Tarife
UMTS Flatrates
In den späten 90-er Jahren beschwerten sich die Medien über den sogenannten "Tarifdschungel" im Mobilfunksektor. Heute wuchert der Preis-Urwald nach wie vor weiter. Einen weitreichenden Überblick im Bereich UMTS-Flatrates zu behalten, ist deshalb schwer. Schließlich sind nicht nur die Global Player wie Vodafone, die Telekom, E-Plus oder O2 auf dem Markt zu finden, sondern auch zahlreiche, in manchen Fällen angegliederte Unternehmen. Congstar beispielsweise gehört der Telekom an, Fonic dagegen ist ein O2-Discounter.
Auffällig ist bei allen Anbietern, dass die in der Tabelle aufgelisteten Flatrates immer einem Datenvolumen obliegen. Und so widersprechen die Angebote eigentlich dem Grundverständnis einer Flatrate, tatsächlich uneingeschränkt surfen zu dürfen. Ab einem bestimmten Volumen, zum Beispiel einem Gigabyte, drosselt der Provider die Übertragungsgeschwindigkeit. Die Absenkung fällt bei einer Normgeschwindigkeit von 7200 KB/s deutlich ins Gewicht, denn alle Provider bis auf einen (siehe Tabelle) senken die Datenrate auf 64 KB/s ab. Das gute alte 56 KB Modem lässt grüßen.
HSDPA-Netz noch im Ausbau
Das HSDPA-Netz, das Übertragungsgeschwindigkeiten von 21,1 MB/s möglich macht, befindet sich derzeit noch im Ausbau. Bisher sind nur die Netze der Telekom und Vodafone teilweise fähig, diese hohen Down- und Uploadraten zu leisten. Wer hier mit einem Vertragsabschluss liebäugelt, der sollte sich also vorher beim Provider informieren, welche Geschwindigkeit in der jeweiligen Region verfügbar ist. Gebräuchlich sind die bereits erwähnten 7200 KB/s.
Eine MicroSIM für iPads oder ein Surf-Stick für Laptops sind nicht in jedem Vertrag enthalten. Hier variieren die Angebote der Provider stark.
Günstiger Vertrag - kurze Laufzeit: mobook basic 6
Wer erstens keine lange Laufzeit, zweitens viel surfen und drittens wenig Geld zahlen möchte, ist mit der mobook basic 6 Mobile-Internet-Flat gut beraten. Der Anbieter greift auf das Netz von Vodafone zurück. Mit einem Rahmen von 5 GB ist ein ordentliches Volumen gewährleistet. Außerdem kostet der Stick nur einen zusätzlichen Euro. Allerdings sollten Kunden nicht vergessen, dass der Vertrag einen Monat vor dem Auslaufen gekündigt werden muss. Sonst steigern sich die günstigen Konditionen von 19,90 Euro im Monat auf 29,90 Euro.
Grundsätzlich bieten eher Discounter Monats-Flatrates ohne Laufzeit an. Das hat den Vorteil, nicht an einen Vertrag gebunden zu sein, aber auch den Nachteil, dass die Anschlussgebühr nicht entfällt und die Hardware extra gezahlt werden muss. Preisvorteile relativieren sich also schnell.