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Dell macht seine Netbooks endlich interessanter

Ab Donnerstag, dem 26. Februar 2009, verkauft Dell sein neues Netbook mit dem Namen Inspiron Mini 10. Die Grundkonfiguration kostet 380 Euro und ist bereits mit einem HDMI-Ausgang ausgestattet. Die meisten Netbooks in dieser Preisklasse verfügen lediglich über einen analogen VGA-Ausgang, der allerdings bei externen Monitoren nicht gerade von guter Bildqualität überzeugen kann.

In den nächsten Monaten, so kündigte Dell an, werden die Netbooks aufgrund von besonderen Optionen noch interessanter. Gegen einen Aufpreis wird das bisherige Display gegen ein 10-Zoll-Display mit 1366 x 768 Bildpunkten ersetzt, diese Änderung soll das lästige Scrollen von Internetseiten und Textdokumenten abmildern. Das Standartdisplay des Netbooks von Dell hat eine sehr untypische Auflösung von 1024 x 576 Bildpunkten, dies entspricht dem 16:9-Bildformat.

Weitere Optionen für das Netbook sind ein integrierter DVB-T-Empfänger und eine 250-Gigabyte-Festplatte. Wer mit seinem Netbook Fernsehen empfangen wollte, der musste auf einen USB-Stick mit Receiver zurückgreifen, doch diese Zeit hat ein Ende. Dell macht sein Netbook mit integrierten Möglichkeiten wesentlich interessanter und wird somit sicherlich neue Kunden anlocken können. Gegen die veralteten Flashspeicher oder nur sehr kleinen Festplattenkapazitäten hat Dell die 250-Gigabyte-Festplatten neu im Sortiment, die gepaart mit einem 2 Gigabyte großen Arbeitsspeicher für mehr Spaß bei der Arbeit sorgen. Statt des bisher nur 1 Gigabyte großen RAM wird die Option sicherlich häufiger genutzt werden, denn der Arbeitsspeicher ist neben dem Prozessor sehr ausschlaggebend für Leistung und Geschwindigkeit.

Neben dem Z520 Prozessor mit 1,33 GHz wird nun auch der Z530 mit 1,6 GHz und der Z540 mit 1,86 GHz für den Verkauf zur Verfügung stehen. Ich persönlich würde die mittlere Prozessorleistung wählen, warum genau erkläre ich zum Schluss meines Berichts. Für ausreichende Grafik bei 3D-Anwendungen und vielleicht sogar kleinen Spielen oder Videos wird eine mir noch unbekannte Grafikkarte zum Einsatz kommen.

Dass Inspiron Mini 10 von Dell hat es endlich zu einem sehr modernen Netbook geschafft, hat allerdings auch einen hohen Preis. Die Grundversion dieses Mini-Notebooks kostet bereits 380 Euro. Wer auf verschiedene Optionen nicht verzeichten kann, der kann für sein leistungsstärkeres Netbook gut und gern 550 Euro bezahlen. Im Vergleich zu kleinen 15.4-Zoll-Notebooks für den gleichen Preis würde ich allerdings von einem Kauf abraten, jedenfalls wenn es sich nicht um die Grundkonfiguration handelt. Zwar leistet der Akku wesentlich mehr Leistung und versorgt das Netbook länger mit Strom, aber für 550 Euo kann man schon ein besseres Notebook bekommen.

Insgesamt denke ich, sollte man sich genau überlegen, ob ein Netbook für 550 Euro noch Sinn macht. Ich finde, dass ein Netbooks nur etwa 300 Euro kosten sollte, ansonsten kann man sich gleich ein stärkes Notebook besorgen, mit dem man auf lange Sicht noch mehr Spaß haben wird. Trotzdem finde ich, dass Dell mit den optionalen Erweiterungen auf sich aufmerksam macht und einen Schritt in die Zukunft denkt.