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Ist Save.TV legal?

Nicht in jedem Wohnzimmer finden sich heute bereits Festplattenrecorder, um aktuelle Fernsehserien aufzuzeichnen. In solchen Fällen gibt es jedoch Alternativen im Netz. Etwa das Angebot von Save.TV. Einige Nutzer sind sich jedoch unsicher, ob die Nutzung des Dienstes überhaupt legal ist.

Die Zeiten der guten alten Video-Kassette sind inzwischen lange vorbei. Doch noch immer möchten viele Menschen Fernsehserien aufzeichnen können. Etwa wenn diese nicht zu Hause sind oder anderweitig keine Zeit haben, um vor dem Fernseher mitzufiebern.

Nicht umsonst gibt es deshalb verschiedenste Festplattenrecorder mit HD-Qualität oder gleichartige Geräte, die eine Aufnahmemöglichkeit bereitstellen. Doch nicht jeder kann sich ein solches Gerät leisten oder es ist für die wenigen Aufnahmen schlicht überzogen.

Die Lösung: Ein Online-Videorekorder

All das ist mit einem Online-Videorekorder jedoch kein Problem. Man braucht selbst keine Geräte. Stattdessen wählt man einfach die gewünschte Sendung aus und lässt den Online-Videorekorder aufnehmen. Sobald die Sendung gelaufen ist, kann man sich die Aufnahme bequem herunterladen und ansehen.

Einigen TV-Sendern ist diese bequeme Variante der Aufzeichnung jedoch ein Dorn im Auge. Bereits vor vier Jahren ging ein Verfahren deshalb bis vor den Bundesgerichtshof. Der Vorwurf der Kläger lief dabei im Kern darauf hinaus, dass ein Online-Videorekorder die Rechte der Sender verletze. Die angefertigten Aufnahmen seien rechtswidrig entstanden.

BGH: Online-Videorekorder sind legal

Der Bundesgerichtshof schloss sich 2009 dieser Auffassung nicht an und betonte, dass ein Online-Videorekorder unter bestimmten Voraussetzungen durchaus legal sein könne. Die Aufzeichnung müsse dazu jedoch vollautomatisch ablaufen und jeder Nutzer dürfe sich lediglich eine Privatkopie des Werkes anfertigen.

Wenn diese Vorgabe nicht eingehalten wird, müsse man von rechtswidrigen Kopien ausgehen. Der Gesetzgeber ermöglicht einer Person grundsätzlich das Anfertigen von Privatkopien urheberrechtlich geschützter Werke. Erst wenn dieser Rahmen überschritten wird, kommt es eigentlich zu Problemen.

Das LG München widerspricht

Im vergangenen Jahr 2012 zog die ProSiebenSat.1-Mediengruppe gegen den Online-Videorekorder Anbieter Save.TV vor Gericht. Für die Nutzung des angebotenen TV-Signals habe der Dienst keinerlei Lizenz. Folglich seien die Rechte der Sendeanstalt verletzt.

Das Landgericht München teilte im konkreten Fall die Ansicht der Kläger und bestätigte die Klage. Daraufhin hätte Save.TV eigentlich die Sender ProSieben und Sat.1 aus der Auswahl entfernen müssen. Man sah sich jedoch zu keiner Reaktion veranlasst.

Wie man damals betonte, müsse man das nicht rechtskräftige Urteil erst prüfen. Erst dann könne man die Erfolgsaussichten einer Berufungsklage abschätzen.

Ist Save.TV vertrauenswürdig?

Save.TV hat von diversen Fachzeitschriften durchweg positive Bewertungen und Einschätzungen erhalten. Sie als Kunde stehen sowieso in keinem Zusammenhang mit etwaigen Rechtsstreitigkeiten, die das Unternehmen ausfechtet.

Sie können also beruhigt Save.TV nutzen, ohne dass Ihnen dadurch irgendwelche rechtlichen Nachteile entstehen würden. Auch ein finanzielles Risiko gehen Sie nicht ein. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie sich über die genauen Kosten von Save.TV klar sind. Geworben wird zwar damit, dass Sie Save.TV 14 Tage kostenlos testen dürfen, doch danach kostet der Dienst einige Euros im Monat.

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