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Entwicklung: E-Mail verschwindet, Social Software boomt

Das Unternehmen Atos will sich dem Social-Media-Boom beugen und die traditionelle E-Mail aus der Unternehmenskommunikation verbannen. Firmenchef Thierry Breton gibt den Mitarbeitern noch 18 Monate für den Umstieg auf Chat und soziale Plattformen. Somit wird der Boom der sozialen Software langsam aber sicher greifbar. Atos dürfte auch zu den ersten Unternehmen gehören, die diesen Weg einschlagen.

Was der Firmenchef gegenüber dem britischen Telegraph erklärte, ist schon eine kleine Revolution. Schließlich handelt es sich um ein großes IT-Service-Unternehmen. Der frühere Finanzminister Thierry Breton hatte allerdings schon im Februar 2011 prophezeit, dass die E-Mail ein altes Mittel der Kommunikation sei. Damals glaubte ihm niemand, alle hielten es für einen Witz. Nun macht der Unternehmer Nägel mit Köpfe und will in zirka 18 Monaten die E-Mail aus seinem Unternehmen verbannen. Den Vorzug erhält dann so genannte Social Software.

Facebook, Twitter oder Google Plus

Darunter fallen unter anderem Messanger wie Skype, Googles Hangout sowie Wikis, Blogs und allgemeine soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google Plus. Einzige Voraussetzung bei den meisten Diensten: lokales Netzwerk oder das Internet. Der Grund für die drastische Änderung ist zumindest nachvollziehbar. So bekommt seiner Meinung nach jeder Mitarbeiter zirka 200 E-Mails am Tag und nur zehn Prozent davon sei nützlich. In Stunden ausgerechnet ist der Zeitverlust immens. Fünf bis 20 Stunden benötigt jeder Mitarbeiter für die wöchentliche Bearbeitung dieser elektronischen Post - schnelle Entscheidungswege via Social Networks erscheinen ihm passender.

Chef Breton geht mit bestem Beispiel voran und hat bereits seine Kommunikationskanäle geändert."Wenn Leute mit mir reden wollen, können sie zu mir kommen und mich besuchen, mich anrufen oder mir eine SMS schicken", sagte der 56-Jährige im Gespräch weiter. "E-Mails können das gesprochene Wort nicht ersetzen." Einige der älteren Generation werden diesem Schlusswort nur zu gerne zustimmen. Ob auch andere Unternehmen diesen Weg einschlagen werden ist nicht bekannt. Doch es dürfen in Sachen Hangouts und Co. noch einige Überraschungen erwartet werden.

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