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Sicherer Umgang mit RFID

RFID (Radio-Frequenzy Identification) ermöglicht einen kontaktlosen Austausch von Informationen. Für die Datenübertragung ist ein Transponder auf der einen und ein Empfangsgerät auf der anderen Seite erforderlich.

Einsatzgebiete

Zwar werden erst jetzt immer mehr Bereiche im täglichen Leben durch RFID unterstützt, die Anfänge reichen jedoch bis in die 1940er Jahre und waren ursprünglich mit dem Militär verknüpft. Im Laufe der Zeit ist die Herstellung entsprechender Transponder und Lesegeräte stark gesunken, sodass heute vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gegeben sind:

  • Logistik

Die Logistikbranche ist relativ früh auf das Potenzial von RFID aufmerksam geworden. Bereits gegen Ende der 1970er Jahre wurden Überseecontainer mit entsprechenden RFID-Chips ausgestattet. Heute verlässt kaum ein Kleidungsstück die Fabrik noch ohne einen RFID-Chip. So lässt sich der gesamte Transportweg bis hin zum Endempfänger lückenlos nachvollziehen. Wenn zukünftig alle Produkte mit einem RFID-Chip ausgestattet sind (so wie sie es heute schon mit Barcodes sind), erübrigen sich herkömmliche Kassensysteme.

  • Reisepass

Schon seit November 2005 werden neue Reisepässe mit einem RFID-Funkchip versehen. Auf diesem Chip ist beispielsweise eine digitale Version des Passfotos und ggf. der Fingerabdrücke gespeichert. Somit soll illegalen Einreisen oder Passfälschungen durch die RFID-Technik weiter Einhalt geboten werden.

  • Zugangskontrollen

Immer öfter werden klassische Türschlösser durch moderne Varianten ersetzt. Auch die RFID Technik eignet sich für den Einsatz als digitaler Schlüssel. Ausgestattet mit einem entsprechenden Chip lassen sich Türen nicht nur deutliche schneller öffnen als mit einem Schlüssel, weiterhin werden alle Türöffnungen digital erfasst und können im Nachhinein rekonstruiert werden. Vor allem Unternehmen setzen verstärkt auf entsprechende RFID-Lösungen. Bei einem Verlust eines Schlüssels müssen nicht mehr alle Schlösser ersetzt werden, eine neue Programmierung des Chips reicht vollkommen aus.

  • Bezahlvorgänge

Die meisten Verbraucher kommen wohl beim bargeldlosen Bezahlen in den bewussten Kontakt mit RFID. Die allermeisten Bankkarten werden heute schon mit entsprechenden Chips ausgegeben. Bei Bezahlvorgängen an der Kasse muss die Karte nicht wie gewohnt in ein Kartenlesegerät gesteckt und ein Pin eingegeben werden, es reicht aus die Karte vor ein entsprechendes Lesegerät zu halten. Dafür muss die Karte prinzipiell nicht mal mehr aus der Geldbörse genommen werden, kleinere Beträge bis 15 Euro müssen in der Regel auch nicht bestätigt werden.

Sicherheitsrisiken

Wie so viele Technologien birgt auch die RFID-Technologie Sicherheitsrisiken. Das Auslesen entsprechender Karten oder Chips kann prinzipiell von jedem vorgenommen werden, der ein entsprechendes Lesegerät besitzt. Diesen Umstand machen sich auch Kriminelle zunutze, indem sie versuchen Bankkartendaten auszuspähen. Zwar sind die Informationen verschlüsselt, diese zu entschlüsseln ist jedoch nicht unmöglich. Die Reichweite von RFID Chips ist höchst unterschiedlich, in vielen Fällen lassen sie sich aber bis auf einen Abstand von einem Meter auslesen. Wer entsprechende Karten mit sich führt, sollte daher vorbeugen, um es Kriminellen unmöglich zu machen, die eigenen Kartendaten auszulesen. Möglich wird dies mit entsprechenden Schutzhüllen.

Sicherheit muss nicht teuer sein

Schutzhüllen für Bankkarten, Scheckkarten und Personalausweise blocken die Funkverbindung des Chips zuverlässig ab. Um sie zu nutzen, müssen sie daher aus der Hülle entnommen werden. Auf diese Weise lässt sich günstig und unkompliziert verhindern, dass unberechtigte Personen Zugang zu Informationen erlangen. Entsprechende Hüllen sind schon für sehr wenig Geld zu haben, sodass diese sich auch als Marketingmittel eignen. In Zukunft werden die Einsatzmöglichkeiten von RFID mehr werden. Um die Vorteile nutzen zu können, ohne einem gewissen Sicherheitsrisiko ausgesetzt zu sein, ist die Verwendung entsprechender RFID-Schutzhüllen oder Geldbörsen unabdingbar.