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Erweiterte Realität: Einsatzgebiete im Überblick

Immer öfter werden heute Drittanbieter-Softwarefirmen damit beauftragt, den Funktionsumfang von Software durch den Einsatz von modernen Technologien zu erweitern und dadurch zu bereichern. Die erweiterte Realität (Virtual Reality genannt) ist eine der innovativen Technologien, die sich immer größer Beliebtheit erfreut. Diese Technologie ist darauf abgezielt, menschliche Sinne anzusprechen und durch die Kombination der zusätzlichen digitalen Inhalte mit der Realität die Wahrnehmung von Menschen zu erweitern. Diese werden auf einem Endgerät wie Smartphones, Tablets oder ER-Brillen visualisiert.

Den Einsatzgebieten sind theoretisch keine Grenzen gesetzt. Die erweiterte Realität hat heute Anwendung in mehreren Branchen gefunden. Aber wir möchten drei wichtige Branchen als Beispiel nehmen, wo die erweiterte Realität in zahlreichen Bereichen zum Einsatz kommt und wo die Anwendungsbereiche immer vielfältiger werden: Produktion, Gesundheitssektor und Handel. In Deutschland sind im Bereich der Anbieter individueller Softwarelösungen Firmen wie ScienceSoft tätig.

Produktion

Während die virtuelle Realität in der digitalen Fertigung verstärkt eingesetzt wird, verwenden noch sehr wenige Unternehmen (meistens sind das große Unternehmen) die unbegrenzten Möglichkeiten der erweiterten Realität. Die Gründe dafür sind vielfältig, vor allem aber dadurch begründet, dass es auf dem Weg zum flächendeckenden Einsatz folgende Herausforderungen zu bestreiten gilt: Hohe Kosten oder Zugriffsrechte sind nur wenige davon. Und trotzdem unterstützt die VR-Technologie Industriebetriebe, den Bildungssektor und vieles mehr auf vielfältige Weise schon heute. Beispiele sind:

  • Schulungen: Die erweiterte Realität gilt als geeignete Technologie für Trainings und Schulungen, weil sie mittels Brillen etwa durch einen Prozess in der Fertigungsindustrie führen und Zusatzinformationen einblenden kann (z. B. welche Werkzeuge sollten in dem Augenblick zum Einsatz kommen oder wie sieht der nächste Schritt aus.). Dies spart enorme Kosten im Vergleich zu einem „echten Rundgang“.
  • Produktionsprozess: AR-Brillen ermöglichen es, wichtige relevante Daten, die auch in Echtzeit generiert werden können, sowie Befehle oder Hinweise für die nächsten Schritte in verschiedenen Etappen vom Prototyping bis hin zu Prüfung immer vor Augen zu haben. Das hilft dabei, den gesamten Prozess schneller und sicherer zu gestalten.
  • Intelligente Wartung und Instandhaltung: Zusätzlich projizierte Informationen können bei der Wartung von Maschinen und Anlagen entscheidende Vorteile bringen. Mithilfe von intelligenten Brillen erhalten die Techniker aktuelle Daten über den Status einer Anlage und zusätzliche Informationen wie Anleitungen oder weitere Anweisungen. Dabei ist es wichtig, dass sie freie Hände bei der Erledigung Ihrer manuellen Arbeit haben, sodass die Wartungsarbeiten ohne Pausen durchgeführt werden können. Das eröffnet eine Möglichkeit, nicht nur Instandhaltungsarbeiten effizient zu steuern, sondern auch zukünftige Maßnahmen zu planen.

Gesundheitsbranche

Da die erweiterte Realität hilft, Elemente zu visualisieren, die in der realen Welt unsichtbar sind, kann die Gesundheitsbranche in den folgenden Bereichen davon profitieren.

  • Ausbildung: Besonders hilfreich kann die moderne Technologie in der Ausbildung von Ärzten (beispielsweise von angehenden Chirurgen) sein, weil Studenten mittels erweiterter Realität an realen Operationen teilnehmen und in virtuell durchgeführten Operationen üben können. Das hilft realistische Szenarien ohne Risiken durchzuspielen und Operationsabläufe zu erlernen.
  • Chirurgie: Die erweiterte Realität bietet auch neue Möglichkeiten für die Chirurgie, um Chirurgen im OP-Saal zu unterstützen: Hilfe beim Navigieren, Einblendung nicht sichtbarer Organe, mittels Brille notwendige Aufnahmen und Patientendaten anzeigen, durch visuelle Darstellungen bei der Entfernung von Krebsgewebe und vieles mehr.
  • Pflege: Die innovative Technologie hat auch neue Einsatzgebiete bei der Patientenpflege eröffnet. Mittels erweiterter Realität können relevante Pflegeprozesse optimiert werden. Der Einsatz von erweiterter Realität ermöglicht es, zahlreiche Informationen anzuzeigen, um einen umfassenden Überblick über den Zustand, die Familie, Pflegehinweise, weitere Pläne in Bezug auf jeden einzelnen Patienten und mehr zu erhalten. Das hilft nicht nur dabei, Zeit zu sparen und den Arbeitsalltag von Pflegekräften zu vereinfachen, sondern auch Fehler bei der Patientenbehandlung zu vermeiden.

Handel

Es wird erwartet, dass innovative Technologien wie die erweiterte Realität im Einzelhandel ebenso fast revolutionäre Veränderungen bringen, die Kunden interaktive Einkaufserlebnisse bieten und Mitarbeiter unterstützen. Wir nennen euch einmal Beispiel, die schon heute im Einsatz sind:

  • Virtuelle Umkleidekabinen: Das funktioniert sowohl beim Online-Shopping als auch in stationären Geschäften. Man kann ausgewählte Kleidungsstücke ganz schnell ausprobieren und „an sich beamen“.
  • Navigation und Beratung: Geht es um eine Führung durchs Geschäft oder die visuelle Darstellung von Waren, bietet die neue Technologie zahlreiche Optionen, potenzielle Kunden umfangreich über Produkte zu informieren und zu beraten sowie Empfehlungen zu geben. Zweifellos haben außergewöhnliche Einkaufserlebnisse einen direkten Einfluss auf die Einkaufsentscheidung.
  • Smarte Brillen für Mitarbeiter: Mittels erweiterter Realität werden notwendige zusätzliche Informationen für Mitarbeiter bereitgestellt. Auf diese Weise haben die Angestellten die Hände frei und können im besten Fall umfangreicher für den Kunden da sein.

Fazit

Laut Statista wird prognostiziert, dass die erweiterte Realität bis 2021 ein Umsatzvolumen von rund 49 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Unseres Erachtens könnten Softwarehersteller, die keine modernen Technologien wie beispielswiese erweitere Realität in ihren Entwicklungsprozess integriert haben, künftig einen Nachteil am Markt bekommen. Um der Konkurrenz nicht hinterherzuhinken und Endnutzern außergewöhnliche Erlebnisse anzubieten, ist es für Softwareunternehmen mehr als empfehlenswert, etwaige Angebote ins Portfolio aufzunehmen.

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