Mobilfunkstandards
LTE

Long Term Evolution (LTE) stellt die bisher höchste Evolutionsstufe des mobilen Internets dar. Mit der anstehenden Einführung der Funk-Technologie ist der Weg zum 4G-Netz geebnet. Allerdings wird der definitive 4G-Standard erst mit der nächsten Entwicklungsstufe LTE-Advanced erreicht sein. Denn bisher erfüllt LTE noch nicht die Auflagen der 4G-Definitionen des Telecommunication Standardization Sector.
LTE soll mit Datenübertragungsraten von 100 Mbit/s und mehr die bisherigen Standards aus UMTS, gepaart mit HSDPA weit in den Schatten stellen. Vor allem potenzielle iPad und Tabphone Besitzer sollen so noch stärker angesprochen werden.
Telekom und Vodafone bieten LTE Tarife – O2 testet Netz
Bisher haben nur die Telekom und Vodafone LTE-Tarife in ihre Produktpalette mit aufgenommen. Knapp vierzig Euro wird die von der Telekom im November vorgestellte Doppelflatrate kosten. „Das Double-Play-Bundle enthält neben einer Telefonflat für das gesamte deutsche Festnetz eine Datenflatrate – Nutzer surfen damit sehr günstig und ohne zeitliche Begrenzung.“, hieß es in der offiziellen Pressemeldung des ehemals staatlichen Unternehmens.
Während E-Plus Andeutungen machte, nicht auf den LTE-Zug aufspringen zu wollen, arbeitet O2 an der Ausweitung des Funknetzes. Pressesprecher Markus Göbel verriet unserem Magazin, dass O2 insgesamt vier Milliarden Euro im letzten Jahr in die Netzerweiterung von UMTS und LTE investiert habe. Inzwischen erreiche der Anbieter in vier Testnetzen ungefähr 500.000 Kunden.
Bundesregierung will wirtschaftliche Attraktivität durch LTE steigern
Die Bundesregierung verspricht sich durch LTE eine endgültige Tilgung der „weißen Flecken“ auf der Landkarte des Bundesgebiets. Momentan sind in manchen Regionen aufgrund mangelnder Infrastruktur weder DSL- noch VDSL möglich. Da LTE eine Funktechnologie darstellt, soll sich das bald ändern. Das Hauptanliegen der Regierung verkörpert die Steigerung der wirtschaftlichen Attraktivität solch wenig erschlossener Regionen.
Vielleicht sollte das Ziel der Regierung nicht in einem unrealistischen Licht gesehen werden. Denn schon währen der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen im Mai sagte Matthias Kurth, Chef der Regulierungsbehörde, dass es unwahrscheinlich sei, dass LTE auch bis auf die letzte Alm vordringen werde.