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Kommt Firefox als kostenpflichtige Premium-Version auf den Markt?

Es ist kein Geheimnis, dass Firefox die klare Nummer 2 bei den Browsern hinter Google Chrome ist. Zu früheren Zeiten war es anders, doch Google überzeugte von Anfang an mit seiner Performance. Man muss aber auch sagen, dass bei Mozilla die Privatsphäre und der Datenschutz einen wesentlich höheren Stellenwert haben, deshalb kritisieren viele den Chrome auch. Doch letztendlich entscheiden die Nutzer und die besagen: Die Version von Google ist besser. Des Weiteren ist klar, dass Mozilla die Mehrheit seiner Einnahmen über den Suchmaschinenriesen bezieht. Deshalb möchte man neue Einnahmequellen errichten und denkt über eine Premium-Version von Firefox mit monatlicher Gebühr nach. Doch wie soll das Ganze konkret aussehen?

Neue Funktionen sollen die Kosten rechtfertigen

Die wichtigste Frage ist natürlich, welchen Mehrwert die kostenpflichtige Premium-Ausgabe bringen soll. Eine Antwort ist jedoch schnell gefunden, denn der Entwickler möchte mit neuen und zum Teil exklusiven Features punkten. Vorstellbar wäre zum Beispiel ein VPN-Dienst, der beim Abo-Modell unbegrenzt bereitstehen würde. In der freien Version wäre die Funktion zwar auch enthalten, doch hier würde man den Dienst über das Datenvolumen begrenzen. Man sollte dazu noch wissen: Ein solcher VPN-Dienst ist beispielsweise in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk interessant, um Online-Banking sicher nutzen zu können. Auch sichere Speichermöglichkeiten stehen im Raum.

Detaillierte Vorstellungen fehlen noch

Mozilla gibt aktuell nur eine grobe Vorstellung preis. Das heißt, die Umsetzung ist noch nicht bis ins letzte Detail durchgeplant und man weiß auch noch gar nicht, wie man das Abo anbieten möchte. Sicher ist nur, dass der Entwickler zum Start einzelne Services launchen möchte. Erst danach wird entschieden, ob es einen eigenen Firefox-Premium geben wird, oder ob lediglich die einzelnen Services als Abo zur Verfügung stehen werden.

Am kostenlosen Firefox wird sich nichts ändern

Für Firefox-Nutzer gibt es eine gute Nachricht, der Browser bleibt in jedem Fall in einer kostenlosen Version bestehen. Diese Tatsache wurde bereits zugesichert, sodass das Abonnement eine optionale Sache sein wird. Man kann sich also frei entscheiden, ob man später die kostenpflichtigen Services nutzen möchte oder nicht. Für die Nutzer eine faire Sache und ein weiterer Beweis, dass bei Mozilla der Mensch an erster Stelle steht.

Man muss jedoch auch verstehen, dass die Entwickler auf Einnahmen angewiesen ist, um den Browser weiterentwickeln zu können. Im Vergleich zu Google hat das Team wesentlich weniger Möglichkeiten, sodass die Suche nach neuen Quellen nachvollziehbar ist. Ohne Geld kann man außerdem die Lücke zu Chrome nicht schließen, was aber ohnehin eine sehr schwere Aufgabe ist. Da reichen auch neue Features nicht, denn der Nutzer muss davon überzeugt werden, dass Firefox entscheidende Vorteile (zum Beispiel beim Umgang mit Daten) hat.

Erste Ebene soll Ende 2019 kommen

Momentan peilt Mozilla den Oktober 2019 an, um die Premiumfunktionen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die erste Ebene wird demnach noch in diesem Jahr von der Leine gelassen, weitere Pläne gibt es noch nicht. Es kann also sein, dass das Abo-Modell erst 2020 an den Start geht. Das Vorhaben klingt zumindest interessant, allerdings könnte der Opera Browser dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung machen. Die Software ist nämlich eine Geheimwaffe mit vielen gratis Funktionen, dazu zählt auch ein kostenloses VPN. Erst die Zeit wird zeigen, ob die Abo-Taktik Erfolg hat oder nicht.

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