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Megaupload: Wie kommen Nutzer an ihre Daten?

Wie kommen Sie an ihre privaten Dateien bei Megaupload? Seit Tagen lautet die Antwort darauf ganz schlicht: Gar nicht. Die US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation versucht nun jedoch mit Carpathia Hosting eine Lösung zu finden. Warum diese deutschen Nutzern jedoch nichts nützt, erfahren Sie bei Techfacts.

Die Ermittlungsbehörden hatte wohl damit gerechnet, dass Megaupload nur für illegales Hosting urheberrechtlich geschützter Werke verwendet wird. Was man völlig außer acht ließ, waren die Nutzer, die den Dienst legal nutzen.

Als Backup in der Cloud, zum schnellen verschicken von Urlaubsfotos oder zum Auslagern einzelner Dateien. Im Zuge des Busts gelangen diese Nutzer nun nicht mehr an ihre Dateien.

Eine private Katastrophe

Wer sein Backup nur online angelegt hat, steht nun vor einem Trümmerhaufen. Die US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) arbeitet jedoch an einer Lösung. Gemeinsam mit Carpathia Hosting will man denjenigen Nutzern helfen, die legale Daten auf den Servern gespeichert haben.

Online-Portal zur Datenrettung

Auf www.megaretrieval.com werden Nutzer zu den wesentlichen Bestandteilen der Datenrettung informiert. Carpathia Hosting kann selbst keine Nutzerdaten zuordnen. Aus diesem Grunde muss eine Datenrettung über die EFF erfolgen. Das Prozedere ist dabei kompliziert und birgt ein großes Problem.

Für deutsche Nutzer keine Lösung

An erster Stelle muss klar gesagt werden, dass die Daten nicht sofort zur Verfügung stehen. Man kann der EFF lediglich eine Mail schicken und mitteilen, welche Dateien man vermisst. Die EFF berät anschließend, welche rechtlichen Möglichkeiten zur Datenrettung bestehen.

Diese Lösung hat jedoch einen großen Haken: Ungeachtet des völlig offenen Erfolgs ist sie nur für Nutzer aus den USA (!) anwendbar. Alle anderen Megaupload-Kunden sitzen weiterhin auf dem Trockenen.

Ungewisse Zukunft

Wie sich das Megaupload-Verfahren weiterentwickelt, ist gegenwärtig kaum absehbar. Auch wenn die Hoster die Daten vorläufig noch speichern, wird dieser Zustand nicht dauerhaft sein. Ob es bis dahin für alle Ex-Kunden eine Lösung gibt, ist unklar.