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Bei revolutionären Geräten mindestens auf die zweite Generation warten

2007 war ein revolutionäres Jahr, als Apple das iPhone auf den Markt gebracht hat. Es war das erste Smartphone und der Aufbau hat sich bis heute nicht verändert. Das heißt, es gibt einen großen Touchscreen auf der Vorderseite und ein Kameramodul auf der Rückseite. Seit diesem Zeitpunkt sind natürlich viele Hersteller eingestiegen, Samsung, Huawei und Co. liefern sich jedes Jahr einen Kampf um Kunden und um das beste Gerät. Obwohl der Aufbau gleich geblieben ist, weisen die ersten Smartphones große Unterschiede zu den heutigen Modellen auf. Das betrifft neben den größeren Displays auch die enorme Leistungssteigerung bei der Performance und bei den Kameras.

Von einer Revolution kann allerdings nicht gesprochen werden, denn ein Fingerabdrucksensor im Bildschirm ist zwar eine schöne Weiterentwicklung, das Smartphone an sich bleibt aber gleich. Es ist jedoch ein Ende in Sicht, denn faltbare Geräte machen immer mehr auf sich aufmerksam. Hersteller wie Samsung und Huawei haben auch schon welche vorgestellt und in die Verkaufsregale gestellt, ein sofortiger Zugriff ist aber in der Regel nicht zu empfehlen.

Samsung ist ein perfektes Beispiel

Das erste „richtige“ faltbare Smartphone war das Samsung Galaxy Fold. Es lässt sich wie ein Buch aufklappen und verbindet Handy und Tablet in einem Gerät. Auf der Außenseite ist ein Display für die Verwendung als Smartphone angebracht (4,6 Zoll), nach dem Aufklappen zeigt sich ein 7,3 Zoll großer Bildschirm mit Anmutung an ein Tablet. An der Idee gibt es auch nichts auszusetzen, von einem ausgereiften Begleiter kann aber keine Rede sein. Erste Tester zogen zum Beispiel aus Unwissenheit die eigentliche sehr wichtige Schutzfolie ab, außerdem drangen Staub und Schmutz ein und zerstörten das Display von Innen. Die Koreaner haben selbstverständlich nachgebessert, doch dann kamen andere Schwächen zum Vorschein. Beispielsweise besitzt das Außendisplay riesige Ränder und ist viel zu klein, sodass fast immer aufgeklappt werden muss. Ein Umstand, der den Komfort negativ beeinflusst.

Mit dem Nachfolger, dem Galaxy Z Fold 2, werden genau solche Kritikpunkte ausgemerzt. Der Außenbildschirm nimmt mit 6,23 Zoll die ganze Vorderseite ein (wie bei modernen Smartphones üblich) und das innere Display erhält statt einer Notch eine wesentlich unauffälligere Punch-Hole-Kamera. Des Weiteren liegt die Bildwiederholrate bei 120 Hertz und man kann auch von einem noch besseren und langlebigeren Scharnier ausgehen. Klar ist auch, dass Samsung von der ersten Generation gelernt hat und die Erfahrungen mit in die Entwicklung kommender Geräte einfließen lässt.

Die Zusammenfassung zum Schluss

Das Fazit an der ganzen Geschichte ist, dass revolutionäre Geräte (wie faltbare Smartphones welche sind) Zeit brauchen. Bei der Vorstellung durch den Hersteller wird das natürlich nicht sichtbar, doch spätestens bei ersten Praxistests können sich die Schwächen nicht mehr verstecken. Samsung und Co. machen das natürlich nicht mit Absicht, sondern es fehlt einfach die Erfahrung. Außerdem ist es ein Unterschied, ob man interne Tests durchführt oder in Massenproduktion geht. Die tatsächlichen Alltagssituationen können nämlich nicht so einfach nachgestellt werden.

Deshalb sollten Nutzer zumindest die erste Generation abwarten und das Ganze beobachten. Bei einem möglichen Nachfolger sieht es meist schon deutlich besser aus und man kann über einen Kauf nachdenken. Tests und Kundenrezensionen sind aber freilich auch hier ein zentrales Thema.

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