Mobilfunkstandards

UMTS Internet

So funktioniert die Übertragung von Daten aus dem Internet. (Bild: Computer-Bild.de)
So funktioniert die Übertragung von Daten aus dem Internet. (Bild: Computer-Bild.de)

UMTS ist die Abkürzung für Universal Mobile Telecommunications System. UMTS ist ein Mobilfunkstandard dritter Generation (3G). Die Technologie ermöglicht Handys, Smartphones, PCs und Laptops via Surfstick, Internet ortsunabhängig zu nutzen.

Vereinfacht erklärt funktioniert die Übertragung folgendermaßen: Die Hardware dient als Empfänger und Sender zugleich. Elektromagnetische Wellen übertragen die Daten, die für den Internetzugang notwendig sind, an einen Sendemast. Dieser kommuniziert mit einem Internetserver, der die Daten wiederum an den Sendemast und somit an das mobile Zugangsgerät weiterleitet.

Der Vorteil des 3G-Netzes liegt gegenüber dem Vorgänger GSM in der höheren Datenübertragungsrate von 384 KB/s. Mittels HSDPA kann sich die Geschwindigkeit auf bis zu 14,4 Mbit/s erstrecken. So sind nun auch Voice over IP, die Nutzung und der Upload von Videoinhalten sowie zahlreiche internetbasierte Applets möglich.

Inzwischen bieten alle großen Provider Verträge an, die die Internetnutzung via UMTS fördern sollen. Hier sind vor allem Tages- und Monatsflatrates zu nennen, die mit Freiminuten und anderen Vergünstigungen einhergehen. Auch für den heimischen PC können Sie einen UMTS-Router erwerben. In ländlichen oder schwer erschließbaren Gegenden dient die Funkübertragung als Ersatz für den herkömmlichen kabelgebundenen DSL-Anschluss.

Allerdings ist UMTS nicht in allen Regionen Deutschlands mit der vollen Übertragungsgeschwindigkeit verfügbar. Der Netzausbau hat bisher hauptsächlich in Ballungsgebieten stattgefunden. Die Übertragungstechnologie EDGE, die eine Netzabdeckung von 99 Prozent erreicht, bessert die Lücken aus. EDGE jedoch überträgt derzeit Daten maximal mit einer Geschwindigkeit von 220 KB/s. Mit den dementsprechenden technischen Gegebenheiten wären auch bis zu 576 KB/s möglich.