Vor 2004 war GSM der Mobilfunkstandard. Seitdem nimmt UMTS diesen Platz ein. Dank der Übertragungstechnologie können sich Mobilfunker freier und vor allem schneller im Netz bewegen. Der Ort spielt dabei so gut wie keine Rolle mehr. Um UMTS möglich zu machen, schufen die Provider eine vollkommen neue Infrastruktur, die sich allerdings noch nicht auf ganz Deutschland erstreckt.
LTE
Long Term Evolution ist ein Funknetz vierter Generation. LTE soll UMTS als Mobilfunkstandard ablösen. Inzwischen bieten Vodafone und T-Mobile bereits entsprechende Datenverträge, während O2 noch die Netze testet. Wenn es nach der Bundesregierung ginge, würde der Ausbau des entsprechenden Netzes vor allem die wirtschaftliche Attraktivität der ländlichen Regionen steigern.
WAP
WAP war Ende der 1990er Jahre der erste massentaugliche Weg, um sich per Handy im Internet zu bewegen. Dazu passten Provider die dort gebotenen Inhalte an die reduzierte Darstellungsfähigkeit der damaligen Displays an. Aufgrund des zähen Übertragungsflusses wurde die Technologie auch "wait and pay" genannt.
GPRS
Dank GPRS konnten Mobilfunker erstmals mit annehmbaren Geschwindigkeiten im Netz surfen. Dank achtfacher Kanalbündelung dürfen Nutzer Daten mit bis zu 172 KB/s abrufen. Heute weicht das Handy auf GPRS aus, wenn weder UMTS noch EDGE zur Verfügung stehen.
EDGE
Wie GPRS auch überträgt EDGE Daten in Paketen, nur mit schnellerer Geschwindigkeit - dank 8-Phase-Shift Keying. Dabei besaß die Technologie einen wirtschaftlichen Vorteil: Vorhandene GPRS-Stationen mussten lediglich aufgerüstet werden. EDGE erreicht laut O2 inzwischen eine 99-prozentige Netzabdeckung.
HSDPA
HSDPA beschleunigt Datenübertragungsraten im UMTS-Netz auf maximal 21, 6 MB/s. Die Technologie wird mangels Netzausbau noch nicht flächendeckend eingesetzt. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit steht auch in ausgebauten Gebieten bisher selten zur Verfügung. Außerdem unterstützen ältere Handys HSDPA nicht.