Ihre Experten für neue Medien

Bekannt ausBekannt aus dem ZDF, BR und Antenne Bayern

Die Elektronikversicherung und was sie leistet

Die Zahl von elektronischen Geräten in Privathaushalten steigt immer mehr an, weil ständig neue Produkte auf den Markt kommen. Längst sind das nicht nur das TV-Gerät, die Musikanlage und der PC, sondern auch Smart-Home-Systeme und mobile Geräte. Elektronische Geräte machen den Alltag leichter und eröffnen teilweise ganz neue Möglichkeiten. Diese Freiheit hat jedoch im wahrsten Sinne des Wortes ihren Preis. Hightech Geräte sind empfindlich und teuer. Werden sie beschädigt oder gestohlen, ist der Verlust groß. Dagegen schützt eine Elektronikversicherung.

Was ist eine Elektronikversicherung?

Die Elektronikversicherung ist eine Spezialversicherung. Sie gehört zur Gruppe der Sachversicherungen und innerhalb derer zu den technischen Versicherungen. Mit dieser Versicherung sind alle dem Versicherungsnehmer und den versicherten Personen gehörenden elektronischen Geräte versichert. Für den Versicherungsschutz spielt es keine Rolle, ob es sich um mobile Geräte wie Smartphones und Tablet PCs oder um stationäre wie einen Smart-TV oder eine Musikanlage handelt. Elektronikversicherungen können für Privathaushalte, aber auch für Firmen oder Gewerbetreibende abgeschlossen werden.

Tipp: Wenn Sie hochwertige elektronische Geräte besitzen und diese versichern wollen, nutzen Sie einen Elektronikversicherung Vergleich, um die Tarife der unterschiedlichen Anbieter ohne großem Aufwand miteinander vergleichen zu können.

Welche Risiken sind versichert?

Elektronikversicherungen schützen gegen alle Gefahren (All Risk). Das bedeutet, alle Ereignisse, die nicht ausdrücklich in den Vertragskonditionen ausgeschlossen sind, werden versichert. Natürlich gibt es von Anbieter zu Anbieter Variationen, einige Leistungen haben jedoch alle gemeinsam:

  • Beschädigung durch Blitzschläge und Brände
  • Wasserschäden
  • Schäden durch falsche Bedienung
  • Beschädigung durch Sturz
  • Schäden durch Unachtsamkeit (Fahrlässigkeit)
  • Diebstahl oder Raub des versicherten Geräts

Welche Risiken sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen?

Zu dieser Kategorie gehören vor allem Gefahren, für die es üblicherweise sowieso keinen Versicherungsschutz gibt, zum Beispiel:

  • kriegerische Ereignisse oder Aufstände
  • terroristische Anschläge
  • Beschlagnahmung durch amtliche Behörden
  • Verlust durch Vergessen oder Verlieren

Wie sieht ein typischer Vertrag aus?

Deckungssumme

Die Deckungssumme variiert je nach dem gewählten Tarif. In der Regel wird ein Gesamtbetrag für alle zum Haushalt gehörenden elektronischen Geräte festgelegt. Darüber hinaus gibt es eine Höchstgrenze der Entschädigung für Einzelgeräte. Typisch sind 15.000 € für alle Geräte des Haushalts und maximal 5.000 € für ein Einzelgerät.

Vertragslaufzeit

Die Laufzeit beträgt in der Branche üblicherweise ein Jahr. Erfolgt keine Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Manche Versicherungen bieten auch monatlich oder gar täglich kündbare Verträge an.

Erstattung von Schäden

Bei einer Beschädigung übernimmt die Elektronikversicherung die Reparaturkosten. Sollte eine Reparatur nicht mehr möglich sein oder das Gerät ist nicht mehr vorhanden, wird der Wert des Geräts erstattet. Bis zu einem gewissen Alter (meist 2 Jahre), bekommt der Versicherungsnehmer den Neuwert. Bei älteren Geräten wird ein de Alter entsprechend abgestufter Zeitwert erstattet.

Vorteile der Elektronikversicherung

  • Alle zum Haushalt gehörenden elektronischen Geräte sind versichert
    Versicherungsschutz erhalten nicht nur stationäre, sondern auch mobile Geräte. Alle Geräte sind geschützt, nicht nur die des Versicherungsnehmers, sondern ebenfalls die der im lebenden Familienmitglieder (Ehe-/Lebenspartner, Kinder).
  • Schutz auch bei Eigenverschulden
    Selbst wenn bei einer Party jemand aus Versehen ein Glas Wein über das neue Smartphone schüttet oder das Fernsehgerät beim Umräumen aus der Hand rutscht, kommt die Versicherung für den Schaden auf.
  • Sehr gutes Preis-Leitungs-Verhältnis
    Die Elektronikversicherung bietet Schutz für mehrere Geräte, kostet aber weniger als ein Zeitungsabo.

Nachteile der Elektronikversicherung

  • Automatische Vertragsverlängerung
    Wenn der Versicherungsnehmer nicht aufpasst und die Kündigungsfrist versäumt, muss er oft für ein weiteres Jahr Beiträge bezahlen. Monatlich kündbare Verträge sind im Durchschnitt teurer.
  • Nur Zeitwert ab einem bestimmten Gerätealter
    Ab einem bestimmten Alter ersetzt die Versicherung nur den Zeitwert des Geräts. Der liegt oft bereits nach 3 Jahren bei nur noch 30 – 40 Prozent des Neuwerts.
  • Nicht alle Schäden sind versichert
    Bei Schäden durch Schadprogramme oder Viren greift die Versicherung nicht. Wechseldatenträger wie Speicherkarten oder USB Sticks sind nicht geschützt.

Wie sinnvoll ist diese Versicherung?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. In einigen Fällen kann eine Elektronikversicherung durchaus sinnvoll sein, in anderen ist sie dagegen überflüssig. Interessenten müssen das Für und Wider gegeneinander abwägen und sich entscheiden. Sinnvoll ist eine Elektronikversicherung zu Beispiel in einem Haushalt, der gut mit modernen Geräten ausgestattet ist. Damit sind unter anderem ein Highend-TV-Gerät, ein Smart-Home-System oder ein bzw. gar mehrere leistungsfähige PCs gemeint. Im Haushalt leben mehrere Personen, die Smartphones, Tablet PCs, Wearables und andere wertvolle elektronische Geräte besitzen. Die Hausratsversicherung greift bei diesen Geräten nicht. Würde jedes Gerät einzeln versichert werden, wäre das viel zu teuer. In so einem Fall kann eine solche Versicherung durchaus sinnvoll sein.

Wenn die Ausstattung des Haushalts dagegen nur wenige und noch dazu ältere Geräte umfasst, wäre eine solche Spezialversicherung für elektronische Geräte wahrscheinlich überflüssig.

Macht eine Erweiterung im Bereich Privatrechtsschutz Sinn?

Gehen teure Geräte kaputt, kann es schnell zu Schuldzuweisungen kommen. Daraus kann sich mitunter sogar ein Rechtsstreit entwickeln. Um das eigene Recht mit finanzieller Absicherung durchsetzen zu können, entscheiden sich immer mehr Verbraucher für eine Privatrechtsschutzversicherung. Mit dem Privatrechtsschutz werden viele Bereiche des täglichen Lebens abgedeckt. Ob eine solche Versicherung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt in erster Linie vom privaten Umfeld des Versicherten und dessen Risikoeinschätzung ab.

Häufig gestellte Fragen

Was ist im Schadensfall zu tun?

fDer Schaden muss der Versicherung so schnell wie möglich gemeldet werden. In der Branche sind Fristen von 1 – 2 Wochen üblich. Der Schadensmeldung müssen Beweise wie zum Beispiel Fotos des Schadens oder eine Abschrift der Strafanzeige und des Aktenzeichens der Polizei beiliegen. Die Versicherung benötigt die Seriennummer des Geräts. Die Eigentumsverhältnisse müssen durch eine Quittung, Rechnung oder einen Kassenbon nachgewiesen werden. Die Versicherung wird sich mit dem Vertragsinhaber in Verbindung setzen und Anweisungen zum weiteren Verlauf geben.

Wie kann der Beitrag günstig gestaltet werden?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine der häufigsten ist die Selbstbeteiligung, weil dadurch der Kunde einen Teil des Risikos trägt. Je höher die Selbstbeteiligung, um so niedriger die Beiträge. Jeder muss für sich selbst abwägen, wie viel Selbstbeteiligung er zu bezahlen bereit ist.

Bei jährlicher Zahlungsweise gibt es normalerweise ein paar Prozent Rabatt. Das trifft auch zu, wenn die Versicherung die Beiträge vom Konto abbuchen darf (SEPA Lastschriftmandat).

Was muss bei der Kündigung beachtet werden?

Damit die Kündigung rechtsgültig wird, muss sie bestimmte Formen einhalten. Sie kann nur in schriftlicher Form erfolgen (Brief, E-Mail, Fax). Die Kündigung muss Namen, Anschrift und Unterschrift des Versicherungsnehmers tragen und mit Ort und Datum versehen sein. Auch die Versicherungsnummer ist obligatorisch. Den Eingang der Kündigung immer bestätigen lassen. Der Kündigungstermin richtet sich nach der Laufzeit des Vertrags. Bei einem Jahresvertrag sind das üblicherweise 3 Monate vor dem Ablaufdatum.

Fazit

Eine Elektronikversicherung ist eine Sachversicherung für elektronische Geräte (mobil und stationär), die zum Haushalt gehören. Sie versichert gegen alle Gefahren, die nicht ausdrücklich im Vertrag ausgeschlossen sind (All Risk). Branchenüblich sind Vertragslaufzeiten von einem Jahr. Neben der allgemeinen Deckungssumme ist in der Regel ein Höchstbetrag festgelegt, der pro Einzelgerät und Schaden gezahlt wird. Bis zu einem Alter von 1 – 2 Jahren erstattet die Versicherung bei Totalschaden oder Verlust in den meisten Fällen den Neuwert des Geräts.