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Samsung vs. Apple: Mobilfunkanbieter Verizon mischt sich ein

Der Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple bekommt eine unerwartete Wendung. Beide Unternehmen verklagen sich mittlerweile überall, wo es nur irgendwie geht. Doch jetzt mischt sich der Mobilfunkriese Verizon ein und nimmt erstmals Stellung zum aktuellen Geschehen - Apple kommt dabei nicht wirklich gut weg.

Das wird dem Unternehmen Apple nicht wirklich gefallen. Im Rechtsstreit Samsung gegen Apple mischt sich ausgerechnet der Mobilfunkriese Verizon ein. Mit einem Schreiben wendet sich das Unternehmen an das zuständige Bezirksgericht in Kalifornien. Der Inhalt des Schreibens: Man fordere das Gericht auf, Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung abzulehnen. Das Unternehmen aus Cupertino will auch weiterhin das Verkaufsverbot in Deutschland und anderen Ländern aufrecht halten. Im Gegensatz zu anderen Ländern darf das Tablet in Deutschland überhaupt nicht vertrieben werden - lediglich Media Markt und Co. durften die Restbestände verkaufen.

LTE, Arbeitsplätze und das große Geld

Der Grund für die Einmischung Verizons ist dabei nachvollziehbar - zuzmindest dann, wenn die Argumentation ignoriert wird. Durch das Verkaufsverbot, würde die Entwicklung und der Einsatz von LTE ins Schwanken geraten. Das Unternehmen ist sich zudem sicher, dass die LTE-Technik dafür sorgen würde, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen würden. Außerdem würden politische Ziele untergraben, laut denen der Zugang zu Breitband-Internet und schnellere Kommunikation für Rettungskräfte und Notfallpersonal ausgeweitet werden soll. Sie sollten aber eher nicht das eigentliche Interesse von Verizon sein. Kunden, die keine Samsung-Tablets kaufen, spülen auch kein Geld in die Kassen.

Verizon ist der größte US-Mobilfunkanbieter und vertreibt sowohl Apple als auch Samsung Produkte. Und es könnte doch dicker kommen. Denn der deutsche Patentexperte Florian Müller spricht gegenüber Notebook-Journal von einer "Kriegserklärung", die erhebliche Konsequenzen für den US-Markt haben könnte. Ob die Stellungnahme allerdings auch auf dem europäischen Markt für Konsequenzen sorgen wird, bleibt ungewiss. Fest steht, Apple wird sich nun warm anziehen müssen.