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Hewlett-Packard: webOS goes Open Source

HP hat nun endlich aufgegeben und öffnet das webOS. Die hauseigene Software soll Open Source werden und greift damit offiziell Google an. Letzte Woche machte der Konzern bereits darauf aufmerksam. Nun ist es amtlich. Der Technologiekonzern hat vor, sein OS mit einer Open-Source-Lizenz auszustatten. Die bereits daran arbeitende Fangemeinde freut sich.

Als Ende letzter Woche die erste Ankündigung des Konzerns durchsickerte, war der Jubel groß. Hewlett-Packard öffnet sein Betriebssystem webOS für Entwickler und Unternehmen. Das sehr beliebte webOS hat sich gegen andere mobile Betriebssysteme nicht durchsetzen können und wird nun auf freiwilliger Basis weiterentwickelt. Der Konzern hatte die Software, mit der knapp 900-Millionen-Euro-Übernahme von Palm, erworben. Damit ist der Versuch, in die Welt der Smartphones und Tablets vorbei. Der Schritt zahlte sich für das Unternehmen nie aus.

TouchPad ein Flop, webOS ein Erfolg?

Durch die Einstellung des Projekts "TouchPad" rückte das eigene OS immer mehr in den Hintergrund. Es gibt kaum interne Anwendungen, die für die das System benötigt wurde. Lediglich auf dem Tablet feierte das OS einen kleinen Erfolg. Zumindest halten es Entwickler für eines der besten Betriebssysteme. Bisher hatten sich Entwickler daran gemacht, auf dem TouchPad Android laufen zu lassen. Nun könnte das beliebte hauseigene System wieder zu neuem Leben erweckt werden. Durch die Öffnung wird es nun auch gegebenenfalls schwieriger für den Suchmaschinen-Primus Google. Denn mit eigenen Mitteln hätte es der Konzern wahrscheinlich nicht geschafft. Ein Verkauf ist damals schon gescheitert.

Und Ross Miller brachte es auf den Punkt: Auf Twitter verbreitete der Journalist von The Verge kürzlich, dass die Plattform WebOs "tot als auch lebendig und eine Katze ist". Trotz der umtriebigen Open-Source-Community hängt es jetzt also davon ab, ob neue webOS-Produkte auf den Markt kommen, damit eine Genesung stattfindet. Wird es Anreize für die Entwickler geben, könnte HP einen zweiten Frühling erleben. Dem OS wäre es zu gönnen, eben weil es funktioniert.

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