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Features der Xbox 720

Mit der Xbox One - gerne auch als Xbox 720 bezeichnet - erhalten Gamer eine Spielekonsole der neuen Generation. Im November 2013 soll es soweit sein. Doch was bietet die neue Konsole von Microsoft überhaupt? Wir zeigen Ihnen, was die Xbox One kann und ob sich der Umstieg lohnt.

Mit der Xbox One zielt Microsoft auf einen ganz besonderen Kreis der Konsolenspieler ab. Nämlich die, die echte High-End Geräte im Wohnzimmer haben wollen. Wir zeigen Ihnen, was die Xbox One bietet und ob sich der Kauf der Konsole ab November 2013 für Sie lohnen kann.

Rechenleistung auf höchsten Niveau

Bereits die Beschreibung der Rechenleistung lässt so manchen Gamer aufhorchen. So wird in der Xbox One ein Achtkern-Prozessor seine Arbeit verrichten - selbstverständlich mit 64-Bit Architektur. Details fehlen lediglich zur Taktrate sowie der eingesetzten Grafiklösung. Dafür greift die Xbox One jedoch auf bis zu acht Gigabyte Arbeitsspeicher zurück. Genug Leistungsreserven, um auch anspruchvollste Spiele in bester Qualität anzubieten.

Technische Feinheiten der Konsole

Zu den weiteren Details der Konsole gehört, dass sie eine 500 Gigabyte große Festplatte besitzen wird. Bisher sieht es danach aus, dass diese Festplatte nicht ohne größeren Aufwand selbst getauscht werden kann. Eine Erweiterung des Speichers durch externe Lösungen soll jedoch über einen bereitgestellten USB-Anschluss problemlos möglich sein.

Flankiert wird das Angebot noch von einem integrierten Blu-ray-Laufwerk, einem HDMI-In/Out Anschluss sowie einem WLAN-Adapter mit n-Standard, welches den drahtlosen Zugang ins Netz ermöglicht.

Kinect 2.0 für maximales Entertainment

Zu den besonderen Unterhaltungsfeatures dürfte jedoch ohne Zweifel Kinect 2.0 zählen, sowie der weitere Ausbau der Entertainment-Funktionen. So wird die Xbox One nicht nur eine reine Gaming-Konsole sein, sondern vielmehr als "Medienstation im Wohnzimmer" ihre Position einnehmen.

Gestreamte Filme und Musik sollen genauso alltäglich werden, wie das Spielen mit der Konsole selbst. Gepaart mit der Kinect 2.0 Steuerung wird die Nutzung der Xbox One dabei zum besonderen Erlebnis. Denn neben der Sprachsteuerung lässt sich die Konsole auch über Gesten kontrollieren.

Probleme mit Onlinezugang & DRM

Nach der Vorstellung der Konsole wurde vor allem bemängelt, dass diese einen Onlinezwang voraussetze, um die Games zu spielen. Mindestens alle 24 Stunden sollte eine Verbindung mit einem Microsoft-Server notwendig sein, damit die Spiele weiterhin aktiv genutzt werden können.

Durch den aktiven Protest der Community ist man seitens Microsoft letztendlich von dieser Position abgewichen. Wer keine Internetverbindung besitzt oder die Xbox 720 damit nicht verknüpfen will, kann seine Games ohne Probleme spielen. Ein 24-Stunden Onlinezwang ist damit gefallen.

Doch damit nicht genug. Auch hinsichtlich der restriktiven DRM-Maßnahmen ist man bei Microsoft deutlich zurückgerudert. Ursprünglich war es nämlich vorgesehen, dass gekaufte Spiele nicht weiterverkauft werden können. Ein Digital Rights Management (DRM) System sollte dies verhindern.

Auch diese Ankündigung hat Microsoft zurückgezogen. Spiele für die Xbox 720 wird man genauso verkaufen, verleihen und verschenken können, wie dies auch schon bei Xbox 360 Spielen der Fall war.

Disks müssen nun immer im Laufwerk sein

Die Zugeständnisse an die Nutzer bringen aber auch einige nicht ganz unerhebliche Nachteile. Während zuvor ohne Disk in der Xbox 720 gespielt werden konnte, muss diese nun eingelegt bleiben. Darüber hinaus wurde das Family Sharing vorerst eingestampft.

Xbox 720: Family Sharing gestoppt?

Über die Family Sharing Funktion sollte es möglich sein, mit bis zu 10 Personen seine liebsten Xbox One Games zu teilen. Das parallele Spielen der Games wäre dabei nicht möglich gewesen. Vielmehr wäre das System einem digitalen Verleih unter Freunden gleichgekommen.

Der Begriff Family (Familie) wurde dabei sehr weit ausgelegt. Ein identischer Name sei nicht notwendig, so dass die Spiele auch unter engen Freunden oder Bekannte vermittelt werden können.

Durch die von der Community geforderten Veränderungen hinsichtlich des Weiterverkaufs sowie den Verleih der Spiele wurde diese Funktion nun gestoppt. Da die Gamer die Spiele nun selbst verleihen können, gibt es an sich keinen Bedarf mehr am digitalen Verleih.

Da gerade diese Funktion aber gewünscht war, gab es erneut Proteste von Gamern. Zwischenzeitlich hat Marc Whitten, Produkt-Chef bei Microsoft, angekündigt, dass man die Family Sharing Funktion nur zurückgestellt habe. Er gehe davon aus, dass diese Funktion über kurz oder lang wieder in die Xbox 720 zurückkehren wird.

Indie-Entwickler erhalten Zugang

Da sich in der Vergangenheit auch Games abseits des klassischen Mainstreams sehr gut entwickeln konnten, will Microsoft zukünftig diesen Bereich ebenfalls stärker unterstützen.

Indie-Entwickler können über Xbox Live zukünftig die erstellten Games selbst an die Endkunden bringen, ohne dafür einen Publisher zwischenschalten zu müssen. Dadurch liegt auch die Preisgestaltung sowie der Release-Termin voll in deren Hand.

Achievement System der Box 720 wird erweitert

Langzeitbindung von Spielern ist in Zeiten eines überfluteten Marktes eines der wichtigsten Verkaufsattribute. Auch Microsoft hat das erkannt. Das bisherige Achievement-System (Belohnungs-System) soll deshalb noch stärker erweitert werden.

Entwickler können zukünftig auch nachträglich weitere Erfolge hinzufügen. Dabei müssen diese nicht zwangsläufig mit einem Downloadable-Content (DLC) verbunden sein. Bei den Games würden somit regelmäßig neue Herausforderungen entstehen. Updates sollen dabei monatlich oder quartalsweise möglich sein.

Um die Spieler jedoch anfänglich nicht mit immer neuen Herausforderungen zu überwältigen, soll diese Funktion vorerst nur für Games mit 10.000 Gamerscore Punkten umgesetzt werden.

Lohnt sich der Kauf der Xbox One?

Ob der Kauf der Xbox One eine lohnende Investition ist, hängt stark von der weiteren Entwicklung ab. Sollte sich an den negativen Kritikpunkten nichts mehr ändern, müssen Sie es hinnehmen, dass Sie Ihre gebrauchten Spiele nicht weiter veräußern können. Zudem muss die Konsole alle 24 Stunden ans Internet.

Darüber hinaus trumpft die Konsole jedoch mit technischen Details auf, die eigentlich eine Garantie dafür sein dürften, dass Xbox One Spiele grandiose Unterhaltung bieten. Falls Sie sich den Kauf der Konsole überlegen, sollten Sie diese nach Möglichkeit vorab erst einmal testen. Nur dann können Sie sicher sein, dass sich die nicht ganz günstige Investition für die Konsole auch lohnt.

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