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Unser virtuelles Leben: Was online geht und was nicht

Das Internet kann wahrlich als eine der revolutionierensten Erfindungen der Neuzeit bezeichnet werden. Heutzutage ist es kaum noch wegzudenken, doch einst führten wir unser Leben ganz ohne das World Wide Web. Das ist noch nicht einmal so lange her. Viele können sich an eine Kindheit, Jugend und einige Zeit ihres Erwachsenenlebens erinnern, in dem es diese Errungenschaft noch nicht gab. Manche trauern diesen Jahren sogar nach. Ganz nach dem Motto: Früher war alles besser. Dennoch sind sich die meisten darin einig, dass ein Leben ohne Internet kaum noch vorzustellen ist. Viel zu praktisch ist es, dieses zu haben. Doch was können wir online alles tun und wo liegen die Grenzen der virtuellen Welt?

Das Internet bietet viele Möglichkeiten

Im Prinzip gibt es nichts, was es im Internet nicht gibt. Wir können so gut wie alles, was wir auch in der realen Welt tun, virtuell erledigen. Das betrifft nicht nur uns als Individuen, sondern auch ganze Länder und Staaten. Sogar Kriege können mittlerweile über das World Wide Web geführt werden. Doch dafür nutzen die meisten von uns das Internet zum Glück nicht. Wir ‚gewöhnlichen Leute‘ haben schlichtweg unser reales Leben in diese virtuelle Welt verlagert und tun dort genau das, was wir auch sonst tun würden.

Online Shopping

Einkaufen kann man mittlerweile nicht nur im lokalen Supermarkt oder der Boutique um die Ecke. Online Stores ersparen uns den Weg ins Einkaufszentrum. Wir können uns die Produkte auf den Webseiten ansehen, in unseren Warenkorb legen und bestellen. Dabei macht es keinen Unterschied mehr, ob wir auf der Suche nach Schuhen, Hosen, Karotten oder Medizin sind. Mit ein paar Klicks haben wir all das besorgt, was uns außerhalb des Internets vermutlich ein paar Stunden gekostet hätte. Unsere Waren werden dann bis an die Haustür geliefert und das zum Teil noch am selben Tag.

Kommunikation

Natürlich können wir uns mit unserem Nachbarn unterhalten, wenn wir ihm vor der Haustür begegnen. Wir können ihm aber auch Nachrichten per WhatsApp schicken oder über Skype mit ihm telefonieren. E-Mails scheinen diesen Kommunikationsmethoden gegenüber wie ein Urgestein aus alten Zeiten. Dabei wird auch diese Methode der Kommunikation dem Briefeschreiben bevorzugt. Der große Vorteil: Eine E-Mail kann sofort abgeschickt und gelesen werden und ist für gewöhnlich kostenlos. Gerade im Geschäftsleben führt dies zu einem entscheidenden Vorteil gegenüber der alten Kommunikationsarten.

Unterhaltung

Eine weitere Option, die das Internet bietet, ist die Unterhaltung. Ob Multiplayer-Spiele, Filme, Musik oder die besten Online Casinos, unseren Wünschen nach Ablenkung und Vergnügen wird im World Wide Web zu genüge nachgekommen. Wir können hier sogar unsere Sexualität ausleben, unseren Lebenspartner finden, sowie weitere Bedürfnisse befriedigen. Die Auswahl an Angebot ist in Sachen Unterhaltung im Internet enorm. Selbst Nischeninteressen werden bedient. Die vermeintliche Anonymität, die uns diese virtuelle Welt bietet, ermöglicht uns diese Auswahl auch in vollen Zügen zu genießen – sollten wir hiernach verlangen.

Arbeit

Durch das Internet sind nicht nur Unternehmen und Branchen entstanden, die es ohne diese Erfindung nie gegeben hätte, sondern auch bestehende Firmen gewachsen. Es ist nun möglich, wesentlich schneller Geschäftsentscheidungen mit Partnern auf der ganzen Welt abzusprechen. Tochterfirmen, die auf anderen Kontinenten sitzen, fühlen sich dank des Internets nicht, als seien sie vom Hauptkonzern abgekapselt. Doch auch auf Seiten der Arbeitnehmer hat sich einiges getan. Berufe sind entstanden, die es vorher nie gegeben hat. Es ist vielen Mitarbeitern mittlerweile möglich, sogar von Zuhause aus zu arbeiten.

Finanzen

Ähnlich wie beim Online Shopping verhält es sich auch mit unseren Finanzen. Online Banking ist heutzutage gar nicht mehr wegzudenken. Es gibt sogar Banken, die gar keine Filialen mehr haben und alles komplett über das Internet regeln. Moderne Zahlungsanbieter wie etwa PayPal oder Revolut sind wie Pilze aus dem Boden geschossen und bieten uns noch nie dagewesene Finanzerlebnisse. Selbst die Börse würde es ohne das Internet in dieser Weise nicht geben. Investitionen im Allgemeinen sind ebenfalls in die virtuelle Welt verlagert worden. Immobilien können nun auch in Computerspielen erworben und verkauft werden und das mit echtem Geld. Seit Kurzem hat das Internet sogar seine eigenen Währungen hervorgebracht.

Das kann das Internet nicht

Einen Partner im Internet finden, ist ein alter Hut. Das Geheimnis um virtuelle Dating-Seiten ist schon lange kein wohlgehütetes Wissen mehr, von dem nur wenige profitieren. Doch was uns das World Wide Web nicht bieten kann, ist das Gefühl unseren Partner in den Armen zu halten. Sämtliche Sinneserlebnisse, die über das Hören und Sehen hinausgehen, bleiben uns in der virtuellen Welt bislang verwehrt. Als lebendige Wesen sehnen wir uns jedoch auch danach zu spüren, riechen und zu schmecken. Um zu erleben, wie es sich anfühlt, im Wind zu stehen, müssen wir nach wie vor den Schritt vors Haus wagen. Auch können uns die besten Kommunikations-Apps der Welt nicht dasselbe Gefühl vermitteln, das wir verspüren, wenn eine Person wirklich vor uns steht. Wir mögen zwar der Meinung sein, dass uns das Internet heutzutage alles bieten kann, was es auch in der realen Welt gibt, doch sollten wir weder das Verlangen unserer Sinnesorgane noch das Vergnügen, das dadurch entsteht, ihm nachzugehen, nicht unterschätzen.