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Günstige Druckerpatronen

Zu einer vollen Büroausstattung gehört nicht nur ein PC, sondern auch ein Drucker. Die kleinen Geräte sind günstig zu haben. Teuer wird es erst, wenn man neue Tintenpatronen benötigt. Diese kosten häufig mehr als ein völlig neuer Drucker. Wieso das so ist, und wie Sie sich vor der Abzocke schützen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Es ist ein mulmiges Gefühl, wenn sich der Drucker mit einem niedrigen Tintenstand meldet. Nicht etwa, weil das an sich ein großes Problem wäre. Vielmehr wegen des Preises vor Augen, den man bald in neue Patronen investieren darf.

Bei Tintendruckern ist es inzwischen fast schon Standard geworden, dass Original-Patronen geradezu erschreckend teuer sind. Einige Analysten haben bei Vergleichen herausgefunden, dass nur wenige Dinge wie Insulin hochgerechnet teurer sind als die in Patronen verkaufte Tinte.

Viele vermuten, dass es einfach ein unausweichliches Problem ist. Die Tinte kostet nunmal, was der Hersteller dafür veranschlagt. Doch ist dem wirklich so?

Was kostet die Tinte in Druckerpatronen wirklich?

Die Zusammensetzung der Tinte in einer Druckerpatrone ist und bleibt ein Geheimnis der Hersteller. Ohne Zweifel muss sie vielen Anforderungen entsprechen. Sie darf nicht zu schnell im Druckkopf eintrocknen, soll am Blatt jedoch schnell trocknen. Diese und viele weitere Anforderungen treiben den Preis für eine Druckerpatrone in die Höhe.

Ein exakter Wert lässt sich leider nicht ermitteln. Klar ist jedoch: Die Patronen sind gnadenlos überteuert. Zu diesem Ergebnis gelangt regelmäßig Stiftung Warentest, die Refill-Tinte, bei der die Druckerpatronen nachgefüllt werden, testen, ist das Druckergebnis häufig gleichwertig oder nur geringfügig schlechter.

Das Preisersparnis liegt jedoch bei bis zu 90 Prozent. Eine Patrone, die Sie Original für 30 Euro kaufen, kann also im besten Fall mit einer Refill-Tinte für nur 3 Euro zum gleichwertigen Ergebnis führen.

Warum ist die Druckerpatrone dann so teuer?

Die Gründe für die hohen Tintenpreise liegen in den Druckern selbst. Wer sich einmal umsieht, wird feststellen, dass hochwertige Geräte bereits für weit unter 100 Euro zu erhalten sind. Ein Preis, der auf die eine oder andere Art subventioniert werden muss.

Viele Hersteller gehen hier den Weg über deutlich teurere Druckertinte. Häufig ist es beispielsweise so, dass die Einstiegsmodelle bei Druckern inklusive Druckerpatronen weniger kosten, wie schwarze und farbige Patronen einzeln gekauft.

Wer ausreichend Original-Tintenpatronen der Hersteller kauft, subventioniert genau genommen also den Drucker, den er bereits erworben hat. Diese Methode ist üblich, gegenüber dem Kunden jedoch unehrlich.

Ist das nicht Abzocke am Kunden?

Ja, in gewisser Weise ist es definitiv Abzocke am Kunden. Anstatt Drucker etwas teurer anzubieten, wird versucht auf trickreichen Umwegen über die Tinte neue Einnahmen zu generieren.

Besonders perfide ist dabei, dass das Verbrauchsmaterial - also die Druckerpatronen - immer wieder benötigt werden. Anders ausgedrückt: Wer einen Drucker mehrere Jahre nutzt und regelmäßig die Original-Druckerpatronen kauft, wirft den Druckerherstellern das Geld förmlich in den Rachen.

An einem vermeintlich billigen Drucker haben diese dadurch große Summen verdient. Mehr, als mit einem einzelnen verkauften Drucker je gewonnen werde hätte können.

Wie kann ich mich davor schützen?

Wenn Sie dieser Methode nicht zum Opfer fallen wollen, sollten Sie schnellstmöglich auf günstigere Refill-Tinte von namhaften Herstellern ausweichen. Diese ist qualitativ häufig gleichwertig, dabei jedoch um ein vielfaches günstiger.

Ist es sicher keine Original-Tinte zu verwenden?

Die Hersteller argumentieren häufig damit, dass nur die Original-Tinte die besten Ergebnisse erzielt. Klar ist: Die Original-Druckerpatronen sind optimal auf die Geräte abgestimmt. Doch wie zahlreiche Tests offenbart haben, können Sie auch mit Refill-Tinte gleichwertige Druckergebnisse erzielen.

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