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Das ist der momentane Stand der Technik beim autonomen Fahren

Auf der Suche nach Mobility Solutions (also Mobilitätslösungen) steht die Entwicklung keinen Tag still. Besonders das autonome Fahren ist in den Fokus geraten, das allgemeinen betrachtet Sinn macht und mit diversen Vorteilen punkten kann. Es gibt aber auch ganz klar viele Fragen dazu und viele wollen die Macht des Lenkens gar nicht an einen Computer abgeben. Das ist auch verständlich, denn man überlässt der Technik jegliche Manöver und ist ihr übertrieben ausgedrückt „machtlos“ ausgeliefert. Doch wie ist der derzeitige Stand bei diesem Thema?

Autonomes Fahren ist bereits möglich

Die Technik ist freilich noch lange nicht ausgereift und ein ausschließlicher Betrieb von selbstfahrenden Kraftfahrzeugen undenkbar. Nichtsdestotrotz ist autonomes Fahren bereits möglich, zum Beispiel in Phoenix. Es ist ein Vorort von Arizona, in dem Waymo (ein US-amerikanisches Unternehmen mit Zugehörigkeit zu Google) Roboterautos in Form von Taxis testet. Noch sitzt zwar ein menschlicher Fahrer hinter dem Lenker, dieser muss aber laut eigenen Aussagen nur mehr 0,09 Mal bei 1.000 gefahrenen Meilen eingreifen. Die Autos von Waymo sind also schon sehr weit in ihrer Zuverlässigkeit, eine Fahrtbuchung wird via App ausgelöst und man wird an seinem derzeitigen Standort abgeholt.

Die deutschen Hersteller hinken laut Herbert Diess (Chef bei VW) rund „ein bis zwei Jahre“ hinterher. BMW ist beispielsweise noch fleißig mit Datensammeln beschäftigt, auch müssen diese im Anschluss analysiert werden. Es tut sich aber trotzdem sehr viel im Hintergrund, da unter anderem ein BMW-Campus mit 1.700 arbeitenden Spezialisten errichtet wurde. Dazu kommen zwei Datencenter, die stolze 500 PB (Petabyte) umfassen.

Im Vergleich zu den Amerikanern ist der Entwicklungsrückstand aber kein Nachteil, denn dieser wird mit der deutschen Gründlichkeit gerechtfertigt. Es steht demnach nicht die Schnelligkeit, sondern die Sicherheit im Vordergrund. Als Beispiel sind die vielen Tesla-Unfälle zu nennen, die die Folgen unausgereifter Technik zeigen.

Deutsche gehen lieber auf Nummer sicher

Einer Umfrage zufolge wollen die Deutschen nur im Stau oder beim Ein- und Ausparken die Kontrolle an die Technik abgeben. Geht es um den fließenden Verkehr, dann sieht es wieder ganz anders aus. 45 Prozent der Befragten trauen der Fahrzeugtechnologie nicht oder haben Angst vor einem Hackerangriff. Skepsis ist menschlich und auch angebracht, sodass vor dem Einsatz in Serienfahrzeugen erst mal viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss.

Die Vorteile verschmälern sich dadurch aber nicht, sondern sie sind da. Zum Beispiel können leistungseingeschränkte beziehungsweise ältere Menschen viel besser in die Gesellschaft eingebunden werden, da sie auf keine andere Person angewiesen sind. Außerdem lassen sich unter Umständen ländlichere Gegenden einfacher mit einbinden, da der Kostenaufwand geringer ist. Natürlich wird umweltschonend gefahren und der Verkehrsfluss ist flüssiger, da eine Kommunikation untereinander stattfindet. Gute Aussichten gibt es auch bei den Unfallzahlen, denn bei 90 Prozent aller Unfälle ist der Mensch die Ursache. Unkonzentriertheit und Alkohol sind nur zwei Beispiele, natürlich darf aber auch die Technik beim autonomen Fahren auf gar keinen Fall versagen.

Eine Prognos-Studie setzt auf frühestens 2040

Autonome Autos werden kommen, lauter einer Prognos-Studie aber erst ab 2040. Es gibt freilich schon welche und es wird auch jeden Tag an der Technologie gearbeitet, der Massendurchbruch dauert aber noch. Es bleibt spannend, wie sich die Mobilitätsbranche bis 2040 verändern wird.