Mobilfunkstandards

HSDPA

Damit Sie noch schneller mit dem Handy googeln können: HSDPA beschleunigt die Datenraten um ein Vielfaches. (Bild: T-Mobile)
Damit Sie noch schneller mit dem Handy googeln können: HSDPA beschleunigt die Datenraten um ein Vielfaches. (Bild: T-Mobile)

Ein Datenturbo, der noch ab und an ins Stottern gerät. High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) beschleunigt die herkömmlichen Datenübertragungsraten von UMTS bis auf maximal 21,6 Mbit/s. Durch das Verfahren sind per Mobilfunk DSL-ähnliche Geschwindigkeiten zu erreichen. HSDPA ist auch unter dem Namen 3,5 G-Netz bekannt. Nur Longterm Evolution (LTE) bietet schnellere Geschwindigkeiten.

Jedoch krankt HSDPA an den gleichen Symptomen wie derzeit LTE. Der Ausbau der Netze bleibt aber auf Ballungsräume beschränkt. Reelle Geschwindigkeiten von 21,6 Mbit/s werden in den seltensten Fällen erreicht. Realistisch erscheinen 7,2 Mbit/s. Laut unbestätigten Angaben habe T-Mobile versprochen, noch im Jahr 2011 das gesamte Netz auf 21,6 Mbit/s aufrüsten zu wollen. Auch Vodafone wirbt inzwischen mit Verträgen, die die schnellste UMTS-Variante einschließen. Jeder Kunde sollte aber unbedingt einen Verfügbarkeits-Test beim Provider oder unabhängigen Dritten durchführen lassen.

Alle Provider und Subunternehmer bieten HSDPA

Inzwischen bieten alle großen Provider Verträge mit HSDPA-Unterstützung. Die größte Netzabdeckung weisen T-Mobile und Vodafone vor. Aber nicht nur die bekannten Unternehmen sind auf dem Markt vertreten, sondern auch zahlreiche Discounter, wie Discosurf oder Fonic, die sich in die Netze, etwa von T-Mobile oder Vodafone einkaufen. Mit der Einführung von HSDPA hat sich dieser Trend nur verstärkt. Die Subunternehmer bieten dem Kunden neue Ansätze wie schnelles Funk-Internet zu Dumpingpreisen oder Datentarife ohne Vertragsbindung.

Durch HSDPA und die einhergehenden erhöhten Datenübertragungsraten wird UMTS nun auch für den Festnetzmarkt interessant. UMTS-Router nehmen mittlerweile einen festen Stellenwert in der Produktpalllette der Provider ein.

Auf die Hardware kommt es an, nicht jedes Gerät unterstützt HSDPA

Allerdings können nicht alle Handys, Smartphones, Laptops und PCs die Technologie nutzen. Die Produkte müssen mit dem entsprechenden Vermerk versehen sein. Für Smartphones bedeutet HSDPA, dass sie nun auch auf flashanimierte Seiten voll zugreifen können. Bisher waren Internet Seiten oft nur in einer abgespeckten Version verfügbar.