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Eine Tankkarte: Für wen lohnt sich das?

Tankkarten sind dem Grunde nach Kreditkarten, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zum Bezahlen an der Tankstelle überlassen können. Der Vorteil: Jede Tankfüllung wird direkt über das Firmenkonto abgebucht, ein lästiges Sammeln von Belegen entfällt und kein Mitarbeiter muss mehr in Vorleistung gehen.

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Funktionen eine Tankkarte

Tankkarten werden von einer Vielzahl verschiedener Anbieter vertrieben – am prominentesten ist hierzulande wohl die DKV, doch auch Aral oder sogar Shell bieten eigene Varianten an. Eine Tankkarte hat vor allem eine Funktion: Mitarbeiter eines Unternehmens können mit ihr an allen teilnehmenden Tankstellen bargeldlos tanken. Doch nicht nur Kraftstoff kann mit der Tankkarte direkt zu Lasten des Firmenkontos abgerechnet werden, auch Mautgebühren, Autowäsche oder beispielsweise Frostschutzmittel sind Teil des Repertoires.

Vorteile einer Tankkarte

Eine Tankkarte spart vor allen Dingen eines: Zeit. Dabei geht es vor allem um die Buchhaltung, da das vorher bekannte Zettelchaos, das durch die jeden Monat gesammelten Belege entstand, vollkommen entfällt. Gleichzeitig erhält der Unternehmer einen Überblick über das Ausgabeverhalten seiner Mitarbeiter: Wer investiert unterwegs wie viel in das Firmenauto? Hier können individuelle Tages- und Wochenlimits gesetzt oder die Nutzung der Karte auf bestimmte Tageszeiten begrenzt werden.

Nachteile einer Tankkarte

Wer denkt, dass er mit einer Tankkarte direkt bei der Nutzung bares Geld spart, wird zumeist enttäuscht – zwar bieten verschiedene Anbieter Rabatte von 1 bis 2 Cent pro getanktem Liter an, dies fällt jedoch erst ab wirklich großen Abnahmemengen merklich ins Gewicht. Bei den meisten Tankkarten muss vielmehr eine monatliche Gebühr entrichtet werden; diese beträgt zumeist ca. 2€ pro Monat und Karte.

Welche Tankkarte für wen?

Tankkarten gibt es wie Sand am Meer, preislich unterscheiden sich die einzelnen Anbieter nur unwesentlich. Daher lohnt es sich, einen Blick auf die Rahmenbedingungen und die teilnehmenden Tankstellen zu werfen; hier werden schnell große Unterschiede deutlich. So haben die verschiedenen Kartenkonzerne ein regional unterschiedlich dichtes Netz, was eine pauschale Empfehlung für eine bestimmte Karte schwierig macht. Auch die geforderte Mindestabnahmemenge schwankt beträchtlich. Während man etwa bei Aral mindestens 700 Liter pro Monat tanken oder eine Flottengröße von fünf Fahrzeugen oder mehr nachweisen muss, entfallen diese Anforderungen bei Jet vollständig, sodass diese auch für sehr kleine Firmen in Betracht kommt.

Die verschiedenen Kartenanbieter versuchen in letzter Zeit zunehmend, sich auch durch bisher noch wenig etablierte Modelle voneinander abzugrenzen. Die DKV beispielsweise bietet mit ihrer Climate Card die Möglichkeit, die vom Karteninhaber verursachten CO2-Emissionen vollständig zu kompensieren.

Auch Kosten für Parkplätze oder die Anmietung weiterer Fahrzeuge im In- und Ausland lassen sich von einigen Anbietern über die Tankkarte abrechnen, sodass diese immer mehr zum Standardwerkzeug für jegliche Art von Mobilität bei der Arbeit entwickelt.

Fazit

Nutzt ein Unternehmen Firmenwagen, lohnt sich eine Tankkarte fast immer. Die Frage ist hier eher, welches Angebot am besten passt: Während kleinste Firmen eher von den Angeboten ohne festgelegte Mindestabnahmemenge profitieren, ist für große Konzerne mit umfangreichen Fuhrparks letztendlich der Rabatt pro Liter ausschlaggebender. Große Unterschiede findet man bei der Anzahl der teilnehmenden Tankstellen, sodass vor der Kaufentscheidung immer auch ein kritischer Blick auf das Netz des jeweiligen Anbieters geworfen werden sollte.