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Wie die Technologie die Entwicklung der Gaming-Industrie befeuert

Galten Games noch vor einigen Jahrzehnten als ein Nerd-Thema, so sind sie heute längst mitten in der Gesellschaft angekommen. Aus einer belächelten Industrie ist ein gigantischer Wirtschaftszweig geworden. Dieser entdeckt und erobert regelmäßig neue Technologien und treibt ihre Entwicklung voran.

Die weltweiten Umsätze steigen massiv an

Noch vor fünf Jahren gingen Experten von einem weltweiten Jahresumsatz von rund 85 Milliarden Dollar aus. Doch die rasante Entwicklung überholte seither alle Prognosen. So wird das Marktsegment Videospiele im Jahr 2021 bereits einen Jahresumsatz von fast 137 Milliarden Euro erzielen. Bei einem jährlich erwarteten Umsatzwachstum von mehr als neun Prozent rechnen Experten damit, dass die Branche 2025 bereits an der 200 Milliarden-Dollar-Grenze kratzen wird.

Videospiele sorgen für gewaltige Umsätze. (Quelle: Pixabay)

Alleine der Bereich der Mobile Games soll 2021 97 Milliarden Dollar einspielen. Selbst in Deutschland haben die Umsätze jedes andere Unterhaltungsmedium überholt. Sowohl die Bücher, als auch die Deutsche Fußball-Bundesliga oder die Musik haben keine Chance mehr gegen den neuen Branchenprimus. Doch damit ist noch lange nicht der Zenit erreicht.

Die nächste Revolution steht bevor

Bisher wurde die Branche vom Erfolg der Smartphones und dem Mobile Gaming angetrieben. Die kleinen Alleskönner haben den Erfolg zahlreicher Games, wie die Möglichkeit Poker online zu spielen, erst realisiert. Alle bis dahin gekannte technischen Hürden sind seither gefallen. Spieler können jederzeit auf ihr Spiel zugreifen und die Chats dazu nutzen, um sich mit Gegnern zu unterhalten. Das war zweifellos revolutionär, doch die technische Entwicklung steht erst am Beginn.

Immerhin befindet sich die Branche vor einer weiteren Revolution, die andere digitale Medien bereits hinter sich haben. Wenn es einem Anbieter gelingen sollte zu einem „Netflix der Spiele“ aufzusteigen, dann scheinen dem Wachstum vorerst keine Grenzen mehr gesetzt zu sein. Seit die Games mobil geworden sind, gibt es in der Branche kein Halten mehr. Doch wie ist es so weit gekommen? Die Entwicklung lässt sich anhand dieser wichtigen Meilensteine nachzeichnen:

  • Der Aufstieg der Konsolen
  • Das Breitband-Internet beflügelte
  • Sozial Gaming explodiert
  • Spiele werden mobil
  • Das „Netflix der Spiele“ kommt

Der Aufstieg der Konsolen

Der Aufstieg der Spielekonsolen verschaffte den Games den ersten gewaltigen Schub. Was vor Jahrzehnten mit dem kleinen Pixelball Atari Pong und dem Spielen auf Floppy Discs begann, ist heute zu einer weltumspannenden Industrie herangewachsen. Jeder kann zu jeder Zeit alles spielen. Auslöser für diesen Trend war zunächst sicherlich die Entwicklung der Personal Computer und jene der Spielekonsolen. Die ersten PCs und einfachen Konsolen ermöglichten das Spielen zu Hause, doch erst der Aufstieg der Konsolen machte die Branche zu einer Multi-Milliarden-Industrie.

Als die PlayStation von Sony erstmals auf den Markt kam, schlug sie ein wie eine Bombe. Dabei glaubte der Konzern zunächst gar nicht an den Erfolg seiner Konsole, doch das sollte sich als gewaltige Fehleinschätzung erweisen. Gemeinsam mit Nintendo und der Xbox von Microsoft entwickelte Sony den Markt. Dieser wuchs daraufhin beständig an und etablierte die Konsolen als fixen Bestandteil der Popkultur. Ihre Leistungskraft war lange Zeit auch der wesentliche Treiber für die Weiterentwicklung der Grafikkarten und Prozessoren. So befeuerten sich die Gaming-Industrie und technologische Innovationen gegenseitig. Das hat sich bisher nicht geändert. Doch die Hersteller kämpfen weiterhin mit der Verfügbarkeit ihrer Konsolen. Das verärgert die Fans seit langem. Die Alternative entstand bereits vor 25 Jahren.

Das Breitband-Internet beflügelte

Dieser fand mit der Erfindung und dem Ausbau des Internets jene Basis, die das Gaming bis heute vorantreibt. Zwar merkte man lange Zeit nichts von dem Effekt, doch als das Internet zu einer echten Datenautobahn heranwuchs, beflügelte dies auch die Gaming-Industrie. Der Breitband-Ausbau sorgte dafür, dass die enormen Datenmengen von Games ungehindert fließen konnten.

Das führte dazu, dass Games vermehrt heruntergeladen, anstatt auf einem physischen Datenträger gekauft wurden. Gleichzeitig eröffnete sich für die Gamer ein weltweites Spielfeld, das es erlaubte gegen Spieler aus aller Welt anzutreten. Dort waren längst auch die Social Games erfolgreich.

Social Gaming explodiert

Der Aufstieg von Facebook und Co bescherte den Sozialen Netzwerken einen nie gekannten Boom. Diese suchten nach Möglichkeiten ihre User langfristig zu binden und entdeckten die Social Games. Spiele wie Farmville eroberten völlig neue Gesellschaftsschichten und brachten das Gaming auf alle Bildschirme.

Mittlerweile nutzen fast zwei Milliarden Menschen Facebook und haben damit Zugang zu Social Games. Parallel zum Erfolg der Sozialen Netzwerke vollzog sich auch der Aufstieg der Smartphones.

(Quelle: Unsplash)

Spiele werden mobil

Zu diesem Zeitpunkt war das Internet längst ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Die kleinen Alleskönner machten nicht nur das Büro endgültig mobil, sondern auch das Gaming. Mit der Eroberung der mobilen Endgeräte hatten die Spiele endgültig die letzte Hürde auf dem Weg zur ständigen Verfügbarkeit genommen. Wie sehr das Gaming mittlerweile in der Gesellschaft angekommen ist, lässt sich auch an den Besucherzahlen der Gamescom in Köln beobachten.

Dort wurde zuletzt ein neuer Rekord mit 373.000 Gästen registriert. Experten sehen die Digitalisierung und den Erfolgslauf der mobilen Spiele als den wesentlichen Treiber in den letzten Jahren an. Die Entwickler haben durch In-App Verkäufe und den Download immer neue Einkommensquellen erschlossen. Das garantiert in Folge noch aufwändigere Games und zufriedene Spieler. Doch nun steht der nächste Evolutionsschritt kurz bevor.

Das Netflix der Spiele entsteht

Die großen Hoffnungsthemen der Branche sind zweifellos Virtual und Argumented Reality. Doch beides ist noch nicht vollständig im Massenmarkt angekommen. Hier sind die Spielentwickler gefordert die sich ihnen bietende Technologie besser zu nutzen. Gleichzeitig arbeiten mehrere Großkonzerne daran, jenen Erfolg zu wiederholen, den Netflix bereits hinter sich hat. So hat Microsoft bereits angekündigt seinen Fokus zukünftig auf den hauseigenen Cloud-Gaming-Service Xbox Game Pass zu richten.

Gut möglich, dass das der Anfang vom Ende der Konsolen-Herrschaft bedeutet. Die Cloud übernimmt immer mehr die Funktion von Endgeräten wie PCs und Konsolen. Die nächsten fünf bis zehn Jahre werden zweifellos einschneidende Veränderungen in der Gaming-Industrie bringen. Der technologische Fortschritt findet nach wie vor im Gaming einen seiner ersten Anwender.