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Big Data verändert Online-Gaming für immer: Die Lage 2020 und die Hintergründe

Die Daten verändern so gut wie jeden Bereich des Internets und das schlägt sich auch auf den Markt der Gaming-Anbieter durch. Wir zeigen euch heute, welche Bereiche der Online Spiele besonders von der disruptiven Kraft der Daten verändert werden. Und vor allem gehen wir auf die Hintergründe ein. Wieso sind gerade Online Spiele und deren Anbieter von Big Data betroffen? Wir beleuchten hier einen Markt, den man selten im Zusammenhang mit Big Data liest. Viel Spaß beim Lesen und Lernen.

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Am Beispiel Online Casino: Veränderung durch Big Data und KI

Die Anbieter von Online Casinos und Gambling-Seiten stehen ebenfalls im Umbruch. Diese können nämlich auf eine nie dagewesene Vielfalt an Daten der Spieler zurückgreifen. Hier spielen Seitenverweildauer, die Klicks und sogar die Browserdaten und Werbedaten eine Rolle. Die Anbieter profitieren ganz klar von Big Data und künstlicher Intelligenz. Wenn ein Casino-Anbieter zum Beispiel seinen Bonus anbietet, weiß er durch die hohen Besucheranzahlen und das exakte Tracking auf der Seite genau, welche Kunden er mit welchen Bonusangeboten locken kann. Laut Statistik sind die Seiten mit No Deposit Boni meistbesucht.

Die Verwendung von Big Data und deren Analyse ermöglicht es den Online Casino Anbietern, Werbekampagnen für ihre Stammspieler und Neukunden attraktiver zu gestalten. Gleichzeitig muss die Erhebung von Benutzerdaten Sicherheitsanforderungen genügen. Das heißt, Casinos müssen die Sicherheit dieser Daten gewährleisten. Darüber hinaus muss man allen Benutzern zur Kenntnis bringen, welche Art von Daten gesammelt wird.

KI bei Online-Spielen

Auch künstliche Intelligenz (KI) spielt bei der digitalen Transformation der Spielebranche eine wichtige Rolle. Doch was bedeutet überhaupt digitale Transformation? Damit geht es um eine grundlegende strukturelle Veränderung in Unternehmen. Diese verändern den Weg, auf dem sie Wertschöpfung zu ihren Kunden bringen. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle. Die künstliche Intelligenz beschäftigt sich mit der Automatisierung Prozessen und maschinellem Lernen. Auch hier geht es um die Analyse und Erkennung von Mustern und um deren Prognose. Künstliche Intelligenz hilft Online Casinos zum Beispiel dabei, Kunden immer treffsichere Angebote zu unterbreiten. Algorithmen lernen, wer sich für ein bestimmtes Angebot entscheidet oder nicht. Früher hätten Casinos viel Geld in individuellen Kundenservice und hochdotierte Bonusangebote investieren müssen. Heute erkennt der Algorithmus, wann sich aus Sicht des Casinos ein bestimmtes Angebot lohnt und in welcher Höhe das Angebot die meisten Umsätze verspricht. Der Casino Bonus wird durch Algorithmen freigegeben und ist genauso hoch, wie es eben aus Sicht des Casinos Sinn macht. Diese Verfahren werden nicht nur bei Onlinecasinos eingesetzt. Auch Spieleseiten wie zum Beispiel Browsergameplattformen und andere Anbieter nutzen Künstliche Intelligenz. Wie sieht die KI und datengetriebene Mustererkennung in der Praxis aus? Dazu einige Beispiele.

  • Beispiel 1: Der Anbieter von Online Spielen hat zahlreiche Datensätze analysiert und ein Muster erkannt: Wer häufig den Slot A spielt, freundet sich erfahrungsgemäß auch mit Spielautomat B häufig an. Dieser Automat wird dem Spieler deshalb empfohlen.
  • Beispiel 2: Die Auswertung von Daten hat ergeben, dass Spieler 10 US-Dollar für In-Game-Käufe auszugeben bereit sind, wenn sie sich durch suboptimale Entscheidungen in einem Strategiespiel in einer bestimmten strategischen Position befinden. Die Spieler sind genau dann sehr bereit, sich etwa durch mehr Ausrüstung, für die dann bezahlt wird, in eine bessere Situation zu bezahlen. Nach einem erfolgreicheren Verlauf sinkt die Zahlungsbereitschaft. Deshalb passen die Spieleanbieter den Preis des In-Game-Kaufs an die taktische Situation des Spielers im Spiel an.

Freemium-Spiele: Das Konzept mit den Basisspielen

Das Konzept mit den Freemium-Spielen hat sich ebenso bewährt und basiert vollkommen auf den Gesetzen von Big Data. Das Prinzip ist simpel: Die Anbieter lassen Kunden zunächst kostenlos auf die Angebote zugreifen. Gleichzeitig gibt es einige Extras nur gegen Entgelt. Bei Spielen ist dieses Modell durch In-Game-Käufe bekannt geworden.

Diese Strategie hat sich aus Sicht vieler Anbieter bewährt. Spieler können ein Game ausgiebig testen und müssen zu keinem Zeitpunkt einen Kauf tätigen oder ein Abonnement abschließen. Auch später wird den Nutzern zu keinem Zeitpunkt eine größere Investition abverlangt. Die Einnahmen durch die In-Game-Käufe fließen in vielen einzelnen, kleinen Beträgen. Für diese erhält der Spieler jeweils eine konkrete Lösung für ein bestimmtes Problem oder ein bestimmtes Ziel im Spiel und hat so das Gefühl, kaum Geld auszugeben.

Für diese Freemium-Strategien spielen Behavioral Analytics eine wichtige Rolle. Hier geht es darum zu verstehen, warum sich Spieler in einer bestimmten Situation in einer bestimmten Art und Weise verhalten. Data Science kann hier sehr viel leisten und bereits bei der Entwicklung eines Spiels zum Einsatz kommen. Durch die Erfahrungen aus anderen Spielen kann KI erkennen, welche Eigenschaften und Verlaufsmuster eines Spiels absehbar zu besonders vielen In-Game-Käufen führen. Doch was heißt dies nun genau? Ein Beispiel: Der Entwickler eines Strategiespiels weiß aus früheren Versionen, dass Spielern (kostenpflichtige) Coins genau dann ganz besonders wichtig sind, wenn im Spiel das Level 7 ca. nach 20 Minuten Spielzeit zu bewältigen ist. Nun kann man das Ganze so programmieren, dass man Spielern hilft, bis zum Level 7 zu kommen, um dann ein schweres Level zu programmieren, sodass der Nutzer nach gut 20 Minuten zum ersten Mal an In-App-Käufe denkt und nicht schon nach 5 Minuten, wo er noch nicht bereit wäre.

Ebenso kommt Big Data zum Einsatz, da Entwickler genau ausrechnen können, ab wann sich ein Freemium Spiel rechnet. Wenn 70% nie einen Cent ausgeben werden und 20% jeweils 2 Euro und 10% 5 Euro, dann kann man die Spielkosten und den Break Even Point berechnen. Es bräuchte dann bei Entwicklungskosten von 500.000 Euro jedenfalls schon einige Tausend Spieler, wobei Hundertausende nicht dafür bezahlen. Dennoch verdient die Firma Geld.

Personalisierte Top-Deals für Spieler

Auch bei der Gestaltung von Aktionen werden KI und Data Science künftig immer mehr eine Rolle spielen. Gute Angebote und Boni im Spiel werden nicht wahllos jedem angeboten, der das Spiel zum ersten Mal spielt. Spiele und vor allem Casinos versuchen vielmehr, die Boni gezielter einzusetzen und dadurch eine größere Wirkung zu erzielen.

Durch Big Data weiß die Marketingabteilung eines Anbieters, dass Boni ohne Einzahlung besonders wirksam sind, wenn sie nach einer mittelgroßen Gewinnserie ausgeschüttet werden. Der Grund: Nach einer Verlustserie nehmen Spieler den Bonus mit, zahlen aber kein weiteres Geld ein, wenn der Bonus eingesetzt wurde. Verlängert ein Anbieter mit einem neuen Goodie die Gewinnserie des Spielers, steigt dessen Bereitschaft zu weiteren Einzahlungen. Es klingt perfide, doch funktionieren moderne Spiele leider so. Ihr solltet dies immer im Hinterkopf haben. Gegen eine Maschine wird man nie gewinnen.

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 By DarkCube Studia

 Ausblick: Was kommt 2021?

 Der Trend zu KI und Big Data im Spielebereich wird sich auch 2021 fortsetzen. Die Branche befindet sich in einem Prozess des Umbruchs. Wichtige Trends für das nächste Jahr könnten die gezieltere Auswertung von Smartphone-Daten sein. Hier steuern jedoch zum Glück Anbieter wie Apple mit iOS gegen, da kaum Daten von Dritten abgezogen und gespeichert werden können, ohne dass der Nutzer zustimmt.