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Wie viel Arbeitsspeicher?

Immer wieder liest man in Werbeprospekten von PCs, die 4, 6 oder sogar 8 GB RAM beinhalten. Viele Käufer fühlen sich davon angesprochen und greifen zu. Was viele jedoch nicht wissen: Unmengen an RAM nützen nicht unbedingt viel. Entscheidend sind andere Faktoren.

Bevor man dem Arbeitsspeicher-Wahn verfällt, sollte man sich die Frage stellen, wozu der PC verwendet werden soll. Arbeitsspeicher kostet bares Geld. Eine unnötige Aufrüstung geht also schnell an die Geldbörse.

Zwei bis 16 GB RAM sind völlig problemlos möglich

Wenn Sie Ihren PC primär als Büro-PC nutzen und darüber hinaus keine anspruchsvollen Anwendungen nutzen, sind 2 GB RAM in den meisten Fällen völlig ausreichend. Erst wenn es aufwendiger wird, brauchen Sie mehr.

Etwa wenn Sie anspruchsvolle Anwendungen zum Video- oder Audioschnitt oder der Bildbearbeitung benutzen. Auch sehr aktuelle PC-Spiele gieren häufig nach einem Maximum an Arbeitsspeicher, damit sie optimal laufen.

Hier empfiehlt sich deutlich mehr als 2 GB Arbeitsspeicher einzusetzen. Mit 4 GB haben Sie einen ausreichenden Sockel. Sollten Sie die finanziellen Ressourcen besitzen, sind auch 8 GB RAM denkbar und nicht verkehrt.

Das Betriebssystem ist entscheidend

Die größte Menge Arbeitsspeicher bringt Ihnen jedoch nichts, wenn Ihr Betriebssystem das nicht auslasten kann. Dies ist bei 32-Bit-Betriebssystemen der Fall. Hier können nur 3 bis 3,5 GB RAM genutzt werden.

Die Konsequenz ist klar: Besitzen Sie ein 32-Bit-Betriebssystem und 8 GB RAM, haben Sie theoretisch ausgesorgt. Praktisch ist über die Hälfte des Arbeitsspeichers ungenutzt.

Vor allem beim Kauf eines neuen PCs mit viel Arbeitsspeicher sollten Sie also darauf achten, dass Sie ein Betriebssystem mit 64 anstatt 32 Bit erhalten. Nur so können Sie das Maximum an nutzbaren RAM herausholen.

Auswahl zwischen DDR1, 2 oder 3 beim RAM

Ebenfalls wichtig ist, welche Art Arbeitsspeicher verbaut ist. Die bisherigen Modelltypen unterscheiden sich ganz einfach durch ein vorgestelltes Kürzel mit Zahl.

DDR1 steht dabei für den ältesten etablierten Standard für Arbeitsspeicher. Darauf folgt DDR2. Aktuell ist heute DDR3-RAM. Diese letztgenannte Variante wird voraussichtlich ab dem Jahr 2013 von dem neuen Standard DDR4 abgelöst.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten sind schnell beschrieben: Je aktueller das Modell, desto größer der Datendurchsatz und somit eben auch die Leistungsfähigkeit des Arbeitsspeichers.

Sollten Sie also einen PC kaufen, achten Sie darauf dass auch ein aktueller Arbeitsspeicher verbaut ist. Bevorzugt DDR3, falls nicht anders möglich DDR2.

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