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Was ist Threads? Twitter-Konkurrent startet in Europa

Threads-Logo

Vor einem guten Jahr hat Elon Musk Twitter gekauft und seitdem nicht nur den Namen in ein ominöses „X“ geändert, sondern auch den Wert des Unternehmens halbiert. Viele Firmen, Personen des öffentlichen Lebens und andere Nutzer haben sich seitdem von der Plattform abgewandt. Das öffnet den Raum für alternative Plattformen. Zu Beginn standen Mastodon und Blue Sky im Fokus, ersetzen konnte Twitter aber keine der beiden Apps. Einen weiteren Twitter-Konkurrenten gibt es aus dem Hause Meta. Mark Zuckerberg hat Threads gegründet und heute startet der Service auch in Europa. Was ist Threads? Ist es besser als seine Alternativen? Wir stellen uns diese Fragen und liefern die Antworten in diesem Artikel.

Was ist Threads?

Am fünften Juni diesen Jahres startete Threads als Twitter-Konkurrent weltweit. In der EU hat es nun aber länger gedauert: Über ein halbes Jahr später ist es nun auch bei uns möglich, den Dienst zu nutzen. Dazu gibt es eine Android– und eine iOS-App (Affiliate-Link). Threads soll die Lücke schließen, die – wie viele vermuten – von Twitter hinterlassen wird, denn: Seit Elon Musk Twitter übernommen hat, geht es rapide bergab. Zum Einen ist der Wert des Unternehmens stark gesunken, seitdem Musk X von der Börse genommen hat. Außerdem gibt es mehr Fake-Accounts denn je, der Algorithmus zeigt immer unpassendere Beiträge an und Verschwörungstheoretiker und Rechtsextremisten fühlen sich unter Musk besonders Wohl auf der Plattform. Der Kurznachrichtendienst, der von vielen medienschaffenden, Politikern und Konzernen als Kommunikationsmittel genutzt wurde, befindet sich auf dem absteigenden Ast. Das haben auch Konzerne wie Disney und Apple erkannt, die ihren offiziellen Kanäle schließen und keine Werbung mehr auf X ausspielen.

Vorbild Twitter: Macht Threads alles besser?

Selbstverständlich streben nun viele Firmen danach, die vermutlich entstehende Lücke zu füllen. Allen voran Mark Zuckerberg, der als Erfinder von Facebook gilt und sich mit Social-Media-Plattformen bestens auskennt. Zudem führen Elon Musk und Mark Zuckerberg ein private Fehde, welche eigentlich in diesem Jahr in einem Käfigkampf hätte gipfeln sollen. Die Hergänge und Gründe für das Nicht-Zusammentreffen sind wirr und haben an dieser Stelle nichts verloren. Wichtig ist, das Threads nun offiziell in Europa startet und Twitter/X das Fürchten lernen will.

Doch das ist einfacher gesagt als getan. Wenige Tage nach dem Start hatte Threads zwar über eine Million Konten, danach ist es um das Meta-Twitter aber ruhig geworden. Zu umständlich sei die Anmeldung via Instagram und eine feste Verknüpfung zu dem ebenfalls zu Meta gehörigem Netzwerk für Bilder und Reels. Kritiker bemängelten zudem, dass Twitter eben noch nicht ganz tot sei und die wichtigste Kommunikation nach wie vor dort stattfinde.

Fazit

Threads ist gekommen, um Twitter als Kurznachrichtendienst zu ersetzen. Ob das gelingen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie Elon Musk weiter mit Twitter/X verfährt. Sollte er den sprichwörtlichen Karren tatsächlich noch tiefer in den Dreck fahren und ihn dort nicht mehr herausbekommen, haben alternative Plattformen eine echte Chance. Ob dann aber Blue Sky, Mastodon oder Threads das Rennen machen wird, bleibt abzuwarten.


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