigen? Mehr Schub bekommt der Nutzer nur, indem er seine Internet-Leitung, genauer gesagt seinen Datendurchsatz, erhöht.

Und damit ist nicht der lokale Part gemeint. Dieser ist hardwarebedingt meist schnell genug. Beispiel: Ihr Internetanbieter ist Kabel Deutschland, bei dem Sie eine klassische 16-Mbit-Leitung angemietet haben. Der Provider nennt die Leitung auch gerne 16.000 Kbit/s. In der Praxis sind das 1,5 Megabytes pro Sekunde, die der Anwender damit herunterladen könnte.

Will der Anwender mehr, hilft keine Hardware, keine Software - nur eine Anfrage beim Provider. "Ist eine schnellere Anbindung möglich?" Zum Teil müssen Nutzer aber auch mit weniger Bandbreite auskommen, weil zum Beispiel der nächste Internet-Knoten weit entfernt liegt. Ist eine schnelle Leitung möglich, ist ein Aufstocken meist kein Problem, aber auch kostenintensiver. In den meisten Fällen gilt: fragen kostet nichts.

Wie messe ich meine Internet-Geschwindigkeit richtig?

Kabel Deutschland Speedtest

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister beziehungsweise die Experten. Müssen sie aber eigentlich nicht. Gute Anhaltspunkte bieten die providereigenen Internet-Speed-Tests. Dabei wird eine Datei vom Server geladen und wieder zurückgesendet, der DSL Speed ergibt sich dann aus der benötigten Zeit. In einem Kurztest wurde der Speedtest des Anbieters kabeldeutschland.de gewählt.

Der Anbieter bietet bis zu 100 Mbit/s an. Im Test: Der Anschluss ist bei der Konkurrenz Kabel BW angemeldet und dennoch zeigt Kabel Deutschland satte 65 Mbit/s via WLAN an, mit LAN wurden 104,85 Mbit/s gemessen - besser geht es nicht. Was weniger gefällt: Der Anbieter bietet trotz guter Anbindung einen Wechsel zum langsameren Paket 32 Mbit/s an.

Wie ist meine IP-Speedtest

Der Anbieter wieistmeineip.de erwies sich als schlechterer Speedtest. Selbst per LAN ohne zusätzlichen Streams kam der Test zu nicht glaubhaften Ergebnissen. Zudem sind nicht einmal alle Angebote der einzelnen Anbieter vorhanden.

Test-Voraussetzungen

Beim Messen sollte die Leitung absolut frei sein. Keiner darf surfen oder etwas downloaden. Auch sollte nicht über ein WLAN gemessen werden. Diese Faktoren verfälschen das Ergebnis. Der Tester sollte auch die Fehler- und Störquellen berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem Browser und natürlich die zum Einsatz kommende Hardware. Wer unsicher ist, prüft einfach die Anbindung bei einem zweiten Anbieter. Geschwindigkeitstests sind mehrmals an unterschiedlichen Tagen durchzuführen. Der Mittelwert zeigt dann den durchschnittlichen Spitzenwert. Sollten unterschiedliche Messergebnisse die Regel sein, liegt es wahrscheinlich auch am Anbieter. Denn der Test ist immer nur so gut, wie der Server, der für den Test zur Verfügung steht. Daher sollten große Anbieter wie Kabel Deutschland oder ähnliche gewählt werden. Der Nutzer kann sicher sein, dass diese immer einer starken Auslastung standhalten.

Eine andere Möglichkeit ist das Usenet. Hierbei ist ein kostenpflichtiger oder ein Test-Account von Nöten. Doch die direkte Verbindung zu einem Server der Business-Klasse zeigt bei einem Paketaustausch genau, was beim Rechner ankommt.

Beschleunigt der Einsatz von Software die Geschwindigkeit im Internet?

Die meist im Internet angebotene Software unterstützt dieses Wunschdenken nicht. Software wie beispielsweise cFos Speed 6.02 werden nichts bringen und setzen sich zudem tief in das System. Nach und nach ist der Rechner zugemüllt. cFos Speed soll zum Beispiel alle Verbindungen und Anfragen abfangen und für eine gleichmäßige Auslastung der Internetanbindung sorgen. Das macht ein guter Router ebenfalls und mit klarer Anbindung via Kabel sogar besser und nachvollziehbar.

Hardware-Updates der Netzwerkkarte oder des Routers können tatsächlich helfen. Mit einem Update folgen spezielle Einstellungen, die den Datendurchsatz erhöhen können. Ein kleiner Hinweis: Der Anbieter selbst, Alice etwa, drosselt beim Erstanschluss meist die Leitung. Ein Anruf und es ist meist die Rede von "mehr Saft auf die Leitung geben". Der Provider will so Kosten sparen und kommuniziert ja auch nur "bis zu" Kbit/s.

Gibt es Unterschiede bei der Wahl der Hardware, beim Router?

Und das ist tatsächlich heutzutage der eigentliche Knackpunkt. Die Qualität des Routers ist ausschlaggebend, wie schnell die Pakete an den Rechner gesendet werden. Woran liegt das. Schuld ist meist die billige Verarbeitung des Gerätes und die schlechten WLAN-Voraussetzungen im Wohnbereich selbst. Über das LAN ist die Geschwindigkeit im Internet wesentlich höher, als mit WLAN. Auch gelten Frequenzbänder als mögliche Ursache, schlechter Verbindungen. Vielnutzer und Anwender von Bluetooth sollten daher auf neue Geräte setzen, die zwei Kanäle anbieten. WLAN und Bluetooth sowie Mikrowelle beispielsweise funken im 2,4 GHz-Bereich. Stellt der Anwender nun den Routerkanal auf 5 GHz, funkt das WLAN im anderen Band und somit störungsfrei.

Aber auch mit einem einfachen 54-Mbit-Router, also einem herkömmlichen Gerät, kann das Internet störungsfrei genossen werden. Aber es sollten für einen guten Router schon mindestens 80 Euro ausgegeben werden. Gute Hersteller sind unter anderem: AVM, Cisco und D-Link.

Fazit

Seit DSL ist die angebende Breitband-Geschwindigkeit zum Haus in den meisten Fällen auch garantiert. Eine vorherige Anfrage beim Provider kann helfen. Auch bei einem Upgrade wird dieser alle Möglichkeiten abwägen. Der wichtigste Aspekt, für eine schnelle und stabile Internet-Verbindung ist heutzutage ein guter Router, der zirka 80 Euro und mehr kosten darf. Mit günstigeren Modellen haben gerade Viel-Nutzer immer wieder Probleme. Software für die Verbesserungen der Internet-Geschwindigkeit ist meist eine kleine Mogelpackung. Nutzer sollten lieber Netzwerkarte sowie Router mit aktueller Software bestücken. Spezielle Einstellungen in der Paketverwaltung des Routers sorgen für einen überraschenden Effekt und müllen nicht den Rechner voll.

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