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Vor dem Kauf den Unterschied zwischen HDMI und DisplayPort kennen

Steht der Kauf eines Monitors oder eines anderen elektronischen Geräts an, dann fallen in der Regel die Begriffe HDMI und DisplayPort. In beiden Fällen ist es so, dass Bild und Ton übertragen werden. Das ist notwendig, wenn zum Beispiel ein Monitor mit einem Stand-PC verbunden werden soll. Die gute Nachricht ist, dass beide keine wesentlichen Unterschiede aufweisen und deshalb von keinem wirklich abgeraten werden kann. Wer es aber „perfekt“ haben möchte, der sollte die unterschiedlichen Merkmale kennen.

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Übrigens: Vor HDMI und DisplayPort hatten der VGA- und DVI-Anschluss ihren Auftritt. Diese sind aber nicht nur deutlich klobiger gewesen, sondern hatten auch viel weniger Leistung. Das passt in die heutige Bauweise nicht mehr, da alles dünner wird. Somit müssen auch die Anschlüsse im wahrsten Sinne des Wortes abnehmen.

Es gibt auch noch kleinere micro- und mini-Varianten davon

Obwohl HDMI und DisplayPort im Vergleich zu VGA und DVI schon deutlich kleiner sind, reicht auch das bei manchen Geräten (allen voran Notebooks) noch nicht aus. Kein Problem, denn genau dafür wurden die Anschlüsse Mini HDMI, Micro HDMI und Mini DisplayPort entwickelt. Wie auch der Name schon verrät, sind die Stecker hier kleiner.

Auch gut zu wissen: Es ist auch möglich, dass ein DisplayPort via USB-C oder Thunderbolt 3 integriert wird.

Wo liegen denn nun die Unterschiede?

Ein Unterschied ist die Kabellänge. Bei HDMI-Kabeln beträgt diese maximal 10 Meter, darüber hinaus würde es Übertragungsschwierigkeiten geben. Mehr Spanne hat man beim DisplayPort, hier können es nämlich fünf Meter mehr sein. In der Praxis spielt das aber keine entscheidende Rolle, denn der Kauf von einem 10-Meter-Kabel passiert nur in den seltensten Fällen. Es ist eher gang und gäbe, dass zuvor die Hardware entsprechend umgestellt wird.

Die Übertragungsgeschwindigkeit ist ein weiterer Unterschied. Während HDMI mit rund 43 GB/s auf Platz zwei liegt, kommt der DisplayPort auf stolze 77 GB/s. Man muss aber bedenken, dass die Version stimmen muss. Die Werte werden im Falle von HDMI mit der Version 2.1 und im Falle vom DisplayPort mit der Version 2.0 erreicht (es handelt sich in beiden Fällen um die derzeit aktuellste Version). Man muss aber auch hier die Praxis berücksichtigen und sagen, dass man im Alltag keinen Unterschied merken wird.

Bei HDMI gibt es außerdem mehrere Kabeltypen. Steht zum Beispiel „High Speed“ drauf, dann ist dieses auf eine besonders schnelle Datenübertragung ausgelegt. Bei „Ethernet“ ist es wiederum so, dass das HDMI-Kabel eine Internetverbindung übertragen kann.

Die letzten Unterschiede sind, dass HDMI die Steuerung von Geräten zulässt und der DisplayPort mehr für Gamer ausgelegt ist. Im ersten Fall kann man also beispielsweise eine verbundene PS4 mit der TV-Fernbedienung einschalten, im zweiten Fall ist die Unterstützung von G-Sync (NVIDIA) und FreeSync (AMD) ein Thema. Aber auch, dass DP die Reihenschaltung mehrerer Bildschirme unterstützt.

Wer auf welchen Anschluss setzen sollte

Geht es um Gaming und um den Anschluss eines PC-Monitors, dann sollte der DisplayPort vorgezogen werden. Er ist einfach mehr darauf ausgelegt und man holt das Maximum an Möglichkeiten raus. Ist gerade keines da, da tut es aber freilich auch ein HDMI-Kabel. Bei diesem Anschluss ist die weite Verbreitung der entscheidende Vorteil, sodass er für den normalen Nutzer und für den Heimgebrauch perfekt ist.