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Kryptowährungen: Hat das herkömmliche Geld bald ausgedient?

In den ersten Jahren wurden Kryptowährungen von den meisten Menschen als technische Spielerei von Nerds betrachtet, sofern der Begriff überhaupt bekannt war. Das änderte sich schlagartig 2017, als der Kurs der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin binnen weniger Monate von 900 US-Dollar auf sein Allzeithoch von mehr als 19.000 US-Dollar regelrecht explodierte. Seitdem werden Kryptowährungen auch von konservativen Finanzexperten durchaus ernst genommen. Doch während die einen in den virtuellen Währungen das Geld der Zukunft sehen, warnen andere vor einer gigantischen Finanzblase.

Kryptowährungen und der Bitcoin

Bei einer Kryptowährung handelt es sich um ein digitales Zahlungsmittel, bei welchen der Zahlungsverkehr durch eine dezentrale Datenhaltung und Protokolle, die kryptographisch abgesichert sind, erfolgt. Um eine Zahlung mit einer Kryptowährung abzuwickeln ist es also nicht nötig, eine zentrale Instanz wie eine Bank zwischenzuschalten. Trotzdem haben die Eigentümer von Einheiten einer Kryptowährung jederzeit einen Überblick über die Höhe ihres Guthabens, weil dieses in einer gemeinschaftlich verwalteten Buchhaltung, der sogenannten Blockchain, festgehalten wird.

Die wohl bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin, dessen Konzept 2008 unter dem Namen Satoshi Nakamato beschrieben wurde. Zwar kursierten schon in den 1990er Jahren Ideen, wie eine digitale Alternative zum bekannten Bargeld aussehen könnte, jedoch scheiterten die entsprechenden Versuche, weil die entsprechenden Methoden anders als beim Bitcoin nicht ausführlich formuliert waren.

Mit Bitcoins traden: eine Alternative zu konventionellen Formen der Geldanlage

Mittlerweile haben viele risikofreudige Anleger den Handel mit virtuellen Währungen als hervorragende Alternative zu klassischen Börsenspekulationen für sich entdeckt. Der rasante Kursanstieg hat zahlreichen Tradern allerdings eine unangenehme Überraschung beschert: Sie hatten darauf gesetzt, dass die Preise für den Bitcoin weiter steigen würde. Jedoch war der Kurs nach dem Allzeithoch bereits wieder auf 3.000 US-Dollar abgestürzt.

Andere Anleger, die Bitcoin CFD traden wollten, hatten allerdings den richtigen Riecher und auf fallende Kurse gesetzt. Und das nicht nur bei Bitcoin, sondern auch bei anderen virtuellen Währungen wie etwa Litecoin oder Eleuthereum.

So werden virtuelle Währungen mit CFDs gehandelt

Im Grunde unterscheiden sich CFDs auf Kryptowährungen nicht von CFDs in anderen Anlageklassen. Auch hier wetten die Anleger entweder darauf, dass die Kurse steigen oder auf einen negativen Kursverlauf, den eigentlichen Basiswert besitzen sie jedoch nicht. Nicht wirklich mit der Kryptowährung, sondern mit einem CFD zu handeln, bietet dem Anleger einige Vorteile:

  • Die Positionen können sehr einfach eröffnet und geschlossen werden.
  • Weil die Sicherheitsmaßnahmen ungenügend waren, wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Kryptowährungen gehackt. Diese Gefahr besteht beim Handel mit CFDs nicht, weil die Einalgen in diesem Fall abgesichert sind.
  • Das Risiko auf einen Verlust lässt sich mit Take Profit und Stop Loss Orders auf ein Minimum begrenzen.
  • Neben Bitcoin gibt es eine Vielzahl weiterer Kryptowährungen, auf deren Kursverlauf gehandelt werden kann.
  • CFDs für Kryptowährungen können rund um die Uhr gehandelt werden.

Der Bitcoin – ein sicherer Hafen?

In den Monaten zuvor hatte der Kursverlauf des Bitcoins eine regelrechte Achterbahnfahrt hinter sich. Doch nachdem im Frühjahr 2019 aufgrund wirtschaftlicher und politischer Krisen Unruhe bis Panik an den Börsenplätzen weltweit herrschte, erschien ausgerechnet der Bitcoin als sicherer Hafen. Denn just in dem Moment, als US-Präsident Donald Trump verkündete, dass die USA neue Zölle für den Handel mit China erheben würde, stiegt der Kurs der virtuellen Währung massiv an.

Ein Grund dafür dürfte wohl darin liegen, dass der Bitcoin auf einem festen Computer-Algorithmus basiert und somit völlig frei von Eingriffen aus der Politik ist. Nicht zuletzt aus diesem Grund dürften sich auch institutionelle Anleger zunehmend in der virtuellen Währung engagieren. Schließlich streuen sie damit ihr Risiko breiter und schaffen sich eine finanzielle Säule abseits der konventionellen Finanzmärkte.

Eine Währung ohne Inflation

Darüber hinaus bietet der Bitcoin im Vergleich zu klassischen Währungen noch einen weiteren Vorteil: Die maximale Zahl der Bitcoins liegt bei 21.000.000 Millionen Einheiten. Sobald diese Zahl erreicht ist, können keine weiteren Zahlungseinheiten mehr geschaffen werden. Es kann also keine Inflation wie im klassischen Währungssystem entstehen, die dadurch entsteht, dass die Geldmenge von den Notenbanken erhöht wird. Denn eine wichtige Aufgabe der Zentralbanken besteht darin, die Stabilität des Preisniveaus im jeweiligen Einflussbereich möglichst stabil zu halten. Dabei ist jedoch eine leichte Inflation durchaus erwünscht. Beispielsweise strebt die Europäische Zentralbank das Ziel an, die jährliche Inflationsrate auf maximal zwei Prozent zu halten. Für die Bürger hingegen bedeutet das einen jährlichen Kaufkraftverlust in ebendieser Höhe.

Der Bitcoin als Konkurrenz für klassische Währungen?

Die Idee, die hinter den virtuellen Währungen steckt, besteht darin, eine Alternative zu Zahlungsmitteln wie Kreditkarten oder Bargeld zu schaffen. Und mittlerweile ist die Währung sogar schon in der realen Welt angekommen, weil Bitcoin & Co. auch vereinzelt schon von Geschäften als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Ob Kryptowährungen aber tatsächlich eines Tages das Bargeld komplett überflüssig machen, steht in den Sternen. Skeptiker zweifeln vor allem aus zwei Gründen daran: Zum einen besteht die Gefahr, dass Bitcoin gehackt wird. Zum anderen steckt hinter dieser virtuellen Währung kein tatsächlicher Wert, während klassische Währungen durch den Goldstandard zumindest teilweise abgesichert sind.