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So wird das Smartphone keimfrei

Die meisten Smartphone-Nutzer werden schon mal davon gehört haben, dass die Geräte beziehungsweise deren Displays echte Virenschleuder sind. Verwunderlich ist das nicht, denn die Handys werden quasi überall verwendet und nur selten gereinigt und desinfiziert. Bei einigen ist nicht einmal das stille Örtchen ein Grund, um es nicht zu verwenden.

Eine Studie in London, die von der School of Hygiene & Tropical Medicine durchgeführt wurde, zeigte, dass von allen untersuchten Handys 82 Prozent hoch bakteriell belastet waren. 16 Prozent wiesen sogar Fäkalbakterien auf. Führt man hin und wieder Reinigungsmaßnahmen durch, dann sind die Bakterien nicht gefährlich. Trotzdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es auch krankheitserregende Keime gibt.

Stellt sich nur die Frage: Wie wird das Smartphone keimfrei?

Zuerst reinigen und dann desinfizieren

Weist das Handy nur leichte Verschmutzungen auf, dann schaltet man es zunächst aus und schnappt sich ein leicht feuchtes Mikrofasertuch. Damit werden das Display und das Gehäuse von Schmutz und Fett befreit. Sollte Wasser alleine nicht reichen, dann kann zusätzlich Fensterreiniger eingesetzt werden. Wichtig ist wenig Druck auszuüben und das Tuch nicht zu nass zu machen. Sollte die Reinigung unterwegs stattfinden, dann sind Brillenputztücher eine praktische Alternative.

Nach der Reinigung ist das Handy wieder sauber, jedoch nicht keimfrei. Um diesen Umstand zu ändern, besorgt man sich ein Desinfektionsmittel, das für Oberflächen und für die Haut geeignet ist. Beim Auftragen gilt auch hier: Nicht übertreiben und nur leicht feucht arbeiten. Das Abwischen sollte am besten mit Küchenkrepp passieren, die Alternative für diesen Schritt wäre der Griff zu Desinfektionstüchern. Diese sind komfortabler und können auch unterwegs eingesetzt werden. Anschließend sollte noch einmal trocken nachgewischt werden (beispielsweise mit einem Mikrofasertuch).

Tipp: Soll eine Displayschutzfolie aufs Smartphone, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das Gerät ist nämlich frei von Fett und Bakterien, was für eine blasen- und schmutzfreie Installation sehr wichtig ist. Die Folie hilft natürlich nicht gegen die Verunreinigungen, gegen Kratzer und Beschädigungen gibt es aber nichts besseres.

Gibt es spezielle Hilfsmittel für die Handy-Reinigung?

Ja, die gibt es. Zum Beispiel kann man statt Glasreiniger Display-Reiniger und statt einem Mikrofasertuch beziehungsweise Brillenputztuch trockene und feuchte Reinigungstücher speziell für Handys verwenden. Steigt man dann noch auf Desinfektionstücher um, dann ist das Paket perfekt.

Wer es besonders genau und einfach mag, dem sei Reinigungsmasse ans Herz gelegt. Dabei handelt es sich um eine knete-artige Substanz, die auf die jeweilige Stelle gedrückt und wieder abgezogen wird. Der Schmutz bleibt kleben und es können keine Schäden entstehen, da die Masse trocken ist. Der große Vorteil bei dieser Methode: Die „Knete“ kommt in jeden Winkel.

Wie oft sollte man das Handy reinigen beziehungsweise desinfizieren?

Allgemein gilt die Faustregel, dass man sein Smartphone einmal in der Woche reinigen und desinfizieren sollte. Dies ist allerdings nur ein durchschnittlicher Wert, denn es gibt auch Risikogruppen. Wer beispielsweise sein Handy öfters in andere Hände gibt, in der Großstadt lebt oder überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, der sollte die Anzahl nach oben schrauben. Im Herbst und Winter ist es ebenfalls eine gute Entscheidung, denn in den beiden Jahreszeiten haben Erkältungsviren Saison.

Letztendlich entscheidet also das Nutzungsverhalten, wie oft eine Reinigung sinnvoll ist.