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Mahnung von Limango

Haben Sie gerade Ihre E-Mails gecheckt und darunter eine Mahnung von Limango.de gefunden? Auch wenn diese horrende Beträge aufführt und eine Bezahlung binnen eines Tages fordert - bleiben Sie ruhig. An der Mahnung ist nämlich weit weniger dran, als so mancher Nutzer glaubt.

Tagtäglich gehen unzählige E-Mails im Postfach ein. Die unangenehmsten davon sind die, bei denen es um Geld geht. Und um knappe Fristen. Die vermeintliche Mahnung von Limango gehört hier dazu.

Was ist Limango überhaupt?

Bei Limango handelt es sich um einen Online-Shop für Schuhe und Kleidung, primär für Frauen und Kinder. Auch weitere Produkte gehören mit zum Sortiment. Das Besondere an limango.de ist dabei deren Shopping-System.

Im Gegensatz zu regulären Shops ist das Sortiment von Limango durchläufig. Das bedeutet, dass alle Angebote nur 2 bis 4 Tage zur Verfügung stehen. Darüber hinaus nur in begrenzter Menge. Wer zu lange überlegt, bekommt das Produkt seiner Wahl möglicherweise nicht.

Aber ich habe bei Limango doch gar nichts bestellt!

Die Limango Mahnungen, die Sie per E-Mail erhalten, sind banale Fälschungen von Kriminellen. Es handelt sich also um gar keine echte Mahnung, sondern einen Betrugsversuch. Sie können die Mail also getrost ignorieren oder direkt löschen.

Die Limango Mahnung per E-Mail wird auf Umwegen versandt. Woher die Kriminellen Ihre E-Mail-Adresse bekommen haben, lässt sich nachträglich nicht mehr feststellen. Vermutlich wurde diese jedoch irgendwo im Netz aufgesammelt.

Wie schützt ich mich gegen gefälschte Mahnungen?

Sich gegen gefälschte Mahnungen im Netz zu schützen, ist mindestens genauso schwer, wie die Unterscheidung von echten und falschen Mahnungen. Grundsätzlich gibt es jedoch einige grundlegende Ansätze, mit denen Sie relativ gut auskommen werden:

Tipp 1

Vermeiden Sie die öffentliche Verbreitung Ihrer Mail-Adresse. Das reduziert nicht nur das Spam-Aufkommen. Auch Kriminelle können Sie nicht mit Phishing-Mails oder vermeintlichen Mahnungen belästigen.

Tipp 2

Prüfen Sie ganz genau, ob Sie bei dem fraglichen Shop etwas bestellt und noch nicht bezahlt haben. Wenn Ihnen der Name des Unternehmens völlig unbekannt erscheint, sollten Sie vorsichtig werden.

Tipp 3

Verifizieren Sie die Echtheit der Mahnung. Eine kurze Suchanfrage bei Google liefert bereits passable Ergebnisse. Wenn viele Nutzer über die fragwürdige Mahnung berichten, können Sie fast sicher sein, dass auch in Ihrem Fall ein Betrug vorliegt.

Tipp 4

Sie kennen das Unternehmen, haben dort auch etwas bestellt aber bereits bezahlt? Es kann sein, dass der Zufall zugeschlagen hat. Gerade bei großen und bekannten Shops ist dies denkbar. Sofern Sie beim Unternehmen eine Rückfrage wegen der Mahnung vornehmen wollen, sollten Sie die Kontaktadresse selbst händisch suchen. Verlassen Sie sich niemals auf die Kontaktdaten der (vermeintlichen) Mahnung.

Tipp 5

Die Mahnung scheint echt zu sein. Gerade wollen Sie den Betrag überweisen, als Ihnen das merkwürdige ausländische Konto auffällt. In vielen Fällen greifen Kriminelle auf ausländische Bank-Institute zurück. Oder noch auffälliger: Die Mahnung soll per "Paysafecard" oder andere Prepaid-Zahlungsmittel beglichen werden.

Tipp 6

Auch eine Mahnung muss eine akzeptable Frist aufweisen. Gerade wenn Sie in Ihrer Position als Verbraucher eine Mahnung erhalten haben, ist ein Zeitraum für die Begleichung von 24 Stunden nicht akzeptabel. Seriöse Unternehmen gewähren hier im Regelfall Fristen von etwa sieben Tagen. Die Frist darf zwar sehr kurz sein, ist aber ein auffälliges Indiz, dass man Druck aufbauen will.

Ich bin auf die Mahnung hereingefallen! Was nun?

Auf jeden Fall sollten Sie kühlen Kopf bewahren! Halten Sie alle Beweismaterialien fest. Sie können beispielsweise den E-Mail-Schriftverkehr sowie den Anhang per Screenshot festhalten. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um die Überweisung rückgänig zu machen. Seien Sie sich im Klaren, dass Abmahner als Betrüger gelten, wie auch internetrecht-rostock.de darlegt. Dementsprechend können Sie rechtliche Schritte, wie das Einreichen einer Klage, einleiten. In häufigen Fällen sind Sie nicht das einzige Opfer eines Betruges geworden. Recherchen in Foren können sehr aufschlussreich sein. Oft helfen die Erfahrungen anderer Nutzer, um auf eine Lösung zu kommen.

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