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Selbstständigkeit: Wie Freiberufler Geld sparen können

Von außen betrachtet ist die Arbeit als Freiberufler erstrebenswert: Arbeiten wann man möchte, eine Vielzahl von Projekten, Freiheit und Selbstbestimmung. Das bedeutet aber auch, das maximale Maß an Verantwortung zu tragen, da man neben den Steuern für die eigene Krankenversicherung, die Bezahlung eventueller Mitarbeiter und Rücklagen für das Alter Sorge tragen muss.

In Anbetracht dieser Tatsachen ist es besonders wichtig, jeden Cent zurückzulegen und keine unnötigen Investitionen zu tätigen. In diesem Beitrag liefern wir einige Tipps, wie Sie als Freiberufler geldsparende Maßnahmen einleiten können.

Überblick über die Finanzen schaffen

Seine Finanzen im Überblick zu behalten, bildet die Grundbedingung, um Geld sparen zu können . Doch wie kann man dies tun? Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Online Vergleichsportale wie Financer.com bieten zum Beispiel die Möglichkeit, Konditionen von Geschäftskonten zu vergleichen. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen trennen Sie private Einnahmen und Ausgaben von geschäftlichen, was Ihnen einen besseren Überblick über die Finanzen verschafft. Zum anderen sparen Sie Zeit bei der Buchhaltung, da sich die Geldflüsse nicht vermischen, wenn die Steuererklärung fällig ist – Zeit ist schließlich Geld, besonders für Freiberufler.

Ein weiterer Ratschlag lautet, wie in Omas Zeiten ein Haushaltsbuch zu führen. Dies muss natürlich nicht in physischer Form erfolgen – hierfür gibt es zahlreiche Apps, auf die Apple- sowie Android-Nutzer zurückgreifen können. Wer Geld sparen möchte, der sollte nämlich erstmal wissen, wofür es ausgegeben wird. Auf diese Weise können Sie sehen, wo es Raum zum Kürzen gibt und wo im Falle von finanziellen Engpässen gespart werden kann.

Anschaffungen von der Steuer absetzen

Als Freiberufler ist man selbstverständlich daran interessiert, die Steuerlast so niedrig wie möglich zu halten, da ohnehin schon ein großer Anteil der Einkünfte für die Steuer entfällt. Wer geschäftlich Geld ausgibt, der kann dies von der Steuer absetzen. Auf folgende Dinge trifft dies zu:

Fahrtkosten – Pro Dienstkilometer steht Ihnen ein Beitrag von 30 Cent zu. Übrigens gilt dies nicht nur für PKW, sondern auch öffentliche Verkehrsmittel sowie Flugtickets.

Büro und Einrichtung – Der Staat ermöglicht Selbstständigen, auch Kosten für ein Arbeitszimmer (selbst wenn es zu Hause ist) abzusetzen. Das gilt für Versicherungsbeiträge, Telefon- und Internet, Einrichtung, Miete, Heizkosten und Grundbesitzabgaben. Auch Arbeitskleidung, Software und Lizenzen sowie Arbeitsgeräte sind von der Steuer absetzbar.

Fort- und Weiterbildungen – Dazu gehören neben Fachbüchern auch Seminare, Kurse, Schulungen und jegliche Formen von Weiterbildungen. Wichtig dabei ist, dass Sie beim Finanzamt im Zweifelsfall die Relevanz für das Unternehmen zu erkennen geben.

Mobile Geräte – Ohne Smartphone, Tablet oder Notebook kann heutzutage kaum ein Freiberufler arbeiten, wenn überhaupt jemand. Ab einem Wert von 800,- EUR richtet sich die Abschreibung nach der AfA-Tabelle. Auch Produkte unter 800,- EUR können als geringwertige Wirtschaftsgüter versteuert werden.

Büro vs. Homeoffice

Sie haben es bereits gelesen – zwar ist es möglich, die Miete für das Büro sowie die Einrichtung von der Steuer abzusetzen, jedoch handelt es sich bei der Miete von einem Büro um eine enorme finanzielle Belastung. Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, Ihre Aktivitäten ins Homeoffice zu verlagern, sofern natürlich die Kapazitäten vorhanden sind? Wer sich die Miete spart, der kann jeden Monat mehrere hundert Euro beiseite legen, was eine beachtliche Ersparnis bedeutet. Als Alternative lassen sich zum Beispiel Co-Working-Spaces nutzen, die stündlich, wöchentlich oder auch monatlich samt Seminarräumen gemietet werden können.

Sollte dies nicht möglich sein, können Sie die Möglichkeit prüfen, einen Raum in Ihrem Büro unterzuvermieten. Auch dies ist eine Möglichkeit, wenigstens einen Teil der Miete zurückzubekommen.

Outsourcing

Als Freelancer hat man sehr viele Tätigkeiten, wie zum Beispiel: Marketing und Kundenakquise, Kunden zufrieden halten, Buchhaltung und Steuern, Webseite aktualisieren und gegebenenfalls Newsletter aufsetzen sowie viele mehr. Das sind nicht alles Tätigkeitsbereiche, die besonders viel Umsatz generieren – dafür nehmen Sie aber Zeit in Anspruch. Besonders wer keine Mitarbeiter hat, kann dies in einer gesunden 40-Stunden-Woche nicht alles meistern und es ist in Ordnung sich einzugestehen, dass man nicht alles selbst erledigen kann.

Deswegen ist systematisches Outsourcing eine gute Möglichkeit, die tägliche To-Do-Liste schrumpfen zu lassen. Im Internet finden sich zahlreiche Portale, auf denen man für einen geringen Stundensatz einen virtuellen Assistenten oder Buchhalter engagieren kann. Sie sollten sich bewusst sein, in welche Aufgaben Sie viel Zeit investieren, welche Sie stattdessen für etwas Profitableres aufbringen könnten. Einige Aufgaben abzugeben kostet zwar ein wenig Geld, dafür haben Sie aber die Möglichkeit, sich auf Tätigkeiten zu konzentrieren, die das Fortbestehen Ihres Unternehmens gewährleisten, zum Beispiel die Kundenakquise.

Fazit

Als Freelancer kommen zahlreiche Ausgaben und ein hohes Maß an Eigenverantwortung auf Sie zu. Dennoch gibt es die Möglichkeit, an vielen Stellen Geld zu sparen – hierfür ist lediglich ein bisschen Kreativität gefragt. Außer die geschäftlichen Investitionen von der Steuer abzusetzen, besteht mit dem Outsourcing eine weitere Möglichkeit. Die Frage nach der Notwendigkeit eines Büros könnte sich für einige Selbstständige auch stellen. Die Grundvoraussetzung um Geld zu sparen lautet, die Übersicht über die Finanzen zu bewahren – mit einem Haushaltsbuch oder Geschäftskonto.