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Standard: Einheitliches Ladegerät startet morgen

Im Sommer 2009 haben sich die großen Hardware-Hersteller Apple, LG, Motorola, NEC, Nokia, Qualcomm, Research in Motion (RIM), Samsung, Sony Ericsson und Texas Instruments auf den neuen Standard geeinigt. Morgen wird das universelle Micro-USB-Ladegerät der EU-Kommission überreicht.

Fast zwei Jahre dauerte es, bis das erste universelle USB-Ladegerät für die Übergabe bereit war. Morgen wird es, während eines kleinen Empfangs, dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission überreicht. Die ersten Geräte sollen noch dieses Jahr in den Handel kommen - wann ist allerdings noch nicht bekannt. Die EU hofft mit der Einführung, auch den Produzenten von Digitalkameras, MP3-Playern und Navigationsgeräten eine Plattform zu bieten, um so auch dem immer mehr werdenden digitalen Schrott entgegenzuwirken.

90 Prozent können den Standard?

Richtig durchsetzen konnte sich die EU dann aber doch nicht. Auch weil sich wahrscheinlich Massenhersteller wie Nokia quer gestellt haben. Denn gehören Smartphones zu den Geräten, die sich mit den neuen Ladegeräten aufladen lassen, gilt die Regelung nicht für alone-Telefone, mit denen sich nur die Services Telefon und SMS erledigen lassen. Die EU geht von 90 Prozent aller ab 2010 produzierten Geräten aus, die mit dem neuen Standard ihren Strom generieren. Dagegen sprechen allerdings die bisher erschienen iPhones, Nokia-Smartphones und auch einige BlackBerry-Geräte. Sie sind zum Teil nur über speziellem Anschluss aufzuladen.

Rechtlich gesehen haben Kunden nun auch die Wahl der Qual. Kaufe ich ein Smartphone oder andere Geräte mit Ladegerät? Oder nutze ich lieber mein altes weiter? Preislich wird sich da wohl nicht viel tun. Doch die erwähnte digitale Schrottansammlung könnte so zumindest etwas verkleinert werden.

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