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Wie finanzieren sich eigentlich kostenlose Spiele?

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie sich kostenlose Spiele finanzieren? Wer profitiert hier oder nutzt man dafür sogar meine Daten? Wie sieht dies bei Browserspielen und bei mobilen Spielen aus? Wir erklären euch die Hintergründe. Wir wünschen frohes Lernen und Nachdenken.

Mobile Spiele: Die In-App-Käufe

Wie kommen Entwickler von kostenlosen Spielen im App Store und Google Play Store zu ihrem Geld? Dies geht über zwei oder manchmal auch drei Wege: Zum einen gibt es dort ganz klassisch die Möglichkeit, Werbung einzublenden. Auf diesem Wege werden euch Banner und Videos angezeigt, wodurch die Entwickler Geld durch die Reichweite der App bekommen. Die zweite Möglichkeit ist mittlerweile nochmals beliebter, gerade bei größeren Firmen: Eine „Cross-Finanzierung“ durch In-App-Käufe. Auf diese Weise werden gratis Mobile Games für den Endnutzer kostenlos zum Spielen. Doch wie geht das genau? Im Endeffekt bezahlen hier wenige Prozent der Spieler die ganzen Kosten. Und das tun sie, in dem sie teure Zusatzpakete innerhalb der App kaufen. Dafür bekommt man dann Spielgeld, ein neues Auto oder schafft sich ein Level im Spiel hoch. Für diese In-App-Käufe geben manche Spieler wirklich extrem viel aus, sodass sich eine Finanzierung aus diesen Geldern rentiert und man das Spiel an sich frei zugänglich machen kann.

Gambling-Spiele: Heimtückische Finanzierung?

Ganz anders machen das die Anbieter von Online-Casinos. Diese Gambling-Spiele sind nämlich auch als Freispiele verfügbar. Doch hiermit lockt man leider nur Spieler, die dann auch für echtes Geld spielen gehen. Dies ist eine heimtückische Finanzierung, bei dir man aufpassen muss, nicht auf diese Falle der Casino-Industrie reinzufallen. Probiert solche Spiele am besten nicht aus, informiert euch bei kostenfreien Browserspielen immer genau, ob es nicht sogar einen Casino-Hintergrund hat. Denn sowas kann natürlich schnell damit enden, dass man echtes Geld bei den Anbietern einzahlt.

Browserspiele: Die klassische Werbung

Bei den stinknormalen Browserspielen sieht die Welt nochmals anders aus, da es sich oftmals um Portale handelt, die Reichweite zur Verfügung stellen. Diese zahlen dann unter Umständen eine kleine Entlohnung an die Spiele, die an dem Portal teilnehmen können oder gelistet werden. Dabei sind die Entwicklungskosten für solche Browserspiele nochmals deutlich kleiner. Sowas programmiert man deutlich schneller einmal als ein iPad-Spiel oder ein aufwendig angepasstes iOS-Spiel mit 100 Leveln. Doch kostenfrei kann man keine Entwickler zahlen und die wenigsten programmieren das aus Spaß. Die Finanzierung beläuft sich da jedoch einfach auf die klassische Werbung auf diesen Portalen. Spiele.com und Co. schalten also normale Werbebanner oder auch untereinander Werbung für Spiele oder Affiliate-Verlinkungen. Denn mit Reichweite ist da vieles möglich.

Fazit: Wie finanzieren sich gratis Spiele?

Es ist also vollkommen unterschiedlicher Natur, warum ihr einfach so gratis drauf losspielen könnt. Auf iOS und Android hat es oftmals den Hintergrund, dass die Spiele sich über In-App-Käufe finanzieren und große Entwickler dahinter sitzen, die anfängliche Kosten stemmen können. Bei Browserspielen ist es entweder ein Lockmittel, was wir euch hoffentlich eindrucksvoll und vorausschauend klarmachen konnten. Doch die harmlosen Browserspiele finanzieren sich einfach über Werbung, die über Portale läuft. Diese haben durch die Reichweite die Möglichkeit, für alle möglichen anderen Spiele zu werben und natürlich eine gebündelte und klare Zielgruppe, die sich für Gaming und Co. interessiert. Sowas ist für Werbekunden immer spannend!

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