Daten

Die Datensicherung – oder zu neudeutsch „Backup“ – soll verhindern, dass durch Verlust der Hardware bei einem physikalischen Defekt, Diebstahl oder versehentlichem Löschen monate- oder gar jahrelange intensive Arbeit verloren geht. Nicht nur Dokumente, sondern auch der Status des Betriebssystems und damit die Arbeitsumgebung sind im Fokus des potentiellen Datenverlustes. Gern vergessen, aber besonders ärgerlich, wenn digitale Adressbücher, E-Mail-Verkehr, die liebgewonnenen Favoriten oder die aufgebaute Musiksammlung von heute auf morgen nicht mehr verfügbar sind.

Warum ein Backup wichtig ist?

Während in Unternehmen zum Teil ganze Abteilungen für die Transparenz der Daten sorgen, behandelt der Privatanwender das zeitraubende Thema zumeist fahrlässig. Bei einer Firma oder einem Selbstständigen kann der endgültige Verlust der Daten die Existenz gefährden. Aber nicht nur den unwiederbringlichen Datenverlust gilt es zu bedenken. Auch die Zeit, die für die vollständige Wiederherstellung benötigt wird ist Ausfallzeit – so zum Beispiel bei der Neuinstallation und Einrichtung des defekten PC. Besserung geloben gebrandmarkte Kinder, die für das Thema aufgrund eigener negativer Erfahrung sensibilisiert werden und dem einmal erlebten Frust vorbeugen möchten.

Was gefährdet meine Daten?

Aber selbst bei größten Vorsichtsmaßnahmen ist niemand gegen potentiellen Datenverlust geschützt. Die Klassiker des Datenverlustes sind hierbei das versehentliche Löschen eines Ordners oder von mehreren Dateien – sowie das zumeist äußerst ärgerliche ungewollte Überschreiben von Dateien. Darüber hinaus kann der Datenverlust durch eine Beschädigung der Hardware entstehen, so zum Beispiel durch Erschütterungen oder dem nicht vorschriftsgemäßen Herunterfahren des PC.

Welches Backup-Medium zur Sicherung meiner Daten?

Es gibt eine große Bandbreite zur Auswahl des geeigneten Backups. So ist neben der manuellen Sicherung auch ein automatisiertes Backup denkbar. Ausschlaggebend sind hier die Faktoren Sicherungsvolumen, Zeit und Medium. Je nach Art und Umfang kann sich die Sicherung über einige Stunden erstrecken, was im Privatbereich aber eher die Ausnahme ist. Von immenser Bedeutung ist das Ziel der Sicherung. So kann das Backup heutzutage auf einem großen Spektrum abgelegt werden: DVDs, Flash- und USB-Laufwerke, SAN, Streamer-Tapes oder gar auf einem Speicherplatz online.

Welche Backupverfahren gibt es?

Prinzipiell wird zwischen drei Arten des Backup unterschieden: Voll-Backup, differentielles und inkrementelles Backup. Das Voll-Backup dient zumeist als Ausgangspunkt jeder gepflegten Datensicherungsroutine und sichert den kompletten Bestand, so z.B. das komplette Betriebssystem und die installierten Programme oder die bisherigen Daten als Referenz-Kopie. Beim differentiellen Backup werden alle Dateien, die seit dem letzten Voll-Backup geändert wurden oder neu hinzugekommen sind, gesichert. Ausgangspunkt ist immer das Voll-Backup. Bei einem inkrementellen (zunehmenden) Backup werden nur die Dateien gesichert, die seit der letzten Sicherung geändert oder neu hinzugekommen sind. Ausgangspunkt ist hierbei demzufolge immer die letzte inkrementelle Sicherung, sodass im Rücksicherungsfall die Daten zumeist aus mehreren Teilen wiederhergestellt werden müssen. Beim differentiellen und inkrementellen Backup wird gegenüber dem Voll-Backup neben Speicherplatz auch Zeit gespart. Das vielfältig verfügbare Software-Angebot unterstützt bei diesen Backup-Verfahren, wie auch potentiellen Automatisierungen, um das Backup zeitgesteuert und weitestgehend eingriffsfrei vom Benutzer zu gewährleisten.

Die Anforderungen an das eigene Backup können durchaus sehr individuell sein. Wichtigster Punkt ist aber die Regelmäßigkeit, um im Ernstfall aktuelle Daten – und nicht jene vom letzten Sommer – zurückzusichern. Die Platzierung an einem Ort, der vor Temperatureinflüssen, Nässe oder Zerstörung sicher ist, sollte selbstverständlich sein.