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Online-Spionage: US-Geheimdienst identifiziert Hacker

Nun wird es spannend. US-Regierungsrechner und andere Einrichtungen wurden angeblich von chinesischen Hackergruppen attackiert. Das will das "Wall Street Journal" herausgefunden haben. Mindestens in zwölf Fällen soll die Volksbefreiungsarmee involviert gewesen sein. China weist die Vorwürfe nicht einmal zurück. Die Beweise sind niederschmetternd. Konsequenzen dürften aber hinter geschlossener Tür verhandelt werden - beide Länder sind stark abhängig voneinander.

Von einer Cyber-Armee will keine der Seiten sprechen. Doch ist von 20 Hackergruppen die Rede, von denen angeblich die Hackerangriffe ausgegangen sind und gegebenenfalls noch ausgehen. Warum das jetzt so seltsam ist? Zwölf dieser Gruppen werden von der chinesischen Volksbefreiungsarmee finanziell unterstützt. Sechs andere Gruppen sollen zusätzliche Verbindungen zu Universitäten halten. Das wiederum bedeutet genügend Rechenkraft, um andere Großrechner angreifen zu können. Das Wall Street Journal beruft sich dabei auf Aussagen von Personen, die unter anderem über einzelne Vorgänge informiert sind.

NSA ist dran

Der amerikanische Geheimdienst NSA (National Security Agency) hat einige Identitäten der Hacker herausfinden können. Selbst die Standorte der einzelnen können ermittelt werden. Das behauptet zumindest das Magazin in seinem Wirtschaftsteil. Ob allerdings die NSA diese Information preisgeben würde, darf stark bezweifelt sein. Bisher ist wohl nur durchgesickert, welche Charakteristika die Gruppen ausmachen. Also welche Software kommt zum Einsatz, welche IP-Adressen und wie wurden die Angriffe auf die USA durchgeführt. Dabei sind vor allem Behörden, Militäreinrichtungen und Unternehmen betroffen.

China gab nun zu, dass die Hackergruppen Realität sind. Doch das Land wehre sich vor dem Vorwurf, diese zu unterstützen. Dabei hatte erst im Sommer 2011 die chinesische Armeeführung erstmals zugegeben, eigene Elitehacker zu beschäftigen. Komisch, in China sind Hackervereinigungen und das Hacken strengstens verboten. Derartige Unternehmungen würden strikt bekämpft werden. Ein Regierungssprecher soll nun gesagt haben, dass sein Land sich sogar aktiv an internationalen Kooperationen beteiligt. Ob die USA bei diesen Kooperationen eingeweiht ist, wurde dabei nicht bestätigt.

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