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Was ist das Internet of Things?

In den Medien ist in letzter Zeit immer häufiger zu lesen: Das Internet of Things wird die nächste große technische Entwicklung für die Menschheit darstellen. Viele können sich unter dem Begriff jedoch nur wenig vorstellen.

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Was genau ist mit IoT gemeint und welche Möglichkeiten ergeben sich durch das Internet of Things? Die Antworten auf diese Fragen gibt es hier.

Was bedeutet der Begriff Internet of Things?

Unter dem Begriff Internet of Things – oder zu Deutsch Internet der Dinge – wird einerseits die Vernetzung von Gegenständen untereinander und andererseits die Verbindung dieser Gegenstände mit dem „normalen“ Internet verstanden.

Diese Gegenstände erhalten eine künstliche Intelligenz, indem sie mit Prozessoren und Sensoren ausgestattet werden. Die Sensoren lassen sich dabei mit den Sinnen des Menschen vergleichen. Dadurch wird es Maschinen möglich, zu erkennen, was sich in ihrer Umgebung befindet und wie es sich verhält. Die Prozessoren sind hingegen das Kommunikationszentrum. Durch sie ist es möglich, dass die Gegenstände Kommandos empfangen und im Einzelfall auch erteilen können.

Wie können Menschen mit diesen Gegenständen kommunizieren?

Jeder, der im Internet surft, hinterlässt einen „digitalen Fingerabdruck“. Dabei handelt es sich um die sogenannte IP-Adresse. Diese ist erforderlich, um Empfänger genau identifizieren zu können. Wird beispielsweise eine Internetseite aufgerufen, so wird bei diesem Vorgang auch die IP-Adresse mitgesendet, damit der entsprechende Web-Server weiß, wo er die gewünschten Daten hinschicken soll.

Auch jedes Objekt im Internet hat eine eigene IP-Adresse und lässt sich so ganz einfach identifizieren und ansprechen. Vereinfacht formuliert kann das Internet of Things also als eine Welt beschrieben werden, in der alle Gegenstände (die sogenannten Smart Objects) miteinander verbunden sind und sich sowohl mit Menschen als auch mit den anderen Gegenständen per M2M (Machine-to-Machine) austauschen können.

Durch die komplette Vernetzung ist es den Gegenständen möglich, sich selbstständig auf unterschiedliche Situationen einzustellen und auf verschiedene Szenarien dementsprechend zu reagieren.

Das Internet der Dinge für Industrie und Verbraucher

Ein berühmtes Beispiel, dass für das Internet of Things immer wieder herangezogen wird, ist der Kühlschrank, der automatisch im Internet die passenden Lebensmittel nachbestellt, sobald sie von jemand entnommen werden. Dabei handelt es sich um ein klassisches Exempel für das Internet der Dinge für Verbraucher.

Zu unterscheiden davon ist das Internet der Dinge für die Industrie. Bei diesem Zweig geht es nicht nur um Haushaltsgeräte, sondern vor allem um die Prozesse, die täglich in Fabriken, Lagerhallen und auf Produktionsflächen stattfinden. Ein wichtiges Geschäftsfeld ist die Roboterprogrammierung. Unternehmen wie beispielsweise die ascoss GmbH sind Spezialisten auf dem Gebiet der Prozessautomation und industrieller IT-Systeme. Sie helfen Anlagenbetreibern dabei, Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen zu verbinden und die Fülle von Daten aus dem Internet der Dinge mit umfangreichen Analysen zu nutzen.

Gegenwart oder Zukunft?

Gibt es das Internet der Dinge schon oder ist es nach wie vor nur Zukunftsmusik? In vielen Bereichen ist zumindest der Einstieg bereits geschafft. Die Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren rasant fortsetzen. Das Internet der Dinge wird dabei Abläufe in einer Form verändern und vereinfachen, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können.

Doch bereits jetzt funktioniert vieles so, wie es für uns vor ein paar Jahren noch kaum vorstellbar war. Roboter werden in der Automobilindustrie von General Motors bereits seit 1961 eingesetzt. Doch seit damals haben sie sich stark weiterentwickelt. Sie benötigen nur noch sehr wenig Stellfläche und unterstützen Menschen vor allem bei Aufgaben, die hohe Präzision erfordern. Die heutigen Roboter sind in der Lage, durch Simulation (also „vorzeigen“) zu lernen und erfordern daher weniger Programmieraufwand. Darüber hinaus sind sie in der Lage, auf menschliche Berührungen zu reagieren.

Viele Wohnungen sind heute ebenfalls bereits zu einem großen Ausmaß mit dem Internet vernetzt. Per Sprachsteuerung lässt sich so zum Beispiel das Licht in der ganzen Wohnung regulieren. Viele Dinge lassen sich bereits von unterwegs erledigen. Schon auf dem Heimweg von der Arbeit lässt sich die Klimaanlage aktivieren, damit die Wohnung beim Betreten im heißen Sommer angenehm kühl ist. Zukunftsmusik? Nein, ganz normal heutzutage.

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