Bester Browser: Vergleich zwischen Firefox, Chrome und Alternativen

Bei der Auswahl des richtigen Browser haben es Internetnutzer immer schwerer. Ist Firefox noch immer die beste Wahl oder sollte Googles Webbrowser Chrome inzwischen bevorzugt werden? Worauf sollte man bei der Auswahl des Browsers achten, um nicht eine völlig falsche Auswahl zu treffen? Techfacts hat die Browser am Markt verglichen und bietet Ihnen eine Entscheidungshilfe.

Firefox oder Chrome?


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Auch wenn weder Firefox noch Chrome zu den globalen Marktführern im Bereich Webbrowser gehören, so sind Sie doch für viele jüngere Internetnutzer die erste Wahl, wenn es um modernes Webbrowsing geht. Vor allem seit bei der Neuinstallation eines Windows-Betriebssystems eine Browserauswahl getroffen werden kann.

Doch wieso sind diese beiden Browser eigentlich so begehrt? Die Techfacts-Redaktion hat sich die beiden Browser im Detail angesehen, um ihre Vorzüge aber auch Nachteile zu offenbaren.

Firefox, der flinke aber gierige Alleskönner

Firefox hat innerhalb kürzester Zeit viele Fans gewonnen. Inzwischen ist der Browser in der Version 13 erschienen. Die Aktualisierungsabstände wurden drastisch verengt, nicht zuletzt wegen der Konkurrenz. Doch worin punktet der Firefox wirklich gut?

Firefox ist beliebig erweiterbar

Die größte Stärke des Firefox Browsers besteht in seinem umfangreichen Add-on Pool. Für nahezu jeden Einsatzzweck finden sich auf der Mozilla-Website Erweiterungen, die die Funktionalität des Browsers noch einmal deutlich aufbohren. Mitunter geht das zwar zu Lasten der Geschwindigkeit, doch so beliebig anpassbar wie Firefox sind nur wenige Browser.

So kann der Internetnutzer sich den Browser ganz individuell erweitern und auf seine persönlichen Surfvorlieben einstellen. Werbeblocker (lesen Sie dazu unseren Ratgeber "Werbung im Firefox blocken"), Auto-Mail-Login, Download-Hilfen und vieles mehr sind nur einige der möglichen Erweiterungstypen.

Achtsam im Umgang mit Daten

Die Einführung des "Private Browsing" Modus geschah schon vor einigen Versionsnummer. Seither hat man beim Firefox aber nicht geschlafen. Neben dem privaten Surfmodus bietet er eine zentrale Anlaufstelle, um schnell alle Daten (Verlauf, Cookies, Cache etc.) zu löschen.

Zusätzlich können Sie im Firefox definieren, dass Sie Webseiten über eine "Nicht-Verfolgung" unterrichten wollen. Abgerundet wird das Paket durch weitere Detaileinstellungen, die ein insgesamt sicheres Surferlebnis ermöglichen.

Gieriger Speicherfresser

Deutlichstes Manko des Firefox ist dessen unglaublicher Speicherhunger. Er bleibt zwar ein schneller Browser, doch sobald auch nur eine Website ein Problem verursacht oder der Speicher nicht ausreicht, macht Firefox schlapp und das Surferlebnis leidet spürbar darunter. In den kommenden Versionen soll dieses Defizit behoben werden, die Entwickler versprechen einen deutlich schnelleren Firefox.

Google Chrome, der Geschwindigkeitskönig

Schnell, schlanker, Google Chrome - so könnte man den Browser aus dem Hause Google am ehesten beschreiben. Vor wenigen Jahren gestartet, liegt der Browser inzwischen bereits in Version 18 vor. Die Zahl der Verbesserungen ist erheblich.

Bisher nur eingeschränkte Erweiterungen

Lange Zeit war es das größte Defizit von Google Chrome, dass es kaum attraktive Erweiterungen gab. Die Situation hat sich zwischenzeitlich zwar gebessert, doch so umfangreich wie beim Firefox ist es noch nicht. Wenn Sie keine zu ausgefallen Wünsche haben, sollten Sie aber auch hier fündig werden.

Datenkrake Google schlägt nicht mehr zu

Surfen mit Chrome ist nicht nur schnell, sondern auch sicher für Ihre Daten. Die anfänglichen Probleme, dass Chrome gierig die Daten seiner Nutzer sammelt, sind inzwischen behoben, auch wenn bei vielen Nutzern noch ungute Gefühle haften geblieben sind.

Google Chrome führt bei Geschwindigkeit

Wenn Sie den schnellsten Browser suchen, den es aktuell am Markt gibt, sind Sie beim Google Chrome richtig. Gegenwärtig kann kein Konkurrent Chrome das Wasser reichen. Ergänzend dazu ist Chrome etwas cleverer als Firefox: Einzelne Tabs mit Webseiten werden in einzelne Prozesse aufgeschlüsselt. Stürzt ein Prozess ab, bleibt der restliche Browser stabil. Bei Firefox ist dies nicht der Fall.

Es muss nicht immer Firefox oder Chrome sein

Auch wenn der Eindruck entstehen mag, dass es neben Firefox und Chrome keine anderen Browser mehr gibt - glücklicherweise ist dem nicht so. Die Palette ist natürlich begrenzt, doch einige davon können durchaus eine Alternative sein, wenn man weder Firefox noch Chrome nutzen möchte.

Internet Explorer, der unangefochtene Marktführer

Auch wenn es eingefleischten Fans von Firefox und Co. schwer fällt, es zu glauben: Der Internet Explorer ist nach wie vor der am weitesten verbreitete Browser. Unzählige Menschen vertrauen nach wie vor auf den Internet Explorer von Microsoft. Zurecht?

Mangelnde Erweiterungen für den IE von Microsoft

Auch wenn der Internet Explorer in der aktuellsten Version deutlich besser geworden ist, so bleibt er doch ein geschlossenes System, das von außen nicht erweitert werden kann. Dieses Manko schafft aber auch Sicherheit, da Lücken in Dritterweiterungen damit wegfallen.

Der IE kann auch schnell und sicher surfen

Private Browsing ist auch für den Internet Explorer seit geraumer Zeit keine Neuheit mehr. Der Browser arbeitet hartnäckig daran, die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen. Auch in Sachen Geschwindigkeit muss sich der Internet Explorer nicht verstecken, bleibt aber hinter Firefox und Chrome zurück.

Grund für die eher schwache Performance ist beim Internet Explorer die sehr langfristig ausgelegten Aktualisierungen. Deshalb profitiert der Browser auch nicht von neuen Javascript-Anpassungen. Die Konkurrenz hat hier deutlich die Nase vorn.

Opera, die Erfinder des Tabbed-Browsing

Opera ist vielen Internetnutzern vielleicht entfernt noch ein Begriff. Der Webbrowser fristet zwischenzeitlich ein Schattendasein, obwohl Opera der erste Browser war, der Tabs unterstützte. Die modernen Browser von heute haben sich die Idee des Tabbed-Browsing also von Opera abgeguckt. In Sachen Geschwindigkeit zieht Opera vor Firefox davon, gegen Chrome hat er jedoch keine Chance.

Leider sind auch beim Opera Updates eher die Seltenheit. Dadurch kommt es gelegentlich zu Darstellungsfehlern auf Webseiten. Demgegenüber steht ein Browser, dessen Optik sich äußerst flexibel anpassen lässt. Zusätzlich verfügt er über umfassende Detaileinstellungen wie etwa Maus-Gesten. Mit diesen können Sie etwa steuern, wie ein Link geöffnet werden soll. Profis werden mit Opera also nach wie vor viel Freude haben. Wer es einfacher mag, den können derartige "Features" jedoch eher abschrecken.

Hinsichtlich Privatsphäre der Nutzer und Add-ons sieht es bei Opera eher düster aus. Zwar gibt es Erweiterungen, doch die Anzahl ist kaum erwähnenswert und qualitativ eher schwierig. Auch die mangelnde "Private Browsing"-Funktionalität fällt beim Opera eher negativ auf, obgleich nicht jeder Nutzer darauf angewiesen ist.

Safari, ein Browser nicht nur für Apple-Nutzer

Wer einen Mac besitzt, kennt mit Sicherheit Apples Browser Safari und dessen Geschwindigkeit. Der Grund dafür: Safari sowie Chrome setzen auf dasselbe System. Das Ergebnis ist ein regelmäßiges Kopf-an-Kopf Rennen der beiden Browser, welches darin mündet, dass beide Browser regelmäßig um die Pole-Position kämpfen.

Erweiterbar ist der Browser zwar nicht, dafür achtet er sehr genau auf Webstandards, weshalb er insbesondere im HTML-5-Bereich richtig punkten kann. Vor allem Web-Entwickler dürften darin einige Vorteile sehen, da es Ihre Arbeit unterstützen kann.

Irritierenderweise wirkt Safari oft unglaublich langsam, obwohl er in den Benchmarks die höchsten Punktzahlen abräumt. Woran das liegt, lässt sich schwer sagen. Letztendlich ist es jedoch so, dass Safari so schnell ist, wie es in den Benchmarks ermittelt wird.

Natürlich liegt der Fokus von Safari bei Apple-Systemen, schließlich kommt der Browser von Apple. Windows-Nutzer haben hier das Nachsehen, da Sie auf diesen Browser praktisch verzichten müssen. Wer einen Mac besitzt, kann bei Safari bedenkenlos zugreifen.

Firefox, Chrome, Internet Explorer oder doch eine Alternative?

Je nach eigener Bedürfnislage ist der eine oder andere Browser zu bevorzugen. Klären Sie also vorab, worauf genau Sie angewiesen sind. Brauchen Sie einen Browser der viele Erweiterungen bereitstellt oder geht es Ihnen um das schnellstmögliche Surferlebnis? Brauchen Sie viele Tabs, die parallel offen sind und bei einem Absturz nicht den gesamten Browser in den Abgrund stürzen? Je nachdem wie Ihre Bedürfnisse verteilt sind, gibt es für Sie den passenden Browser.

Firefox, der Alleskönner

Wenn Sie vor allem einen Browser brauchen, der durch viele Erweiterungen flexibel anpassbar ist, dann greifen Sie zum Firefox. Nirgendwo sonst erhalten Sie ein derart umfangreiches und qualitativ hochwertiges Portfolio an Add-ons. Hinzu kommt, dass Firefox nach wie vor ein sehr flotter Browser ist.

Leider laufen alle Tabs bei Firefox in einem Prozess. Stürzt also ein Tab ab, ist davon meist der ganze Browser betroffen. Das ist ärgerlich, vor allem wenn Sie vergessen haben etwaige Inhalte in anderen Tabs zu speichern.

Chrome, der Geschwindigkeitskönig

Ihnen geht es um ein schnelles Surferlebnis? Dann greifen Sie bei Google Chrome zu. Tabs werden hier in einzelne Prozesse aufgeteilt, so dass auch im Falle eines Absturzes der Browser weiterläuft. Hinsichtlich der Zahl der Add-ons liegt Chrome noch hinter Firefox, doch die Waage neigt sich immer mehr.

Über kurz oder lang hat Chrome gute Chancen den Konkurrenten Firefox dauerhaft zu übertrumpfen. Vorausgesetzt der Mozilla-Browser legt nicht nach. Eine Investition in Chrome ist also zumindest gegenwärtig eine sichere Angelegenheit.

Internet Explorer, der Klassiker

Unangefochtene Nummer 1 im Browsermarkt ist nach wie vor Microsofts Internet Explorer. Betrachtet man die eher durchschnittliche Leistung, mangelnde Erweiterbarkeit und seltene Updates, verwundert das Ergebnis. Doch fairerweise muss man Microsoft zugestehen, dass die aktuellste Version aus vielen Fehlern gelernt hat. Sollte Microsoft das beibehalten, könnte es wieder deutlicher aufwärts gehen.

Opera, ein Browser mit Feinheiten

Opera ist nach wie vor ein sehr guter Browser, der bei der Performance problemlos an anderen aktuellen Browsern vorbeiziehen kann. Dafür mangelt es ihm an regelmäßigen Updates. Auch Erweiterungen sucht man hier vergeblich. Dafür bietet Opera die Möglichkeit, das äußere Erscheinungsbild des Browsers umfassend anzupassen. Ergänzend dazu kann man viele professionelle Einstellungen wie etwa Maus-Gesten definieren, mit denen bestimmte Aktionen verknüpft werden.

Safari, aber lieber nur für Apple-User

Wer auf der Suche nach dem puren, reinen Surfvergnügen ist, muss zum Apple Safari greifen. Der Browser arbeitet mit dem Gerüst des Google Chrome und punktet bei sämtlichen Benchmarks mit Höchstwerten. Windows-Nutzer sollten lieber auf Safari verzichten.

Insbesondere Web-Entwickler können vom Safari profitieren, da der Browser sehr exakt auf HTML 5 eingeht. Darüber hinaus ist er leider nicht erweiterbar und somit eben ein reines Browsing-Werkzeug, ohne besondere Extras.

Tipp der Redaktion: Greifen Sie zu Google Chrome

Es ist immer schwierig, sich an einen neuen Browser zu gewöhnen. Im Falle von Google Chrome kann sich das aber lohnen. Der Browser ist bereits jetzt rasend schnell, weitestgehend absturzsicher und die Palette der verfügbaren Add-ons wächst mit jeder Minute. Wenn Sie also einen neuen Browser suchen oder wechseln wollen, sollten Sie Google Chrome in die engere Auswahl nehmen.

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